Skandal! Apple macht das Macbook Pro 15 Zoll teurer

(Bild: Apple)

Der Wert des Euros gegenüber dem Dollar sinkt. Und Apple passt sie Preise des MacBook Pro mit 15 Zoll nun an. Damit wird das Einstiegsmodell mit 2,2 GHz-Prozessor künftig 2249 Euro kosten. Das sind 250 Euro mehr als bisher. Noch stärker fällt der Aufschlag beim schnelleren Model auf. Hier sind künftig 300 Euro mehr zu zahlen. Doch ist das wirklich ungerecht?

Apple Macbook

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Das neue Macbook auf der Apple Keynote im März 2015

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – vor allem nicht der Euro. Unsere Währung ist gegenüber dem US-Dollar stark gesunken. Vor einem Jahr bekam man 1,40 US-Dollar für einen Euro, nun ist die Parität fast erreicht: Der Kurs steht bei 1,08 US-Dollar.

Und auf einmal sieht es gar nicht mehr so ungerecht aus, was Apple für das MacBook Pro verlangt. Ein Blick in den US-Store Zeit einen Preis von 1.999 US-Dollar an. Das sind aktuell 1.851 Euro. Und dazu kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. In den US-Preisen ist die dort größtenteils übliche Sales-Tax nie enthalten. Macht insgesamt 2.202,69 Euro und das ist nun von den verlangten 2.249 Euro nur einen Katzensprung entfernt. Der Rest kann durchaus als Sicherheitsreserve betrachtet werden, falls der Euro noch mehr abstürzt.

Apple hat es sogar noch gut mit uns gemeint, denn bei den anderen Geräten wurden die Preise bisher noch nicht erhöht. Der Schritt könnte jedoch bald folgen. Bei der Apple Watch hat Apple die 1:1-Umrechnung (plus MwSt.) der Preise schon durchzogen

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  1. Man kann es auch so sehen, dass Apple der einzige Hersteller ist, der sich erdreistet, trotz Währungssicherung die „Verluste“ in der Gewinnspanne weiter zu geben.

    Die werden einfach immer gieriger.
    Ich hab zwar nen iMac und ein iPhone und finde die Produkte noch immer gut, aber irgendwann ist die Grenze auch mal erreicht.

    Die Ironie an der Sache ist, dass ich durch meine paar Aktien von Apple auch noch von dieser Raffgier profitiere.

    1. In Russland hat Apple die Preise auch angehoben, weil die Währung verfiel. In der Eurozone nun auch.
      Woher haben Sie das mit der Währungssicherung denn? Ein wirklicher Beleg und nicht nur Hörensagen würde mich wirklich interessieren.

      1. Meinen Sie das Ernst?
        Den Wechselkurs einer Währung abzusichern ist doch kein Luxus den sich irgend welche Tech-Konzerne aus jux leisten.
        Das ist vollkommener Standard.
        Dem ganzen haftet ja auch absolut nichts negatives an. Es ist einfach die Grundlage zur Planung mit einem festen Kurs rechnen zu können, wenn man den Großteil des Umsatzes außerhalb des Heimatmarktes macht.
        Man kann nicht einfach mal so Millarden auf gut Glück erwarten und wenn der Kurs dreht, dann war’s halt mal nix.

        Ich mache Ihnen keinen Vorwurf, dass Sie das nicht auf Anhieb einordnen, aber dieser Vorgang ist weiß Gott nichts abstraktes.

        1. Ich fragte nur nach einem Beleg. Den bekam ich nicht.

          Nun hab ich ihn mir selbst heraus suchen müssen.

          10-K-Formular, Quantitative and Qualitative Disclosures About Market Risk

          http://investor.apple.com/secfiling.cfm?filingID=1193125-14-383437&CIK=320193#D783162D10K_HTM_TOC783162_10

          Hier isses:

          Foreign Currency Risk
          In general, the Company is a net receiver of currencies other than the U.S. dollar. Accordingly, changes in exchange rates, and in particular a strengthening of the U.S. dollar, will negatively affect the Company’s net sales and gross margins as expressed in U.S. dollars. There is a risk that the Company will have to adjust local currency product pricing due to competitive pressures when there have been significant volatility in foreign currency exchange rates.
          The Company may enter into foreign currency forward and option contracts with financial institutions to protect against foreign exchange risks associated with certain existing assets and liabilities, certain firmly committed transactions, forecasted future cash flows and net investments in foreign subsidiaries. The Company’s practice is to hedge a portion of its material foreign exchange exposures, typically for up to 12 months. However, the Company may choose not to hedge certain foreign exchange exposures for a variety of reasons, including but not limited to accounting considerations and the prohibitive economic cost of hedging particular exposures.
          To provide a meaningful assessment of the foreign currency risk associated with certain of the Company’s foreign currency derivative positions, the Company performed a sensitivity analysis using a value-at-risk (“VAR”) model to assess the potential impact of fluctuations in exchange rates. The VAR model consisted of using a Monte Carlo simulation to generate thousands of random market price paths assuming normal market conditions. The VAR is the maximum expected loss in fair value, for a given confidence interval, to the Company’s foreign currency derivative positions due to adverse movements in rates. The VAR model is not intended to represent actual losses but is used as a risk estimation and management tool. The model assumes normal market conditions. Forecasted transactions, firm commitments and assets and liabilities denominated in foreign currencies were excluded from the model. Based on the results of the model, the Company estimates with 95% confidence a maximum one-day loss in fair value of $240 million as of September 27, 2014 compared to a maximum one-day loss in fair value of $201 million as of September 28, 2013. Because the Company uses foreign currency instruments for hedging purposes, the loss in fair value incurred on those instruments are generally offset by increases in the fair value of the underlying exposures.

  2. Absolut gerechtfertigt finde ich. Apple ist eine amerikanische Firma und muss ihre Entwicklerteams ja auch in USA bezahlen können. Wenn der Euro so stark fällt müssen halt im Euroland die Preise nach oben korrigiert werden.

    1. Das Gute für uns nach Nordamerika ausgewanderte Familie: unser Urlaub in Good Old Germany wird immer billiger, freuen uns schon drauf

  3. Habe seit Anfang an iPhone, aktuell das 6 Plus mit 128 GB und war eigentlich immer zufrieden aber die Richtung die Apple einschlägt gefällt mir gar nicht !! Arrogant und hochmütig ist Apple geworden. Jobs würde sich im Gabe umdrehen. Die Menschen die Apple groß gemacht haben bekommen einen schlag vor den Kopf. Mein 6 Plus wird so schnell wie möglich verkauft bevor es nicht´s mehr wert ist. Seit den Update auf 8.2 wieder eine App (Apple Watch) die man nicht Löschen kann mehr auf´s iPhone !! ganz zu schweigen von den ganzen fehlerhaften firmware Updates ” Apple das nervt “

    1. Das mit der Preiserhöhung ist von Firmenseite aus vollkommen zu verstehen (auch wenn die Preise trotzdem ziemlich hoch angesetzt sind), nur als Endnutzer ärgert man sich ziemlich über die Preiserhöhung, dass hat meiner Meinung nach nicht’s mit Arrogants oder Hochmut von Apple zu tun. Die Geräte sind extrem gut verarbeitet, leisten was sie sollen und halten meistens eine Ewigkeit. Ich hatte zwar mal ein Macbook das nach 2 Jahren und 1 Monat kaputt gegangen ist aber das wurde mir schnell und kostenfrei Repariert. Die Software ist einwandfrei und einem muss auch klar sein, dass wenn eine neue Version einer Software erscheint immer ein paar Fehler enthalten sind. Ist bei andern Herstellern meist genauso oder sogar noch schlimmer. Aber wenn du meinst, dass alle bei Apple hochmütig und arrogant sein, dann musst du deine „Apple Sachen“ wohl wieder verkaufen.

      *Die meisten meinen ja, dass die Systeme von Apple damals besser gewesen sein sollen als sie erschienen sind, nur vergessen die meisten, dass man die Produkte später nur unter erschwerten umständen Aktualisieren konnte. Der Internetanschluss der meisten Endkunden machte da ein stricht durch die Regelmäßigen Aktualisierungen.

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