Überall Bezahlschranken – nun wird Süddeutsche.de kostenpflichtig

(Bild: Shutterstock/Tashatuvango)

Die New York Times hat es getan, die Rhein-Main-Presse und die Bild-Zeitung versucht es nun auch noch die Süddeutsche.de: Alle errichten Bezahlschranken für ihre Onlineinhalte - und ein paar Happen darf der Leser trotzdem kostenlos haben.

Bei der „Süddeutschen Zeitung“ senkt sich Ende März 2015 im Internet die Bezahlschranke. Von da an werden Inhalte auf der Website des Blattes nach dem sogenannten „metered model“ abgerechnet, das auch die „New York Times“ verwendet.

Zunächst sollen voraussichtlich nach Spiegel-Informationen 10 Texte pro Woche kostenlos abrufbar sein. Im Laufe der Zeit soll die Zahl der frei lesbaren Artikel weiter sinken. Wer mehr lesen will, muss das Digital-Abo „SZ plus“ für knapp 30 Euro pro Monat abschließen oder einen Tagespass (1,99 Euro) kaufen.

Mit Start des Bezahlangebotes landen um 19 Uhr alle Texte aus der gedruckten Zeitung des nächsten Tages auf der Website. Besonders exklusive Inhalte – Interviews oder Lesestücke der Seite drei – sollen in jedem Fall zahlenden Lesern vorbehalten bleiben; auch soll es komplett frei abrufbare Texte geben, etwa Agenturmeldungen.

Günstig war diese Bezahlschranke offenbar nicht – der Spiegel berichtet von einer siebenstelligen Summe, die die Infrastruktur gekostet haben soll. Das Geld muss erst einmal wieder herein gespielt werden.

Und nun die Frage: Seid ihr bereit, für Online-Inhalte Geld zu bezahlen? Schreibt eure Meinung und das Für und Wieder einfach in die Kommentare.

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  1. Was hinter der Bezahlschranke liegt, interessiert mich nicht. Die wichtigsten Nachrichten kommen bei mir ohnehin über Twitter rein. Solange SZ und Spiegel keinen echten Mehrwert liefern, sehe ich auch keinen Nutzen, den ich bezahlen will.

  2. 30 Euro pro Tag? Ernsthaft?

    Das tolle am Internet ist doch das man sich unterschiedliche Sichtweisen auf einen SAchverhalt von verschiedenen Webseiten holen kann.

    Wenn bald jeder Dienst eine Bezahlschranke hat muss man sich wie früher auf eine Zeitung beschränken.

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  3. Dienstleitungen müssen bezahlt werden und wenn eine Zeitung das nicht (ausschließlich) durch Werbung ausgleichen kann oder möchte dann müssen Inhalte kostenpflichtig werden. Qualität hat seinen Preis und die Mitarbeiter möchten gerne Ihre Familien ernähren.
    Von uns würde vermutlich auch niemand umsonst arbeiten gehen.

  4. Qualität hat seinen Preis. Und ich bin auf jeden Fall bereit, für Qualität einen angemessenen Preis zu bezahlen. Allerdings tue ich mich schwer damit, eine Kuh zu kaufen, wenn ich nur ein Glas Milch trinken möchte.

    1. Das ist z.B. ein Ansatzpunkt. Nur bezahlen was gelesen wird.
      Bei der Stiftung Warentest kann man Artikelweise genau das kaufen was einen interessiert.

  5. Es müsste so etwas geben wie die Rundfunkabgabe. Da bezahlt man einen monatlichen Obolus und kann dann eine ganze Auswahl von Zeitungen lesen.
    Früher oder später wird es eine solche Lösung angeboten. Hoffentlich sind manche Verlage nicht vorher pleite oder wurden zusammen gelegt oder aufgekauft!
    Denn um eine Medien-Vielfalt zu behalten, dafür werden auch inovative und attraktive Angebote benötigt!

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    1. Wenn die Verlage kein Geld für ihre Texte bekommen ist den Konsumenten ihre Arbeit nicht genug wert. Schon die vorhandene Abgabe für ein sinnloses Rentnermedium gehört abgeschafft.

  6. Bezahlschranken für eine Online-Zeitung einzuführen, kommt mir wie ein ebenso tolles Geschäftsmodell vor, wie jetzt eine neue Videothek an der nächsten Ecke zu eröffnen. Da kann ich nur viel Erfolg wünschen.

  7. Generell hätte ich kein Problem etwas für Inhalte zu zahlen die mich auch interessieren. 30 Euro im Monat oder 1,99 pro Tag finde ich jedoch deutlich zu hoch angesetzt.

  8. Jedem Verlag steht es frei sich für dieses Modell zu entscheiden. Es liegt nun an den Menschen, ob sie dem zustimmen und die Preise zahlen oder die Verläge zum Einlenken, bzw. zu einer Absenkung der Preise zwingen, die meiner Meinung ebenfalls absurd klingen für online-Inhalte, für die das übliche fabriktechnische Produktionsverfahren ja entfällt.

  9. Nachrichten gibt’s wohl bald nur noch aus Radio und TV, da wird wenigstens nicht genauestens mitgeplottet, wer wann was wie lange liest, was er danach liest, wem er davon erzählt etc.
    Diese Datensammelwut ist es, weshalb ich mich eben NICHT für jeden Mini-Murks registrieren will!

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