ARC: Android-Apps werden auf den Desktop gebracht

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Ein Tool für Android-App-Entwickler erlaubt das Portieren der Software zu Chrome OS. Die Anwendungen können dann auch im Chrome Web Store angeboten werden. Durch Googles Native-Client-Erweiterung "App Runtime for Chrome" (ARC) sollen die Apps mit nahezu nativer Geschwindigkeit laufen.

Gut möglich, dass das Vorhaben dem Ein oder Anderen bekannt vorkommt, schließlich gab Google diesen Schritt schon auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Google I/O 2014 bekannt. Tatsächlich wurden im darauffolgenden September auch erste Android-Apps für Chromebooks verfügbar, beispielsweise Evernote oder Twitters Videoanwendung Vine. Sie entstanden durch eine enge Zusammenarbeit Googles mit den einzelnen Entwicklern. In den darauf folgenden Monaten folgten etwa 30 weitere Anwendungen durch eine „ausgewählte Gruppe von Android-Entwicklern“.

Obwohl ARC noch immer in der Betaphase ist, will Google jetzt offenbar die Portierung weiterer Android-Apps stark beschleunigen und lädt zur Developer Preview von ARC ein. Mit der App ARC Welder erhalten die Entwickler ein Hilfsmittel, um die APK-Datei ihrer Anwendung zu testen. Mit der Installation von ARC Welder erfolgt zugleich der Download des ARC-Plug-ins. Wenn ihre Lauffähigkeit gesichert ist, können APK-Dateien in ein ZIP-Archiv exportiert werden, zwecks Einreichung im Chrome Web Store.

Die Überprüfung mit ARC Welder ist unter anderem erforderlich, weil Android-Software das Vorhandensein bestimmter Hardwarekomponenten voraussetzen kann, über die ein Gerät mit Chrome OS vielleicht nicht verfügt – etwa GPS oder andere Sensoren. Auch könnte eine zusätzliche Unterstützung von Tastaturbefehlen und Mauseingaben sinnvoll sein. Google empfiehlt den Entwicklern, das reibungslose Funktionieren ihrer App mit Chromebooks sicherzustellen, die über Display mit oder ohne Touch verfügen.

Da bislang nur wenige Entwickler die Native-Client-Technologie für die Entwicklung echter Chrome-Apps nutzten, setzt Google jetzt offenbar auf die Portierung von Android-Apps, um für eine größere Vielfalt von Anwendungen zu sorgen. Diese Rechnung könnte aufgehen, meint ZDNet.com-Autor Kevin Tofel und verweist dazu auf eine eigene Erfahrung. Schon als die ARC-Beta erstmals öffentlich wurde, setzte er ein Tool zur Konvertierung von Skype for Android auf sein eigenes Chromebook ein. “Die Software hat über Monate hinweg tadellos gearbeitet und mein Chrome-OS-Notebook um ein sehr nützliches Feature bereichert”, berichtet er.

Via:Bernd Kling, ZDNet.de

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