Dieser “Mr. Fusion” macht aus Müll Energie

(Foto: Wikimedia)

Wir haben das Jahr 2015, und es scheint, als habe die Menschheit tatsächlich die Weissagung aus "Zurück in die Zukunft" wahrgemacht und den "Mr. Fusion" erfunden. Verantwortlich dafür: deutsche Ingenieure vom Fraunhofer Institut. Das Gerät frisst alles, von Abfall bis Kaffeesatz, und spuckt dann Elektrizität aus.

Das Fraunhofer Institut erklärt das Prinzip hinter der neuen Erfindung:

Biogasanlagen sind ein wichtiger Schritt zur Dezentralisierung der Energieversorgung. Sie erzeugen Strom aus erneuerbaren Quellen und können Wind- und Solarenergie, die hohen Schwankungen unterworfen sind, ergänzen. Die Biogasanlagen haben trotzdem einige Nachteile: Sie verarbeiten nur einen geringen Teil organischer Substanzen und stehen in einem Verdrängungswettbewerb mit Pflanzen, die zur Ernährung angebaut werden. Mit dem modularen Konzept der Biobatterie kann eine viel größere Vielfalt an Biomasse als bislang zur Energiegewinnung verwendet werden.

(Grafik: Fraunhofer)

Anders als bisherige Biogasanlagen – die meist nur eine Sorte organischen Abfalls verarbeiten können – ist die Biobatterie für vielseitige Einsatzmöglichkeiten konstruiert, und soll alles von Klärschlamm bis zu Gras fressen. Diese ganze Spanne an Abfallprodukten kann sie in Strom, Hitze und hochwertige Brennstoffe wie Öl und Benzin verwandeln, so die Erfinder. Auch wenn mit der Biobatterie das Raum-Zeit-Kontinuum nicht überwunden werden kann – die Vorstellung, aus einer alten Pizza Saft zum Betreiben eines Laptops gewinnen zu können, klingt doch gar nicht schlecht!

Foto oben: Wikimedia; Grafik unten: Fraunhofer

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Tags :Quellen:Science DailyVia:gizmodo.com

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