Pebble nimmt 20 Millionen US-Dollar über Kickstarter ein

(Bild: Pebble)

Das hat es noch nie gegeben: Per Crowdfunding auf Kickstarter konnten für die Pebble Time und die Pebble Time Steel mehr als 20 Millionen US-Dollar eingenommen werden. Eigentlich hatte Pebble nur 500.000 US-Dollar benötigt, um die Smartwatch mit Farbdisplay bauen zu können.

Pebble Time Steel

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Pebble Time Steel

Genau 78.471 Unterstützer haben Pebble 20.338.986 Dollar zugesagt, wenn die neuen Smartwatches mit Colordisplay gebaut werden. Die Finanzierung per Crowd gehört bei Pebble zum Gründungsmythos. Schon 2012 wurde die Herstellung der ersten Uhr des Unternehmens so finanziert.

Aus Pebble ist mittlerweile ein richtiges Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern geworden. Außerdem hat Pebble 26 Millionen Dollar Wagniskapital erhalten. Dass es für die Pebble Time – seine erste Smartwatch mit Farbdisplay – erneut Kickstarter nutzte, dürfte aus Marketing-Erwägungen geschehen sein. Den bisherigen Kickstarter-Rekordbetrag von 13,4 Millionen Dollar des “Coolest Cooler” toppte es Anfang des Monats.

In den einmonatigen Finanzierungszeitraum fiel auch die Präsentation der Apple Watch. Im Anschluss soll sich der Zulauf neuer Förderer der Pebble Time in etwa verdoppelt haben.

Die Uhr soll regulär für 199 Dollar auf den Markt kommen, aber die Schwarmfinanzierer zahlen je nach Förderstufe ab 159 Dollar. Sie nutzt ein farbiges E-Paper mit erheblich geringerem Stromverbrauch als bei anderen Displays. Wie schon bei seinen bisherigen Modellen kann Pebble daher eine Akkulaufzeit von rund einer Woche versprechen und lässt in dieser Hinsicht den Mitbewerb weit hinter sich.

Neu ist neben der Farbanzeige ein eingebautes Mikrofon, das dem Nutzer erlaubt, Sprachnachrichten zu versenden oder Sprachnotizen zu erstellen. Unter Android verspricht der Hersteller Kompatibilität zu hunderten Apps, darunter SMS, Hangouts, Gmail, Facebook Messenger und Whatsapp. Unter iOS beschränkt sich die Nutzung vorerst auf Gmail.

Die Pebble Time ist wasserdicht, sie kann beim Schwimmen und unter der Dusche anbehalten werden. Sie wird über seitliche Knöpfe und nicht etwa per Touchscreen bedient. Auch ein Vibrationsalarm ist enthalten. Für die Oberfläche gibt es einen neuen Präsentationsmodus namens Timeline, der die jüngsten Benachrichtigungen in chronologischer Reihenfolge enthält, aber auch die nächsten anstehenden Termine. Neben Benachrichtigungen sind Fitness-Tracking und Steuerung der Musik-Abspielsoftware auf dem Smartphone die Kernfunktionen. Zu den App-Partnern für die Pebble Time zählen Evernote, GoPro, Runkeeper, Paypal, The Weather Channel und Yelp.

Mit bis Ende 2014 über einer Million verkauften Smartwatches ist Pebble wohl Marktführer vor Samsung, das angeblich 800.000 Galaxy-Gear-Smartwatches ausgeliefert hat. Außerdem expandiert der Smartwatch-Pionier international und bietet seine Computeruhren jetzt auch offiziell in Deutschland an.

Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat der Hersteller zusätzlich eine Edelstahlausführung der Pebble Time angekündigt, die 100 Dollar mehr kostet. Wie die Kunststoffversion kann sie auf ihrem dauerhaft aktiven E-Paper-Display 64 Farben mit hohem Kontrast darstellen. Pebble stellt außerdem eine nochmals verbesserte Akkulaufzeit heraus: Mit einer Ladung soll die Uhr nun bis zu 10 Tage durchhalten, während das Standardmodell rund eine Woche schafft.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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