Ford Smart Mobility: Don Butler im Interview

(Bild: Gizmodo.de)

Ein Autohersteller, der viel Zeit in Fahrräder und Apps investiert: Don Butler, Executive Director für Connected Vehicles and Services, erklärte uns auf dem Mobile World Congress 2015 in Barcelona, was es mit dem Smart Mobility Plan von Ford auf sich hat.

Ford MoDe:Me & MoDe:Pro

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Ford MoDe:Pro

Einst war das Auto das reine Fortbewegungsmittel für den Transport von A nach B. In den letzten Jahren habe dies sich aber dank wachsender Städte, alternativen Verkehrsmitteln und Car-Sharing erheblich geändert, so Ford auf dem MWC in Barcelona. Die reine “Point Solution” des Kraftfahrzeuges wäre heute nicht mehr gegeben erklärte mir Don Butler in einem Interview auf unserem Stand.

Was haben Fahrräder mit Ford zu tun?

Vielmehr wäre der Autohersteller darauf angewiesen neue Partner und Lösungen zu finden, um den Transport wieder effektiver und sicherer zu gestalten. Hier präsentierte Ford eine E-Bike Lösung die zusätzlich zum neuen Elektromodell Ford Focus Electric sowie dem Hybrid-Modell Ford Focus C-MAX Energi den privaten und gewerblichen Transport vereinfachen soll.

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Ein britisches Department von Ford hat mit dem MoDe:Me einen ersten Prototypen für den privaten Gebrauch gezeigt. Im Detail lest ihr dazu hier. Dank des integrierten E-Bikes sollen überfüllte Straßen und von Autos schwierig befahrbare Strecken zugänglich gemacht werden. Mit dem MoDe:Me unterwegs bleibt dann das Auto auf einem weiter entlegenen Parkplatz sicher zurück. Dank einer speziellen App bleibt man aber immer up-to-date wo das Auto gerade steht, wie man am schnellsten mit dem Bike navigiert und ob es das Wetter überhaupt zulässt mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Kein schlechter Ansatz wie ich finde, zumal Ford hier auf eine volle Integration des E-Bikes mit dem Auto setzt.

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Das eigene Auto im Überblick: MyFord-Mobile App soll’s richten

Ein weiterer Ansatz, der sich auf die Effizienz von Autos bezieht, stellt die MyFord-Mobile App dar. Zwar ist die Applikation keine Weltneuheit zum MWC mehr, doch für Europa kann sie seit dieser Woche genutzt werden.

Mit MyFord-Mobile interagiert man auf einer Ebene mit dem Auto. Ford möchte die einzelnen Fahrzeuge in ein Netzwerk integrieren, um so das Autofahren effizienter zu gestalten. Denkbar wären hier meiner Meinung nach auch Stau-Infos und andere Nachrichten rund um den Straßenverkehr, die über das Netzwerk vermittelt werden.

Aktuell dient die App in erster Linie zum Treffen von Voreinstellungen am eigenen Auto. So lässt beispielsweise der Ladestand des Ford Focus Electric sowie des Hybrid-Modell Ford Focus C-MAX Energi ablesen. Auch kann man Einstellungen bei der Temperaturauswahl vornehmen, sodass das Auto bei Inbetriebnahme im Innenraum ideal vorgeheizt ist. Steckt der Ford zudem zum Laden am Stromkabel, wird die verbaute Batterie beim Heizen beziehungsweise Kühlen nicht beansprucht.

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Die MyFord-Mobile-App hält außerdem eine Reihe von Informationen zum Analysieren der eigenen Fahrweise bereit. Anwender erhalten verschiedene Ränge und Auszeichnungen sowie Tipps zum Fahrverhalten, um die Reichweite zu optimieren. Die Anwendung informiert auch darüber, wie viel Benzin oder CO2 bereits eingespart wurde – zum Beispiel genügend, um einen LKW oder einen Heißluftballon zu füllen.

Die Verbindung zum Auto erfolgt über ein in das Fahrzeug integriertes Mobilfunkmodul in Verbindung mit Fords Cloud-Dienst. Um die MyFord-Mobile-App auf dem Smartphone nutzen zu können, müssen sich Anwender bei dem Dienst mit einer E-Mail-Adresse registrieren. Zudem wird die Eingabe der Handynummer gefordert. Anschließend können sie ihr Fahrzeug anhand der Identifizierungsnummer oder der elektronischen Seriennummer hinzufügen.

Die ersten fünf Jahre der Nutzung von MyFord-Mobile sind kostenfrei. Die MyFord Mobile-App wird beim Kauf des Autos für einen Zeitraum von fünf Jahren automatisch miterworben. Das fünfjährige Abonnement kann komplett übertragen werden, falls man das Auto verkaufen möchte. Informationen zu möglichen Folgekosten gibt es aktuell noch nicht.

Don Butler im Interview

Das durchaus interessante Interview mit Fords Don Butler haben wir hier eingebunden. Hier stellt Don nochmal den Smart Mobility Plan im Überblick vor – und ihr seht einen sichtlich nervösen Lenz als Moderator des Interviews. ;-)

[mit Material von Christian Schartel von Cnet.de]

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