Teamhunting: Unternehmen werden komplette Entwicklerteams abgeworben

(Bild: Bitkom)

Headhunter kennt jeder, aber Teamhunter? Sie versuchen gleich mehrere Personen aus einem Unternehmen abzuwerben - die dann beim neuen Arbeitgeber als Team weiter arbeiten sollen. Das spart viel Einarbeitungsarbeit, kann jedoch das andere Unternehmen auch ruinieren.

Nach einer Umfrage des Bitkom-Vereins werden besonders in IT-Abteilungen verstärkt ganze Teams abgeworben. Das hat eine Befragung von 205 Geschäftsführern und Personalchefs ergeben (PDF). Jedes sechste Unternehmen plant oder hat schon versucht, auf diese Weise nach neuem Personal Ausschau zu halten. 

“Der seit Jahren unverändert hohe Mangel an IT-Spezialisten führt dazu, dass bei der Gewinnung geeigneter Mitarbeiter neue Ansätze gewählt werden”, kommentiert Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. Derzeit nutzen der Umfrage zufolge 7 Prozent der IT-Unternehmen bereits Teamhunting bei der Personalsuche. 5 Prozent haben konkrete Pläne dazu, weitere 5 Prozent diskutieren das Thema noch. Mehr als drei Vierteln der Unternehmen (78 Prozent) ist das Teamhunting noch völlig unbekannt.

Auf diese Weise werden laut Bitkom Research derzeit vor allem Teams in den Bereichen Software-Entwicklung sowie allgemein Forschung und Entwicklung gesucht. Von den Unternehmen, die Teamhunting bereits betreiben oder dies planen, haben 23 Prozent schon Entwicklerteams angeworben, 19 Prozent wollen das in Zukunft tun. Ähnlich begehrt sind IT-Beraterteams, die ebenfalls 23 Prozent der Unternehmen bereits gewonnen haben, 15 Prozent haben das vor.

Durch Teamhunting wollen die Unternehmen vor allem die Einarbeitungszeit verkürzen. Dieses Ziel ist für 9 von 10 Unternehmen (87 Prozent) “sehr wichtig” oder “wichtig”. Daneben sollen die Rekrutierungsdauer reduziert (84 Prozent) sowie die neuen Mitarbeiter schneller ins Unternehmen integriert werden (76 Prozent). “Durch das Einbinden bestehender Teams ins eigene Unternehmen werden im Idealfall Zeit und damit auch Kosten gespart”, erklärt Profcon-Geschäftsführer Jörg Schneider. “Zugleich erhöht sich das Innovationstempo im Unternehmen.”

Dass das Thema dennoch nicht unumstritten ist, zeigt die Tatsache, dass es in jedem fünften Unternehmen (18 Prozent), das sich bereits mit Teamhunting beschäftigt hat, “ethische oder moralische Vorbehalte” gibt, etwa inwieweit das Vorgehen fair ist gegenüber den Unternehmen, bei denen komplette Mitarbeiterteams abgeworben werden. “In Fällen, in denen Unternehmen vor Umstrukturierungen oder gar einer Insolvenz stehen, kann die Übernahme bestehender Teams aber auch für alle Seiten von Vorteil sein”, so Pols.

Von den Firmen, die bereits Teamhunting eingesetzt haben, gibt ein Drittel (33 Prozent) an, dass die Erfahrungen durchweg positiv waren. 60 Prozent berichten von eher positiven Erfahrungen. Kein Unternehmen hat der Umfrage zufolge negative Erfahrungen gemacht.

Aber jetzt eine Frage an euch: Würdet ihr bei so etwas mitmachen und mit eurem Team zu einer anderen Firma wechseln? Was würde euch dazu bewegen und was hält euch davon ab? Schreibt es einfach in die Kommentare.

Quellen:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de
  1. 1. In der Überschrift fehlt ja wohl was?
    2. In den erste Absätzen musste wohl von das Original gekürzt werden??? Und dabei ist dann Satzsalat rausgekommen…
    3. Wir auch langsam langweilig die Phrase “oder wie seht ihr das” Inflationär gebraucht lockt das scheinbar niemanden mehr hinter dem Ofen vor.
    Etwas mehr auf die Qualität des Textes achten, dann lesen das vielleicht mehr Leute. Damit erhöht sich dann die Anzahl der Kommentare.

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