Studenten entwickeln handlichen Bass-Feuerlöscher

(Bild: George Mason University)

Ingenieure haben seit Jahren damit experimentiert, Flammen mittels Schallwellen zu löschen, doch es benötigte nun nur zwei Studenten, um das Konzept in ein erschwingliches und vor allem handliches Gerät zu verwandeln. Feuer mit Bass zu löschen könnte tatsächlich Zukunft haben und würde neue Einsatzmöglichkeiten erschließen.

Viet Tran und Seth Robertson, beides Studenten der George Mason University, haben in ihren Bass-Feuerlöscher-Prototypen 600 Dollar investiert, so die Universität. Ein Zylinder richtet niederfrequente Wellen auf einen bestimmten Punkt, während ein über die Schulter getragenes Gegenstück von etwa 10 Kilogramm Gewicht die Wellen erzeugt. Das Duo hat seine Idee bereits patentieren lassen und will sich im kommenden Jahr Gedanken darüber machen, wie der Bass-Feuerlöscher auf den Markt gebracht werden könnte.

Wie aus einem von der Universität produzierten Video hervor geht, spekuliert Tran darauf, das Gerät vor allem in der Küche einzusetzen, um Fettbrände oder dergleichen zu löschen. Doch auch futuristischere Anwendungsgebiete schweben den beiden Studenten vor:

„Ich könnte mir vorstellen, dass die Technik womöglich bei Schwarmrobotern zum Einsatz kommt – die damit [den Bass-Feuerlöschern] ausgerüsteten Drohnen könnten brennende Wälder oder sogar Gebäude überfliegen, um die Risiken für Menschen zu reduzieren.

Selbst auf der ISS oder in der Raumfahrt sieht Robertson die Erfindung: „Im All fliegt der Inhalt von Feuerlöschern überall umher. Doch die Schallwellen lassen sich ohne den Einfluss fehlender Gravitation auf ein Feuer richten.“

Tags :Quellen:George Mason UniversityVia:Gizmodo.com
  1. Könnte man stärkere Schallwellen nicht mit eine Fanfare die mit Druckluft betrieben wird erzeugen?
    Oder mit periodischen kleinen Explosionen eines Gas / Luft Gemisches?

    1. Dein Ernst?
      Es geht doch gerade darum das man erstens nur elektrische Energie und sonst keine Stoffe benötigt damit alles funktioniert und zweitens will man keine Stoffe wie sie zb. nach der Explosion bei deinem Gas/Luft Gemisch entstehen beim löschen „umherpusten“.

      Das mit den Drohnen ist eine echt geile Idee, eben weil sie nur elektrische Energie zum löschen benötigen würden und somit relativ viel Feuer bekämpfen könnten ohne gleich viel Wasser transportieren zu müssen.

      1. Was ist kleiner, leichter, mobiler:
        Kleine Druckflasche mit Pressluft oder Gas und ein nur 5 cm flacher Schallwandler mit geeigneten Durchmesser?
        Oder Stromversorgung, Signalgenerator, Verstärker, Bass- Lautsprecher und Schallhorn?

        Und es gibt bereits aus der Schweiz, hocheffiziente hitec Wassernebel- Kanonen.

  2. Da sind ja richtige Fachkräfte am Werk.
    Die beiden haben sich bestimmt auch Gedanken gemacht wie das Rückzünden hochtemperierter Öle und Fette bei einem Fettbrand durch den Schall verhindert wird ?
    Nur weil die Flamme weg ist, heißt das noch lange nicht das auch die Reaktion gestoppt ist. Solange Sauerstoff da ist, geht das munter weiter.
    Das wird leider nichts mit der Boombox…

    1. Eventuell dachten die, wie beim Löschen von brennenden Ölquellen mit Explosionen.
      Aber auch da muss vorab mit Wasser ordentlich abgekühlt werden.

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