Amazon darf in den USA mit Drohnen-Testflügen beginnen

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Amazon darf seit gestern das Ausliefern von Paketen per Drohne testen. Die US-Flugaufsicht Federal Aviation Administration (FAA) hat dem Online-Versandhaus erlaubt, vorläufig Testflüge für  Forschungs- und Entwicklungszwecke durchzuführen.

Die Bescheinigung der “experimentellen Lufttüchtigkeit” für die Logistik-Sparte des Online-Händlers ist allerdings an einige Auflagen geknüpft. Die Amazon-Drohnen dürfen nicht höher als 123 Meter (400 Fuß) fliegen und auch nur am Tag bei guten Sichtbedingungen aufsteigen. Außerdem müssen die Drohen stets im Sichtfeld des Piloten bleiben. Dieser muss übrigens über ein aktuelles Gesundheitszeugnis sowie eine Privatpilotenlizenz verfügen.

Darüber hinaus muss Amazon der FAA monatlich bestimmte Daten zur Verfügung stellen. Die Behörde will unter anderem wissen, wie viele Testflüge durchgeführt wurden und wie lange die Piloten gearbeitet haben. Amazon muss aber auch über ungewöhnliche Fehlfunktionen von Hardware und Software sowie unbeabsichtigte Verbindungsabbrüche der Fernsteuerung informieren.

Seine Pläne für einen drohnenbasierten Lieferdienst hatte Amazon erstmals Ende 2013 vorgestellt. Der Prime Air genannte Dienst soll in wenigen Jahren einsatzbereit sein. Die benötigte Technik entwickelt Amazon in den USA, Großbritannien und Israel. Tests führt es zudem an verschiedenen nicht näher genannten Standorten weltweit durch.

Im Februar veröffentlichte die FAA zudem einen Entwurf für Regeln, die einen Einsatz kommerzieller Drohnen in den USA erlauben sollen. Unter anderem darf eine kommerzielle Drohne nicht mehr als 25 Kilo wiegen und eine Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h nicht übersteigen. Drohnen dürfen aber auch keine Personen überfliegen, die keinen direkten Bezug zum Flug haben – eine Bedingung, die eine Auslieferung von Waren im städtischen Raum praktisch unmöglich macht. Stattdessen will die FAA erreichen, dass Drohnen für Film- und Fernsehaufnahmen, die Inspektion von Brücken und anderen Bauwerken sowie Erhebungen über landwirtschaftliche Nutzflächen eingesetzt werden.

Amazon forderte die Luftfahrtbehörde daraufhin auf, sich umgehend mit Amazons und damit auch den Bedürfnissen der Amazon-Kunden zu befassen. Ob die jetzt erteilte Genehmigung für die Drohnentests eine Reaktion auf Amazons Kritik ist, ist nicht bekannt.

Lies auch: AUSLIEFERUNG PER DROHNE: ALIBABA SCHLÄGT AMAZON

Tags :Quellen:FAAGizmodo.comVia:Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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