MWC 2015 Hands-On: Project Ara – das modulare Google-Handy

(Bild: NetMediaEurope)

Auf dem MWC 2015 in Barcelona wird es gezeigt - das modularer Google Handy - das unter dem Projektnamen Ara bekannt ist und von Yess entwickelt wird. Wir haben uns einen Prototypen ansehen und zeigen euch, was in Zukunft zu erwarten ist.

Ein Smartphone veraltet schnell: Sei es das WLAN- oder LTE-Modul, dass einfach nicht mehr dem neuesten Standard entspricht, oder die Kamera, die vielleicht nicht in der besten möglichen Auflösung aufnehmen kann. Normalerweise heißt es dann: weg mit dem alten und her mit einem neuen Geräte. Das muss nicht sein, dachte sich Google und entwickelte unter den Namen Project Ara ein modulares Smartphone, bei dem sich praktisch alle Teile inklusive Bildschirm austauschen lassen.

Google Project Ara

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Google Ara Yess-1

Google beziehungsweise sein Entwicklungspartner Yess haben uns einen funktionsfähigen Prototypen gezeigt, dessen Akku aber leider zur Neige ging – deshalb gibts nur die funktionslose Demoversion zu sehen, die aber auch schon klar zeigt, wie das System funktionieren wird.

Auf einer Grundplatte sind die einzelnen Module in ein Raster eingesteckt, das unten Kontakte besitzt, damit überhaupt eine Kommunikation möglich ist. Die Module sind austauschbar. Sogar das Display lässt sich entfernen und an ein Zweit-Display in E-Ink-Technik scheint man bei Google auch schon zu denken. Es fungiert auch als Schutzdeckel und natürlich gilt auch hier: Wer es nicht braucht, kann es abnehmen.

Wann die ersten Project-Ara Smartphone auf den Markt kommen und was sie kosten werden, ist jedoch noch nicht bekannt.

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  1. Schön das ganze mal in einem Video zu sehen auch wenn es nur ein Dummy war.
    Ich persöhnlich bin vom Projekt ARA voll überzeugt. Das ist das was ich mir wünsche.
    Wichtig für mich wäre noch zu wissen ob es (wie im Video vermerckt) wirklich möglich ist mit austausch eines Moduls den Prozessor, Arbeitsspeicher sowie Speicherplatz zu wechseln. Und wenn ja, wie läuft dann das Gerät weiter? Oder muss es dazu ausgeschaltet werden? Ja, sehr spezifische Fragen. Falls da jemand mehr weiß wäre es schön wenn er das teilen könnte.

    1. Ich würde mal behaupten, dass wenn der Proessor getauscht wird, man das Handy schon ausschalten sollte. Wird sondt mit dem weiterrechnen und Teile erkennen doof…
      Das gleiche wird sicher beim Arbeistspeicher so sein. Weil wenn mal keiner mehr da is, weil du greade ein größeres (oder kleineres) Modul einbaust, sollte sich das Handy schonmal drauf einstellen können.

      Speicher, Kamera oder sogar Display kann ich mir schon vorstellen, dass es funktioniert die Teile im Betrieb zu wechseln. Wird aber sicher nicht passieren, weil man es einem DAU schlecht erklären kann warum er mal das Handy ausschalten muss und mal nicht.

      Insgesamt find ich das Projekt aber auch cool, wobei mich aber diese Flickenteppich-Optik etwas stört. Blöd wärs auch wenn das Gerät mal runter fällt und dannach sich die Legoteile wieder zusammensuchen muss…

      1. Ja die Flicken-Optik ist auch für mich gewöhnungsbedürftig. Aber ich denke mal das es auch Module in Einheitsfarben geben wird (ich hoffe es zumindest). Kann mir auch nicht vorstellen das in Betrieb ein CPU Wechsel möglich ist. Es sei denn es steckt noch ein eigener Prozessor im Endoskelett als quasi staying alive Komponente.

      2. Das Endoskelett nutzt einen speziellen starken Magneten, der nur für das ändern des Modus (Festhalten u. Nicht Festhalten) Strom benötigt. Sollte das Handy also mal runterfallen wird es sicher nicht in einzelne Teile zerfallen.

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