Test: Samsung Galaxy A5 – Mittelklasse im Premium-Design

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Mit dem Galaxy A5 hat Samsung Ende Oktober 2014 ein Mittelklasse-Smartphone vorgestellt, das zumindest für den südkoreanischen Smartphone-Hersteller eine neue Ära des Gehäuses-Designs einläutete. Anstatt wie üblich Kunststoff zu verwenden, hat Samsung die Hardware des A5 komplett in Metall gehüllt. Wir haben das bislang schickste Samsung-Smartphone gestestet und verraten, ob sich ein Kauf lohnt.

Test: Samsung Galaxy A5

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Samsung Galaxy A5

Hier unser ausführlicher Video-Test zum Galaxy A5:

Design

Das Galaxy A5 ist hierzulande in den Farben Schwarz, Weiß, Silber und Gold erhältlich und eines der ersten Samsung-Smartphones, dessen Gehäuse vollständig aus Metall besteht. Nicht nur der Rahmen ist aus Aluminium, sondern auch die leicht angeraute Rückseite, auf der man auch so gut wie keine Fingerabdrücke sieht. Insgesamt verleiht das Metallgehäuse dem Gerät eine sehr gute Stabilität. Hier knartz oder verbiegt sich nichts.  Das Galaxy A5 fühlt sich auch richtig gut an und ist neben dem S6 das bisher hochwertigste Samsung-Smartphone, dass ich je in der Hand hatte.

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Zugleich ist das Galaxy A5 mit einer Bauhöhe von 6,7 Millimetern sogar noch dünner als das neue Flaggschiff von Samsung und auch das iPhone 6. Mit 139,3 mal 69,7 Millimeter in der Höhe und Breite ist es dann zwar nicht das kompakteste 5-Zoll-Gerät, es lässt sich aber noch zum Teil mit einer Hand bedienen. SMS oder E-Mails schreiben war jedenfalls kein Problem. Den Power-Button hat Samsung im oberen Drittel auf der rechten Seite verbaut, sodass auch das Ein- und Ausschalten mit einer Hand keine Mühe macht. 

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Display

Das Samsung Galaxy A5 bietet ein 5 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit einer HD-Auflösung von 1.280 mal 720 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 294 ppi. Damit ist der Bildschirm des A5 natürlich nicht so scharf, wie bei einem Gerät mit Full-HD-Auflösung. Der Unterschied ist aber nicht wahnsinnig groß. Wenn man genau hinschaut, sieht man ihn aber schon. Auf den nachfolgenden Fotos dürftet ihr erkennen können, welches der HD- und welches der Full-HD-Screen ist.

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Das obere Foto zeigt den Screens des Galaxy A5, das untere den eines Nexus 5. Natürlich werden euch beim Lesen auch mit niedriger auflösenden HD-Screen nicht die Augen ausfallen, denn insgesamt ist das Display des A5 ausreichend scharf.

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Die Anzeige ist auch absolut Blickwinkelstabil und hat nicht so einen deutlichen Blauchstich wie das Note Edge, wenn man aus einem gewissen Winkel auf das Display schaut.  Die Farbdarstellung ist wie gewohnt AMOLED-typisch etwas knalliger als bei einem LCD und bietet sehr gute Schwarzwerte, wie man auch schön auf dem Foto über diesem Abschnitt sehen kann. Die Helligkeit liegt bei knapp 400 cd/m2 was ebenfalls ordentlich ist und ein Ablesen auch gerade noch im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung erlaubt. Sie liegt ungefähr gleich auf mit dem Note Edge.

Leistung

Das Galaxy A5 wird von der 1,2-GHz-Quadcore-CPU Qualcomm Snapdragon 410 samt Adreno-306-GPU angetrieben, die zwar auch 64-Bit-fähig ist, sich aber eher zu den Einsteiger-Prozessoren zählt. Der Chip ist beispielsweise auch im nur 129 Euro teuren Motorola Moto E verbaut. An Arbeitsspeicher gibt es beim A5 immerhin 2 GByte, was in dieser Preisklasse aber auch zu erwarten ist. Der interne Speicher fast 16 GByte und lässt sich mittels einer microSD-Karte um 64 GByte erweitern. Der Slot sitzt an der rechten Seite des Gehäuses unter dem Power-Button und muss mit einem SIM-Toolkit geöffnet werden.

Trotz des Einsteiger-Chips läuft das System des Galaxy A5 an sich absolut flüssig. Es läuft sogar zum Teil minimal schneller als auf einem Galaxy Note Edge, da dieses deutlich mehr Pixel verarbeiten muss. Hier und da lädt das A5 Apps wie die Kamera ein wenig langsamer, was aber zu verschmerzen ist. Daran sieht man sehr gut, wie Samsung sein Systems samt TouchWiz in der letzten Zeit optimiert hat, sodass es auch auf weniger leistungsstarken Geräten rund läuft.

Beim Laden größerer Anwendungen wie dem Spiel Dead Trigger 2 macht sich die niedrigere Leistung dann schon deutlicher bemerkbar. Ein paar Sekunden muss man beim Galaxy A5 länger warten, bis man auf Zombie-Jagd gehen kann. Beim Surfen oder Anschauen von Youtube-Videos machen sich wenn überhaupt wieder nur minimale Geschwindigkeitsunterschiede bemerkbar. In unserem Testvideo seht ihr einen direkten Geschwindigkeitsvergleich mit dem Note Edge.

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Beim Zocken selbst macht das Galaxy A5 trotz nur 1,2-GHz-CPU noch eine gute Figur, wenn man mit Abstrichen bei den Grafikdetails leben kann. Auf niedriger Auflösung waren alle grafisch aufwendigeren Spiele, die wir getestet haben, flüssig spielbar. Ausprobiert haben wir Asphalt 8, wie erwähnt Dead Trigger 2 und Dead Effect. Mit vollen Grafikdetails merkte man aber,  dass das Galaxy A5 doch untermotorisiert ist, wie auch die übliche Benchmark-Tests (von links nach rechts: AnTuTu, Geekbench 3, 3D Mark) zeigen. Beispielsweise war Dead Trigger 2 zwar nicht unspielbar, sodass man die Missionen nicht schafft, aber es wirkt doch alles etwas ruckelig. Bei weniger leistungsintensiven Games muss man sich aber keine Gedanken über die Performance machen.

Kommunikation

An Funktechniken stehen LTE Cat 4 mit Downloadraten von bis zu 150 MBit/s, UMTS samt HSPA+ mit bis zu 42,2 MBit/s, Bluetooth 4.0 (ANT+), WLAN 802.11a/b/g/n, Dual-Band-WiFi (2,4 und 5 GHz), HT40, WiFi Direct, NFC, USB 2.0 sowie GPS, Glonass und Beidou zur Verfügung. Das SIM-Kartenformat ist nanoSIM.  Gegebenenfalls müsst ihr euch also eine neue SIM-Karte holen, was mit Kosten verbunden sein kann. DLNA und MHL sind nicht unterstützt. An der Sprachqualität gab es nichts auszusetzen. Auch der Ton war beim Telefonieren laut genug.

Hier unser ausführlicher Video-Test zum Galaxy A5:

Kamera

Die rückseitige Kamera des Samsung Galaxy A5 löst mit 13 Megapixel auf. Die Hauptkamera schießt insgesamt ansehnliche Fotos und muss den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuen.

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Die Fotos sind allgemein etwas stärker belichtet als mit der 16-Megapixel-Kamera eines Galaxy Note 4 oder Edge. In Sachen Farben und Schärfe können sie nicht mit den High-End-Modellen von Samsung mithalten, wie man auch anhand von folgenden Testaufnahmen sehen kann. Die erste Aufnahme stammt vom A5. Wir haben die Aufnahmen übrigens im Hinblick auf die Ladezeiten etwas skaliert. Falls ihr die volle Auflösung sehen wollt, können wir die Bilder noch hochladen. In der Bildergalerie findet ihr weitere Schnappschüsse zum Vergleichen.

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Bei schlechten Lichtverhältnissen konnte die Knipse nicht überzeugen. Die Bilder sind mit der Automatik-Einstellung ziemlich dunkel geworden. Auch mit maximalen Belichtungswert waren die Fotos bei wenig Licht nicht beeindruckend. Allerdings muss man sagen, dass sich das Bildrauschen im Verhältnis im Maßen gehalten hat. Aufnahmen mit Blitzlicht waren leicht überbelichtet.

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Die Front-Cam schießt bei guten Lichtverhältnisse dank 5-Megapixel-Auflösung ebenfalls ansehnliche Fotos, die besser aussehen als bei einem Note 4 oder Note Edge. Das Bildformat ist bei maximaler Auflösung 4:3 mit 2576 mal 1932 Pixel. Bei weniger Licht produziert die Selfie-Kamera erstaunlicherweise auch deutliche hellere Bilder als die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, ein deutliches Bildrauschen stellt sich hier allerdings ein. Das erste Foto stammt von der Front-, das zweite von der Hauptkamera.

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An Features gibt es einen Selbstauslöser, den ihr per Sprache oder auch Winken aktivieren könnt. Zudem lassen sich per Schieberegler die Gesichter in Echtzeit „verschönern“, wonach ihr aber eher dem Schönheitsideal eines Aliens entsprecht. Ihr könnt die Wangen schmaler machen, die Augen vergrößern und das Gesicht retuschieren.

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Das Galaxy A5 macht beim Aufzeichnen von Videos eine solide Figur. Es nimmt Clips in Full-HD bei 30 Frames pro Sekunde auf und kann auch wie bei Fotos mit schönen Farben überzeugen. Einen optischen Bildstabilisator, der Verwackler ausgleicht, oder eine  Slow-Motion-Funktion gibt es aber beispielsweise nicht, womit es nicht ganz so schöne Videos produziert wie teurere Samsung-Smartphones.

Lautsprecher

Der Lautsprecher sitzt beim Galaxy A5 auf der Rückseite genau rechts neben der Kameralinse. Samsung hat wie üblich einen Monolautsprecher verbaut, der im Vergleich zu Stereolautsprechern nicht mithalten kann. Die Lautstärke und der Klang sind beim Abspielen von Musik aber in Ordnung und entsprechen ungefähr dem Note 4 oder Note Edge. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten.  Die Klingelton/Weckerlautstärke ist bei maximaler Einstellung wiederum etwas leiser als beispielsweise beim Note, aber noch gut zu hören.

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Akku

Der Akku hat beim Galaxy A5 eine Kapazität von 2.300 mAh. Im Alltag kamen wir mit einer Screen-On-Time von rund 6 Stunden stets gut über den Tag. Wer sein Handy seltener nutzt, schafft auch Locker zwei Tage. Beim Anschauen eines Youtube-Clips über WLAN kamen wir im Schnitt auf eine Laufzeit von rund 5 Stunden, was der Laufzeit eines Note Edge mit QHD-Display und 3000 mAh entspricht. Für ein Mittelklassegerät ist dies ein ordentlicher Wert. Beim Surfen über das WLAN-Netz mit voller Bildschirmhelligkeit hält das Galaxy A5 ebenfalls 5 Stunden durch. Beim Zocken mit gleicher Einstellung ging uns der Saft aber schon nach gut 3 Stunden und 20 Minuten aus. 

Im Vergleich mit der Konkurrenz hat das Galaxy A5 nicht die längste Akkulaufzeit, liegt aber dennoch noch knapp im oberen Drittel. Das Honor 6 hält mit seinen 3.200 mAh beispielsweise noch etwas länger durch.

Ist der Akku einmal leer, lässt er sich von 0 auf 100 Prozent in knapp über zwei Stunden aufladen. Der Nachteil beim Galaxy A5 gegenüber den üblichen Kunststoff-Smartphones von Samsung ist, dass der Akku aufgrund des Metallgehäuses nicht einfach ausgewechselt werden kann. Rein technisch gesehen ist ein Akkuwechsel möglich, allerdings muss man, um an die Batterie heranzukommen, das Display und die Platine ausbauen, was man eher einem Fachmann überlassen sollte. Daher wird euch ein Akkutausch beim Galaxy A5 definitiv teurer kommen, als bei allen anderen Samsung-Geräten, falls die Batterie irgendwann Mal an Leistung verliert oder komplett den Geist aufgibt.

Android 4.4 KitKat

Als Betriebssystem kommt noch Android 4.4 KitKat samt Samsungs typischer TouchWiz-Oberfläche zum Einsatz. An Features bietet das Galaxy A5 den vom S5 bekannten Ultra-Power-Saving-Modus, der äußert hilfreich ist, wenn euch mal der Saft ausgeht, ihr aber zumindest noch für einen Anruf erreichbar bleiben müsst. An Bord sind auch Multi Window, mit dem ihr zwei Apps im Split-Screen-Verfahren gleichzeitig auf dem Schirm anzeigen könnt. Das klappt allerdings nicht mit allen Apps, aber beispielsweise mit dem Browser, der Galerie  und Youtube. Samsungs Apps wie S Voice oder Quick Connect sind auch vorinstalliert.

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Im Gegensatz zum neuen Galaxy S6 hat Samsung seine Oberfläche beim A5 leider noch nicht verschlankt. Es packt viele eigene Apps sowie Anwendungen von Dritt-Anbietern mit auf das Telefon, die vermutlich nicht jeder nutzen wird, und erst einmal deinstallieren muss. Darunter die App Studio, Cewe Smartphoto, Pizza.de, HRS Hotels, kaufDA, Zalando, Die Welt, Auto Bild und Bild. Flipboard nimmt auch wieder den ganz linken Homescreen ein und kann offenbar nicht ohne Weiteres über den Anwendungsmanager deinstalliert werden. Wer die hartnäckigen System-Apps ganz loswerden will, braucht dann in der Regel Root-Rechte.

Preis & Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy A5 ist seit Mitte Januar zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 399 Euro in Deutschland erhältlich. Inzwischen gibt es das schwarze und weiße Modell schon für um die 320 Euro bei diversen Online-Shops zu kaufen. Die Farbvariationen Silber und Gold sind noch etwas teurer und schlagen mit durchschnittlichen 340 Euro zu Buche.

Fazit

Die Hardware des Samsung Galaxy A5 ist zu dem Preis sicherlich etwas überteuert. Andere Hersteller bieten diese oder sogar noch eine bessere Ausstattung schon für weniger Geld. Das Honor 6 hat beispielsweise einen 5-Zoll-Full-HD-Screen, eine deutlich schnellere CPU, einen stärkeren Akku und kostet nur 300 Euro. Auch das Wiko Getaway oder das Sony Xperia M4 Aqua bieten eine vergleichbare Hardware für weniger Geld.

Beim Design können sie aber allesamt nicht mit dem Galaxy A5 von Samsung mithalten. Zu empfehlen ist der Kauf demnach für alle, die etwas weniger Wert auf innere Werte legen und dafür lieber etwas besonderes in der Hand haben. Wer das neue und meiner Meinung nach richtig schicke und hochwertige Metalldesign von Samsung nicht zu schätzen weiß, der sollte besser ein anderes Gerät ins Auge fassen, denn beim Galaxy A5 zahlt man eben etwas mehr für das Aussehen als die Technik.

Dies soll aber nicht heißen, dass die Hardware des Galaxy A5 schlecht ist. Ganz im Gegenteil: Das System läuft flüssig, die 13-Megapixel-Kamera schießt tolle Fotos und auch die Akkulaufzeit ist ordentlich. Dafür gibt es beim A5 „nur“ ein HD-Display und bei grafisch aufwendiger Spielen merkt man dann doch bei voller Detailpracht, dass es dem A5 etwas an Power fehlt.

plussehr hochwertiges Design

plusgute Kamera

plusordentliche Akkulaufzeit

plusTouchWiz läuft flüssig

minusEinsteiger-Prozessor

minusKamera bei wenig Licht

minusBloatware

minusvergleichsweise teurer für seine Hardware

Hier unser ausführlicher Video-Test zum Galaxy A5:

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    1. lol, der ist definitiv schwer zu toppen :D Danke für den Hinweis! Jetzt macht die Kamera wieder das was sie soll ;) Gruß Christian

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