Surface 3: Das beste Tablet könnte von Microsoft kommen [Kommentar]

(Bild: Youtube.com)

In meinen Augen zählt die Surface-Linie zu Microsofts besten Weiterentwicklungen der vergangenen Jahre. Heute hat das US-Unternehmen mit dem Surface 3 ein günstigeres Oberklasse-Tablet vorgestellt. Wenn Microsoft die Marketing-Maschine nun richtig bedient, könnte das Surface 3 mitunter das beste Tablet für 2015 werden.

Seit knapp zwei Jahren bin ich bei Gizmodo für das Testen von Surface-Produkten zuständig. Und mit jedem neuen Device hat mich Microsoft steht’s etwas mehr positiv überrascht. Vergangenes Jahr bekam das Surface Pro 3 als erstes Surface die vollen fünf von fünf Sternen in unserem Ranking.

Grund für meine Begeisterung rund um Microsofts Surface ist letztendlich der Versuch mehr aus einem Tablet zu machen und doch keinen schweren Laptop mit sich herumzuschleppen. In dem Business der 2-in-1 Convertibles ist Microsoft meiner Meinung nach mittlerweile so gut geworden, dass sowohl Größe, Hardware, Design und Verarbeitung in der absoluten Oberklasse spielen.

Ein kurzer Überblick zum Surface 3

Heute ereilte uns über eine Pressemitteilung die Nachricht, dass es zum 7. Mai ein Surface 3 in Deutschland geben würde. Design, Funktionalität und Umfang wurden an das Surface Pro 3 angepasst. Größter Unterschied ist jedoch der Preis beim Surface 3, der gerade einmal bei 599 Euro anfängt.

(Bild: Microsoft)

Hardwareseitig kommt beim Microsoft Surface 3 ein Quad-Core Prozessor von Intel (AtomTM x7-Z8700) zum Einsatz. In der kostengünstigsten Variante des Convertible finden sich zudem zwei Gigabyte RAM und eine SSD mit 64 Gigabyte. Wer mehr Arbeitsspeicher und internen Speicher benötigt, zahlt für vier Gigabyte RAM und 128 GB SSD jedoch auch gleich 719 Euro. Zudem bietet Microsoft noch jeweils zwei Varianten für LTE an, hier wurden allerdings noch keine Preise bekannt gegeben.

Der Bildschirm ist mit 10,8 Zoll etwas kleiner ausgefallen, als beim Surface Pro 3. Jedoch dürfte das verbaute ClearType Full HD Display mit einer Auflösung von 1920 mal 1280 Pixel für eine ordentliche Schärfe sorgen.

Schon 2013 schnitt das Surface Pro 2 gut ab

In Bezug auf den Akku will Microsoft beim Surface 3 einen Allrounder für den ganzen Tag geschaffen haben. Bei reiner Videowiedergabe kommt man laut Herstellerangaben auf ganze 10 Stunden, was in meinen Augen einen fantastischen Wert darstellt. Zusätzlich hat Microsoft nun endlich den proprietären Ladestecker durch einen Micro-USB ersetzt. Und auch das Gewicht von gerade einmal 622 Gramm ist für ein Surface-Tablet außergewöhnlich. Microsofts sonst so schwere Convertibles bekommen mit dem Surface 3 endlich einen leichteren Bruder. Und das wird in erster Linie Nutzer erfreuen, die ihr Surface häufig als Tablet nutzen.

Auch die Dicke des Surface 3 ist im Vergleich zum Surface Pro 3 nochmals geschrumpft. So kommt das neue Modell gerade einmal auf 8,7 Millimeter und spart sich vier Millimeter gegenüber dem Pro-Modell.

Neben einer üppigen Auswahl an Anschlüssen, Zubehör wie Stiften oder Touch- und Typecovern, bietet Microsoft auch noch ein Jahresabo von Office 365 Personal. Was mich jedoch vielmehr begeistert ist die Tatsache, dass Microsoft seinem kostengünstigerem Surface 3 nun endlich eine Vollversion von Windows 8.1 spendiert hat – kein Windows RT mehr, keine Einschränkung bei der Nutzung. Ein kostenloses Update auf Windows 10 soll problemlos möglich sein.

(Bild: Microsoft)

Gehört die Tablet-Zukunft Microsoft?

Zwar bin ich nicht immer ein Microsoft-Unterstützer, doch eben ein absoluter Surface-Verfechter. Ich hatte mich bereits vergangenes Jahr in das Surface Pro 3 verliebt und hätte es mir wahrscheinlich auch persönlich gekauft, wäre da nicht der überdimensionierte Preis im Raum gestanden.

Das neue Surface 3 darf aber mit meinem vollem Interesse rechnen. Microsoft hat es anscheinend (endlich) geschafft meine Bedürfnisse zu stillen und ein rundum solides Convertible präsentiert, welches ich mir schon eher leisten kann, welches ich privat und geschäftlich nutzen kann, welches mich vom Design, Größe und Gewicht anspricht und welches dank einer repräsentativen Hardware auch meinen Anforderungen gerecht werden könnte.

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Und ich denke, dass ich nicht der Einzige bin, der darauf gewartet hat. Wie oft habe ich hören müssen, dass die älteren Surface (Pro) Modelle zu dick oder zu schwer waren, preislich außer Frage standen oder einfach seitens Hardware und Betriebssystem nicht in Frage kommen.

Microsoft hat so viel Potential bis zum Surface Pro 3 verschenkt und das könnte das US-Unternehmen nun mit einem Schlag wieder mit dem Surface 3 reinholen. Die Nachfrage nach einem voll funktionsfähigem Convertible wäre da, Studenten und Arbeitstätige mit normalem Geldbeutel wollen mobil sein und ein kleines Device mit allen nötigen Funktionen nutzen. Drückt Microsoft im Idealfall noch den Einstiegspreis für das Surface 3 auf 499 Euro, dann könnte dieses Convertible der erste echte Kassenschlager der Redmonder werden.

Microsoft muss es jetzt nur schaffen das Surface 3 auch so zu vermarkten. Dann bekommen sie nicht nur in meinem Test eine gute Bewertung, sondern könnten auch weltweit wieder viele Kunden zurückgewinnen.

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    1. Für LTE, reicht ein LTE Handy in der Tasche, mit Tethering Funktion voll aus.
      Es wandelt LTE- Internet zu privaten WLAN um.
      Funktioniert hier bestens seit Jahren. Führer mit HSDPA, ab 2015 mit LTE.

      Nur eingebautes LTE alleine, rechtfertigt also nicht einen Neukauf.

      1. Woher immer alle wissen wollen, was für _jeden_ richtig ist?! Für den, der den ganzen Tag unterwegs ist, rechtfertigt sich ein Neukauf sehr wohl! Den ohnehin knappen Akku des Smartphones für’s Tablet-surfen leerzuziehen, mit dem man Kunden anrufen will ist nicht richtig schlau. Für andere mag’s problemlos sein …

    2. Der war gut! Hätte es einen Core M Prozessor gehabt, dann vielleicht. Aber so?

      Billige ATOM Serie mit eMMC Storage, LTE ist in einigen X5/X7 eingebaut und damit dann von Intel und nicht Qualcomm oder anderen etablierten Anbietern.

      Stift, Tastatur und Dock kosten extra und sind auch dann nicht günstig.

      Das Teil ist gut 100€ zu teuer. Die 300€ Marke für 1080p Displays mit schnellerer ATOM Serie wurde schon vor über 12 Monaten unterboten.

  1. Oh mein Gott, ich bin begeistert.
    Endlich reagiert Microsoft auf die beiden größten Probleme vom Surface … der Preis und das fehlende Mobile Internet.

  2. Das „MS Surface“ Klapp- Konzept hatte / hat sehr gute Ergonomie für Arbeiten unterwegs,
    in vielen möglichen Einsatzbedingungen.
    Dabei ist es Notebooks und Konvertiblen überlegen.

    1. Ah ja. Als Tablet hat mich die Größe, die Akkulaufzeit, das Gewicht und der Preis nicht überzeugt bei drei Geräten; ein Notebook kann man auf dem Schoß verwenden. Zudem hatten besagte drei Geräte einen deutlichen Helligkeitsabfall zum unteren Rand, und dann ist da noch der feste Akku. Etc, pp.

  3. Das Problem ist wohl viel eher die Mangelnde Leistung. Ein Atom ? Mit Desktopbetriebsystem ?
    Kann man damit denn mehr machen als Webseiten quälend langsam ansehen ?
    Nicht mal der Ram ist irgendwie ansatzweise ausreichend für die meisten Desktop Applikationen.

    1. Man kann mit 1GB eine Menge Webseiten flott öffnen. Gleich ob Metro-Browser, Full-Desktop IE oder Chrome. Unter Windows 8.1

      Mit 2GB kann man auch schon sehr gut parallel mit Windows Apps flott arbeiten.

      Unterwegs mit OneNote und Chrome mit z.B. dem 8Zoll Atom 3740 von Asus als Note 8 lief es wunderbar mit Wacom Stifteingabe.

      4 und 8GB sind eher für umfangreiche Apps gedacht und dafür nimmt man ein größeres Core i5 Tablet und ein größeres Display.

    1. Doch, aber der Stift kostet noch einmal 60€. Völlig unverständlich, weil nicht einmal eine Tastatur im Lieferumfang ist (noch einmal 150€).

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