KDDI Fx0: Das erste vernünftige Firefox-Smartphone?

(Bild: NetMediaEurope)

Bislang bietet das KDDI Fx0 die beste Hardware für Firefox OS. In einem blass-orange-transparentem Gehäuse ist das Smartphone einer der Exoten auf dem Mobile World Concress 2015 in Barcelona. Wir haben uns von dem Gerät einmal einen genaueren Eindruck verschafft.

Entworfen wurde das extravagante Gehäuse des KDDI Fx0 von dem bekannten japanischen Designer Tokujin Yoshioka. Obwohl das Firefox-Smartphone tatsächlich von LG gebaut wurde, wird das japanische Telekommunikationsunternehmen KDDI als offizieller Hersteller genannt. Und tatsächlich ist das Gehäuse anders als das jedes anderen Telefon auf dem Markt derzeit. Durch den transparenten, geriffelten Kunststoff lassen sich die Bauteile im Inneren erkennen. Und zu diesen wollen wir auch gleich kommen.

Das KDDI Fx0 verfügt über ein 4,7 Zoll großes Display mit einer 720p-Auflösung. So hoch war noch keine Auflösung eines in Serie produzieren Smartphones mit Firefox OS. Unser erster Eindruck zeigte einen kontrastreichen und hellen Bildschirm mit hoher Blickwinkelstabilität. Als CPU kommt ein Snapdragon 400 mit 1,2 Gigahertz-Taktung zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher/ Flash-Speicher beträgt 1,5 GB beziehungsweise 16 Gigabyte. Letzterer kann mittels microSD aufgerüstet werden.

Bisherige Smartphones mit Firefox OS waren eher schwach auf der Brust. Doch abgesehen von der Hardware kann auch Firefox OS 2.0 kann sich sehen lassen, denn es unterscheidet sich deutlich von iOS oder Android. Im vertikal scrollbaren Homescreen finden sich sämtliche Apps, ein App-Menü, Widgets oder Ähnliches wird man vergeblich suchen. Der eigene Appstore ist aufgrund der geringen Verbreitung des Betriebssystems selbstverständlich noch nicht allzu umfangreich.

(Bild: NetMediaEurope)

Das Gehäuse des KDDI Fx0 ist transparent und lässt dadurch einen Blick auf die Technik im Inneren zu.

Vorerst ist das KDDI Fx0 nur im Land der aufgehenden Sonne erhältlich, wo es umgerechnet etwa 370 Euro kostet. Es ist aufgrund der Zusammenarbeit mit KDDI so gut wie ausgeschlossen, dass es das Handy auch zu uns schafft. Was es jedoch vermag, ist einen Anstoß für andere Hersteller zu geben, dass Firefox OS durchaus auch oberhalb des Niedrigpreissegments interessant sein kann.

(Bild: NetMediaEurope)

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  1. Endlich einmal eine gute Nachricht. Wann erkennen die Hersteller von Smartphones, dass sie mit Firefox Os so etwas werden können wie Apple in den frühen 90er Jahren. Ein Anbieter von solider Hardware für Individualisten. Ohne Überwachung der Kunden wie Google oder den Einschränkungen von Apple.

    1. Glaube eher, dass Firefox OS kläglich scheitern wird. Es hat kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal und ist allen normalen Betriebssystemen in ziemlich jeder Hinsicht unterlegen.
      Meine Hoffnungen setze ich eher auf UbuntuOS, da man es schnell zusätzlich installieren kann und es, angeschlossen an einen Bildschirm, ein vollständige Betriebssystem bietet.
      Wenn dann noch Synchro mit dem Desktop-Ubuntu richtig funktioniert, hat man schon eine große Gemeinde von jetzigen Ubuntu-Nutzern, die gerne ihr bestehendes System wechseln werden, wenn auch nur zum Testen.

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