Test: Mad Catz F.R.E.Q 9 Headset – 7.1 System zum Aufsetzen

MAD CATZ FREQ 9

Mad Catz zieht mit dem F.R.E.Q 9 Headset alle Register: Der AM3D Surround Sound wird per Buetooth von Playstation, Xbox, Tablet, Smartphone, TV oder Computer übertragen. Eine aktive Geräuschunterdrückung und eine externe Audio-Box runden das Paket ab. Aber ist das Headset knapp 300 Euro Investition wert? Wir haben das F.R.E.Q 9 getestet.

Knapp 300 Euro für ein Headset? Dafür kaufen sich andere ganze Konsolen! Gut, wer so denkt, der fällt wohl nicht in die Zielgruppe für das F.R.E.Q 9 Headset von Mad Catz (der Einfachheit halber nennen wir es im restlichen Artikel FREQ 9). Denn dieses ist die aktuelle Oberklasse der Mad-Catz-Headset-Serie. Und das bedeutet: Kabelloser AM3D Surround Sound, der per Bluetooth 4.0 übertragen wird während Umgebungsgeräusche aktiv unterdrückt werden.

Oh, und das Headset lässt sich mit Windows, Macs, iOS, Android, Blackberry, Windows Phone, Xbox- und Playstation-Konsolen sowie den meisten Fernsehern verbinden (wie, das zeigen wir später). Interessiert? Dachten wir uns doch.

MAD CATZ FREQ 9 (Bild: Gizmodo)

Anschlussmöglichkeiten

Der Ton muss vom Ausgabegerät (Konsole, PC, Tablet etc) irgendwie zum Headset (und bei der Mikrofonnutzung wieder zurück), fangen wir also damit an. Grundsätzlich koppelt sich das FREQ 9 via Bluetooth 4.0 mit Endgeräten, bis zu zwei Verbindungen sind gleichzeitig möglich. Das bedeutet, dass man etwa einen Film auf dem Tablet ansehen und ohne ein erneutes Pairing Anrufe auf einem Smartphone annehmen kann (das Headset kann die Filme sogar pausieren, sehr praktisch).

Dank aptX-Technik gibt es keine nervigen Lags zwischen Bild- und Audioübertragung. Das Bluetooth-Pairing klappt dabei problemlos und schnell, als Sahnehäubchen wäre eine NFC-Unterstützung nett gewesen (obwohl wir die Funktion im Test tatsächlich nicht vermisst haben).

MAD CATZ FREQ 9 (Bild: Gizmodo)

Was ist, wenn kein Bluetooth vorhanden ist oder nicht genutzt werden soll? Der erste Griff wäre dann zum mitgelieferten 3,5-mm-Klinke-Audio-Kabel, das übrigens auch die Mikrofon-Funktion unterstützt. Oder, etwa am PC, kann man das USB-Kabel anschließen (welches auch den Akku des Headsets lädt) und das FREQ 9 als Audiowiedergabegerät auswählen.

Audio-Box

Alternativ, und hier wird es richtig cool, nutzt die mitgelieferte Audio-Box. Diese kann sich kabellos mit dem Headset verbinden und wird wahlweise über ein optisches oder ein „normales“ Audiokabel an der Quelle angeschlossen. Zusätzlich muss nur noch Strom über ein USB-Kabel geliefert werden und ihr könnt etwa euren Desktop-Rechner mit einer kabelloser Musikfunktion nachrüsten.

MAD CATZ FREQ 9 (Bild: Gizmodo)

 

Das klappt wahrscheinlich mit eurem Fernseher: Viele TV-Geräte bieten einen optischen Ausgang, über den der Ton einfach weitergereicht wird. Hier schließt ihr die Mad-Catz-Box an, koppelt das Headset und könnt anschließend eure Action-Filme so laut hören wie ihr wollt. Um zu sehen, ob euer Gerät diese Funktion unterstützt reicht ein Blick auf die Rückseite, ins Handbuch oder eine Internetsuche nach „TV-Bezeichnung + optischer Ausgang“.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Box selbst macht den Rückkanal etwas problematisch, womit sich die Mikrofon-Funktion leider nicht nutzen lässt. Ein Workaround wäre etwa, den jeweiligen Rechner mit einem Bluetooth-Stick auszurüsten und das Headset damit zu koppeln. Das ist alles nicht ideal, wir würden uns tatsächlich wünschen, dass das Mikrofon-Audio wahlweise über die 3,5 mm Klinke oder den USB-Anschluss an den PC ausgegeben wird.

MAD CATZ FREQ 9 (Bild: Gizmodo)

Konsolennutzer sind dagegen fein heraus, die Playstation lässt sich einfach per Bluetooth koppeln, für die Xbox 360 liegt das passende Kabel bei – nur für die Xbox One muss ein Adapter nachträglich erworben werden.

Sound-Qualität

Ok, das FREQ 9 ist angeschlossen, wie gut ist es? Ziemlich gut. Sowohl Spiele wie auch Videos und Audio klingen richtig satt und es fühlt sich nicht so an, als müsste man irgendwelche Kompromisse eingehen.

Egal ob per Bluetooth oder per Kabel, die Wiedergabe ist knackig und klar, ohne dass etwa Bässe übersteuern. Vor allem der AM3Ds Zirene Surround Sound und die digitale aktive Geräuschunterdrückung machen Spaß. Bereits bei etwa zwei Drittel der maximalen Lautstärke fühlt man sich von der Umgebung angenehm abgekapselt, perfekt für den Zug oder längere Fahrten.

MAD CATZ FREQ 9 (Bild: Gizmodo)

Genau das macht auch beim Spielen enormen Spaß, Explosionen sind kräftig und wummern ordentlich durch die Ohrmuscheln. Dialoge sind gut verständlich und klar. Dazu kommt das Stereo-Mikrofon, damit macht die Kommunikation mit anderen Spielern oder das Kommentieren eines Let’s Plays richtig Spaß. Auch als Freisprechlösung für Smartphones macht das FREQ 9 eine gute Figur: In unseren Testanrufen verstanden uns die Gesprächspartner gut und klar.

Eine nette Dreingabe ist die Mad-Catz-App (bzw A.P.P.) für Android und iOS. Damit kann man nicht nur die Akkulaufzeit im Blick behalten, sondern auch Funktionen bequem vom Smartphone an- oder abschalten. Mad Catz gibt die Laufzeit mit 20 Stunden an, was wir im Test ungefähr bestätigen können. In der Praxis muss das Headset etwa jeden zweiten Tag an die Ladestation, etwas öfter, wenn ihr es exzessiv nutzt.

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Fazit

300 Euro sind eine Menge Geld, aber gerade für visierte Spieler durchaus eine gute Investition: Die Kopfhörer sind angenehm zu tragen und liefern eine enorm gute Audioqualität. Das kabellose Headset macht richtig Spaß, vor allem, weil es dank aptX keine Verzögerung beim Ansehen von Videos gibt. PS3/PS4-Nutzer und Tablet/Smartphone-Besitzer sind von Anfang an fein raus, per Bluetooth ist die Verbindung mit dem FREQ9 einfach und schnell.

PC-Besitzer müssen dagegen entweder auf die kabellose Verbindung verzichten oder zwei Bluetooh-Verbindungen nutzen. Nicht gerade elegant, hier würden wir uns wünschen, dass Mad Catz nachbessert und vielleicht ein Firmware—Update für die Audio-Box nachreicht.
Ansonsten kommen Audiophile, die aufgrund von Nachbarn oder Familienmitgliedern ihre 7.1-Anlage nicht mehr aufdrehen dürfen, mit dem Headset in jedem Fall auf ihre Kosten.

Hier gehts zum Mad Catz FREQ 9 Headset.

MAD CATZ FREQ 9 (Bild: Gizmodo)

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