Längere Akkulaufzeiten bei Smartwatches durch neue Chip-Plattformen?

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Die Akkulaufzeit von Smartwatches ist eines der größten Hindernisse der jungen Technologie. Broadcom und Texas Instruments (TI) wollen dieses Problem angehen und präsentierten auf der Embedded World in Nürnberg neue Chip-Plattformen für Wearables, die deutlich weniger Strom verbrauchen, als aktuell verwendete Produkte.

In erster Linie hat Broadcom den Energieverbrauch seiner Chips gesenkt. Nach eigenen Angaben laufen Smartwatches, die bislang schon nach zwei Tagen an die Steckdose mussten, damit doppelt so lange. Noch weiter geht Oyvind Birkenes von Texas Instruments. Er verspricht Akkulaufzeiten von mehreren Wochen und beschreibt die Entwicklung kleinerer Chips, die dementsprechend weniger Energie benötigen. Ihm zufolge könnten sie auch als Sensoren in Kleidung verwendet werden.

Beide Chiphersteller erreichen die längeren Akkulaufzeiten durch eine effizientere Zusammenarbeit unterschiedlicher Chips. Beispielsweise übernehmen kleinere Prozessoren in einer Smartwatch einfache Aufgaben wie die Anzeige der Uhrzeit, statt dafür den leistungsfähigeren aber auch stromfressenden Anwendungsprozessor zu verwenden.

Texas Instruments hat bereits mit der Massenproduktion seiner neuen Plattform begonnen. Sie soll anfänglich unter anderem in Fernbedienungen zum Einsatz kommen. Broadcom liefert bisher nur Muster seiner neuen Plattform an seine Kunden aus. Erste Geräte damit sollen aber noch im Lauf des Jahres in den Handel kommen.

Längere Akkulaufzeiten könnten der noch jungen Produktkategorie der Smartwatches helfen, den Massenmarkt zu erreichen. Wahrscheinlich würden sich mehr Verbraucher für intelligente Armbanduhren interessieren, wenn sie sie seltener aufladen müssten. Einem Bericht von AppleInsider zufolge wurden 2014 lediglich 6,8 Millionen Smartwatches weltweit verkauft, was jedoch einem Plus von 82 Prozent gegenüber 2013 entspricht.

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Tags :Via:Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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