Kaufinteresse an Apple Watch laut Umfragen eher mäßig

apple watch

In einigen Befragungen zeichnet sich ab, dass das Kaufinteresse an der Apple Watch nur mäßig ist. Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, sich das Wearable nicht zu kaufen. Grund dafür ist wahrscheinlich der hohe Preis der Ambanduhr aus Cupertino. Angeblich soll Apple seine eigenen Erwartungen nach unten korrigiert haben und nur noch 3 statt 6 Millionen Exemplare bei Lieferanten bestellt haben.

Grundlage dieser Annahme sind die Umfragen der Nachrichtenagentur Reuters, dem Online-Marktforschungsunternehmen Survata und aus eigenem Hause. Demnach erwägt nur rund ein Drittel der Befragten den Kauf der Apple Watch. Deutlich weniger sind sich dagegen absolut sicher, die Uhr ab dem 24. April ihr Eigen zu nennen.

  • Wie viel Geld würdest du für die Apple Watch maximal ausgeben?
  • Ergebnisse

Loading ... Loading ...

Die Reuters-Umfrage lief vom 9. bis 13. März. Den Ergebnissen zufolge haben 47,5 Prozent der Teilnehmer angegeben, überhaupt kein Interesse an der Apple Watch zu haben. Weitere 22,1 Prozent sind an der Uhr aus Cupertino nicht sehr interessiert. Demnach haben 69,6 Prozent der Befragten keine oder nur eine sehr geringe Intention, die Apple Watch zu kaufen. Rechnet man die unschlüssigen Probanden mit, liegt ein Kaufinteresse bei 30,4 Prozent aller Nutzer vor, wovon aber nur 9,4 Prozent “sehr interessiert” und 15,2 Prozent “etwas interessiert” an der Uhr sind.

Die Umfrage von Survata, die zwischen dem 11. und 12. März lief, ergibt ein noch schlechteres Umfrageergebnis. Von den 1000 Befragten gaben 77 Prozent an, die Apple Watch wahrscheinlich nicht zu kaufen. Nur 3 respektive 7 Prozent werden sie “sehr” oder “einigermaßen wahrscheinlich” erstehen. 13 Prozent waren noch unentschlossen. Sogar unsere eigene Umfrage, bei der hauptsächlich technikaffine Personen mitgemacht haben dürften, ergibt, dass sich 66 Prozent die Apple-Smartwatch nicht kaufen werden.

Der Hauptgrund sind sicherlich die hohen Preise der Apple Watch, die der iPhone-Macher am 9. März auf seiner Keynote in San Francisco verkündet hat. Die Einstiegspreise sind mit 399 Euro für die Sport-Edition respektive 649 Euro für die Edelstahl-Ausführung deutlich höher als bei den Smartwatches der Konkurrenz. Die teuerste Ausführung der Uhr kostet sogar 18.000 Euro.

Wie die unsere Umfrage erkennen lässt, sind noch 22 Prozent bereit, bis zu 400 Euro auszugeben. Dies langt allerdings gerade einmal für die Sport-Edition mit Kautschuk-Armband. Danach fällt die Zahl schnell ab. 7 Prozent können sich noch vorstellen, die einfachste Version der Apple Watch mit Edelstahlgehäuse und Lederarmband zu kaufen. Nur gut 5 Prozent wären bereit, mehr als 700 Euro für die teureren Varianten der Armbanduhr auszugeben.

Ein weiter Grund für das eher geringe Interesse dürften die Funktionen der Apple Watch sein, die sich nicht großartig von den Smartwatches anderer Hersteller abheben. Auch die Akkulaufzeit ist mit durchschnittlichen 18 Stunden nicht überragend. Zudem ist die Apple Watch nicht zu allen iPhones und iOS-Versionen kompatibel. Voraussetzung sind ein iPhone 5, 5c, 5s, 6 oder 6 Plus mit iOS 8.2 oder neuer. Laut Apples aktueller Statistik nutzen noch 25 Prozent aller iOS-Anwender iOS 7 oder eine frühere Version des Betriebssystems. Zu beachten ist natürlich auch, dass die Apple Watch generell nur mit iOS-Geräten zusammenarbeitet und nicht auch mit Android-Smartphones funktioniert. Demnach dürften alle Android-Nutzer, die an den Umfragen teilgenommen haben, das Ergebnis negativ beeinflussen.

Dennoch hat Apple seine Erwartungen offenbar selbst deutlich zurückgeschraubt. Das Wall Street Journal hatte Mitte Februar berichtet, dass Apple 5 bis 6 Millionen Exemplare bei Lieferanten in Asien bestellt hätte. Laut aktuellen Berichten aus China habe das Unternehmen aus Cupertino nun erst einmal nur 3 Millionen Modelle in Auftrag gegeben. Dennoch wäre dieser Absatz noch beachtlich. Im Jahr 2014 wurden insgesamt nur 1,4 Millionen Android-Smartwatches und Pebble-Uhren verkauft. Wir sind gespannt, ob und inwieweit sich diese Prognosen am 24. April bewahrheiten.

Am 9. März gab Apple im Rahmen seiner Keynote Details zur Apple Watch bekannt

Die besten Bilder zur Apple Keynote der Apple Watch und dem MacBook

Bild 1 von 42

Kurz vor der Apple Keynote
Die Apple-Schlange ist schon von weitem zu erkennen.
Tags :Via:Mit Material von Christian Schartel, CNET.de
  1. Die Reuters-Umfragen wurden in den USA durchgeführt. Rechnet man deren Ergebnisse bei einer gerundeten US-Einwohnerzahl von 300 Millionen Menschen einmal hoch, hieße das, wenn auch nur 5 % der 30% interessierten Nutzer schlussendlich eine Apple-Wach kaufen würden, allein in den USA allein 4,5 Millionen Exemplare verkauft würden. Hier bei einem für die Firma Apple neuen Produkt bei Markteinführung von einem geringen Interesse zu sprechen, ist schon mehr als irreführend.

    Und was den Preis anbelangt: Wieso ist dieser zu hoch? Im Verhältnis zu was? Den anderen Smartwatches, die in Bezug auf Qualität, Design und Funktionsumfang mit der Apple watch wahrlich nicht gleichzusetzen sind. Oder einem vergleichbar hochwertigen klassischen Zeitmesser (auch Uhr genannt), der im Grunde nichts kann, was die Apple watch nicht auch kann (nur zeigt diese sogar die Zeit noch wesentlich genauer an), ansonsten aber mit der smartwatch von Apple überhaupt nicht auch nur ansatzweise in seiner Funktionsvielfalt mithalten kann, dennoch aber bei entsprechender Verarbeitungsqualität mindestens genauso viel, wenn nicht deutlich mehr kostet? Hier genügt schon ein Blick auf die Preislisten der Hersteller „hochwertiger“ Uhren, um das Preisargument, das gegen die Apple watch ins feld geführt wird, ad absurdum zu führen.

    Ich kann mich beim Durchstöbern der einschlägigen Foren des Eindrucks nicht erwehren, als würde speziell in den deutschen Onlinemedien eine Art Stimmungsmache gegen die Smartwatch des ungeliebten amerikanischen Konzerns betrieben, dem man einfach keinen weiteren Verkaufserfolg mit einem Produkt gönnen will. Mit Sachlichkeit hat das alles nichts mehr zu tun, viel allerdings mit deutsch-überheblicher Borniertheit sowie einer guten Portion Antiamerikanismus.

    1. Diese Aussagen sollte man auch gar nicht weiter beachten. War bisher immer so, und jedes Mal sah es anders aus. Einfach mal abwarten, sprechen wir uns 6 Monate nach Verkaufsstart wieder, und dann sehen wir weiter. ;-) Und wenn es am Anfang erst mal nur 2 Mio. sind( was ich bei der Anzahl an Länder sowieso nicht glaube ), dann wären es immer noch mehr, als bei der Konkurrenz, von daher braucht sich Apple da wirklich keine Sorgen machen. Bei den meisten Interessenten wirkt eh bloß die Akkulaufzeit abschreckend, von daher wird der Verkauf bei der nächsten, oder übernächsten Version sowieso ganz anders aussehen.

  2. Smartwatches sind mmn. einfach Spielzeug. Das bisher einzige Konzept einer Smartwatch welche ich als zum Teil als produktiv erachte ist die Pebble. Jedoch sieht die nach Toys´R Us Krabbeltisch Ware aus. Solange die Holographie noch in den Kinderschuhen steckt sehe ich keine Funktionen welche den Preis aller Geräte rechtfertigt. Vielleicht würde ich mir so ein Teil auch zulegen aber nur für maximal 50€. Alles andere ist überteuert.

  3. Die Apple Watch scheint wohl doch nicht so richtig bei vielen Menschen anzukommen. Kann ich irgendwie nicht verstehen. Ich bin davon ausgegangen, das sich die Leute am 24.April um diese Uhr reißen, und die innerhalb weniger Stunden bereits schon ausverkauft ist. Das scheint gefühlt wohl nicht der Fall zu sein. Woran es liegt, weiß ich nicht, aber nur an dem Preis kann es ja wohl nicht liegen. Das hat eher mehr was mit der Apple Watch selbst zu tun, als damit wieviel Euro man dafür zahlen muß. Ich finde die billigste Variante 399 Euro nicht so sehr teuer.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising