T-1000 lässt grüßen: Flüssiges Metall, das sich selbst antreibt

(Screenshot: Gizmodo)

Im Film "Terminator 2" war der T-1000 ein wahr gewordener SciFi-Alptraum: ein Roboter aus flüssigem Metall, der seine Gestalt ändern konnte. Jetzt haben Wissenschaftler zwar keinen Kampfroboter entwickelt, aber immerhin einen "Motor" aus flüssigem Metall, der sich selbst mit Energie versorgt.

Dabei handelt es sich, wie der New Scientist berichtet, lediglich um einen kleinen Tropfen einer Metalllegierung, die aus Gallium (das bei Temperaturen über 30 °C flüssig wird), Indium und Zinn besteht. Gibt man die Legierung in eine geeignete Flüssigkeit wie Natriumhydroxid (oder auch nur einfaches Salzwasser) und ein wenig Aluminium als Treibstoff hinzu, bewegt sie sich aus eigenem Antrieb für rund eine Stunde.

Die Bewegung kommt von zwei Quellen. Erstens sorgen die beiden Flüssigkeiten für ein Ladungsungleichgewicht, das einen kleinen Druckunterschied zwischen seinen beiden Seiten erzeugt. Das wiederum erzeugt eine Bewegung in Richtung vom hohen zum niedrigen Druck. Zweitens reagiert das Aluminum mit den es umgebenden Flüssigkeiten und bildet Blasen aus, die es, zusammen mit den Druckkräften, weiter vorantreiben.

Die Forscher, die die Versuchsanordnung entwickelt haben, haben gezeigt, dass die Legierung entlang eines bestimmten Pfades bewegt werden kann, sei es eine gerade Linie, eine Kurve oder entlang der Ränder einer Petrischale. Zwingt man sie, bewegungslos zu bleiben, kann die Legierung mit ihren Kräften wie eine Pumpe funktionieren und bis zum 50 ml Flüssigkeit pro Sekunde bewegen.

So komplex wie der T-1000 ist das Ganze noch nicht. Die Forscher erhoffen sich aber, mit elektrischen Feldern einen Schwarm unabhängiger Tropfen zu erzeugen, die dann miteinander kooperieren. Nicht wirklich Hollywood-geeignet, aber genauso spannend.

Tags :Quellen:New ScientistVia:gizmodo.com

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