Virtual Reality – Die Zukunft der Masturbation? [Kommentar]

(Bild: Gizmodo.com)

Pornografie gehört mittlerweile zum akzeptierten Standard in unserer Gesellschaft. Doch so befriedigend Masturbation auch sein kann, sie bietet keine gleichwertige Lösung zum Geschlechtsverkehr. Können das Virtual Reality Brillen in Zukunft lösen?

Wir haben so ziemlich alle aktuellen VR-Brillen erst neulich ausgiebig verglichen. Dabei war vor allem ein Fazit spürbar: Virtual Reality Brillen werden ein großes Ding – irgendwann.

Seit der ersten Oculus Rift hat sich so viel getan und mittlerweile kann die Konkurrenz von Samsung Gear VR, Google und auch kleineren Herstellern wie Durovis echt überzeugen.

VR-Brillen können mittlerweile so sehr überzeugen, dass die vielversprechende Konkurrenz in Form der HTC Vive und der Microsoft HoloLens eine äußerst spannende Zukunft verspricht. Eine Zukunft in der es keine Grenzen mehr geben könnte, welche die Entfaltung der eigenen Fantasien beschränken.

Bis dahin vergeht sicherlich noch etwas Zeit, vielleicht sogar mehr Zeit als uns lieb ist. Doch die Virtual Reality ist bereits da und wird uns irgendwann einen neuen Level der Unterhaltung bescheren.

Der große Schritt für die Pornografie

Heute können wir schon via VR-Brille in einige Spielwelten abtauchen und Videoclips ansehen. Doch es gibt auch noch eine milliardenschwere Industrie, die bereits jetzt auf die Entwicklungen von Oculus und Co. setzt. Diese Industrie heißt Pornographie. In den Zeiten des Internets hat sich an „sex sells“ nichts geändert. Gerade weil nackte Körper und erotische Clips heutzutage omnipräsent sind, hat es die Porno-Industrie fast geschafft salonfähig zu werden. Jeder tut es, jeder braucht die körperliche Befriedigung, nicht jeder hat einen Partner mit dem er alle Fantasien ausleben kann.

Und wo die Pornografie für Viele die Lösung ihrer sexuellen Lüste bedeutet, kann sie uns doch immer noch nicht vollkommen überzeugen. Pornos finden hinter einem Display statt, sind zweidimensional und zwingen uns trotzdem noch selbst Hand anzulegen.

Doch dieses Problem könnte bald der Vergangenheit angehören. Der Porno könnte uns, dank der VR-Brille, eine ähnliche grenzenlose Entfaltung der eigenen Fantasien bieten – eben sexueller Art.

Dieser sehr lustige Clip zeigt uns, was schon heute mit VR-Porn möglich sein kann. Und auch wenn die älteren Herrschaften im Video nicht immer begeistert sind, sie wissen genau wo sie hinsehen müssen, um durch ihre VR-Brille die entscheidenden Stellen eines Pornos zu betrachten.

Für solch eine Aktion sollen die ersten seriellen Produkte bereits zum Jahreswechsel 2015/2016 auf den Markt kommen. Zukunftsmusik also? Mitnichten. Sony, Facebook und die Kooperation aus HTC und Valve stehen in den Startlöchern, denn die Zielgruppe hungert seit der ersten Oculus Rift sehr nach einer preisgünstigen und nutzbaren virtuellen Realität.

Das Angebot aus Applikationen und Spielen für VR-Brillen wächst immer rasanter. Bei meinem Testbericht zur Durovis Dive hatte ich noch vergangenes Jahr die schlechte Auswahl an Spielen bemängelt. Sehe ich heute auf die Homepage von Durovis, so finde ich zahlreiche Möglichkeiten in die virtuelle Realität eintauchen zu können.

Und auch das Angebot an Pornografie für Virtual Reality Brillen wächst, übertrieben gesagt, fast stündlich. Einer der vielversprechensten Anbieter dürfte zur Zeit VirtualRealPorn sein. Die Webseite bietet eine Bezahloption zum Download unzähliger erotischer Filmchen an. Noch interessanter ist jedoch die Auswahl an kompatiblen VR-Brillen. Neben vielen Kickstarter-Entwicklungen findet sich hier beispielsweise auch die eben erwähnte Durovis Dive.

Rein auf einer visuellen Ebene kann die Porno-Industrie also schon heute ihre Kunden befriedigen. Übriges sollen spezielle „Spielzeuge“, wie der Vstroker, erledigen. Die volle Kontrolle über die eigenen Sex-Fantasien könnte das Erfolgskonzept moderner Pornografie sein – und das hätte auch viele positive Aspekte.

Überspitzen wir das ganze also kurz und sagen: VR-Pornos können schon bald ihre Kunden voll und ganz befriedigen. Jede Fantasie kann ausgelebt werden und das zu einem sehr günstigen Preis. Sehen wir das als Status Quo, dann könnten viele Seiten davon profitieren. Die (illegale) Prostitution könnte schrumpfen, Geschlechtskrankheiten würden weniger oft übertragen werden und merkwürdige Fetische könnten ausgeübt werden, ohne dass ein reeller Gegenüber die leidtragende Person sein muss. Und das alles nur dank einer perfekten Imitation durch VR-Brillen. Sicherlich, alles nur Spekulation, aber hätte das nicht etwas Gutes?

VR-Sex mit echten Menschen

Oder nehmen wir noch als Beispiel virtuelle Spielwiesen wie „3DXChat„. Hier können User ihre Fantasien nicht nur via VR-Brille und passendem Spielzeug ausleben, sondern befinden sich in einer Art Online-Rollenspiel für Erwachsene. Vom heißen Flirt, über erotisches Knutschen, bis hin zur ausgelassenen Orgie sind den Spielern keine Grenzen gesetzt.

Neben Pornofilmen könnte hier eine ganze neue Industrie emporschießen. Das Spiel „Red Light Center“ für die VR-Brille der Firma Utherverse etwa wird 40 Millionen US-Dollar kosten, ein Betrag, den wir sonst nur von erstklassigen Konsolengames kennen.

Ein Ausblick

Schafft es die Pornografie also die VR-Brille zu erobern, so könnten Millionen an Umsatz generiert werden und Millionen an Menschen der Virtual Reality Tür und Tor zum Mainstream öffnen. Sicherlich eine rosige Zukunft, doch einige Aspekte müssen bis dahin gelöst werden.

Wie wird also in Zukunft Prävention geleistet, um die Nutzer der Virtual Reality nicht in die Einsamkeit und Abschottung rutschen zu lassen? Wie kann verhindert werden, dass die VR-Brille keine Suchtgefahr darstellt, verzerrte Schönheitsideale aufkommen lässt oder gar als Beziehungshemmer heranwächst? Und welche Grenzen muss es geben, damit jene Frauen und Männer, die Teil der Sexindustrie sind, ausreichend vor Ausbeutung und moderner Versklavung geschützt sind?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann ich eine Zukunft des VR-Porns nur befürworten. Bis dahin bleibt es eine spannende Entwicklung, die wir aber nicht allzu euphorisch betrachten sollten.

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  1. Szenario:
    Als Erstes dürfte das System in Sex-Shops / Kinos Einsatz finden.
    Der Probant entrichtet eine Gebühr am Automaten,
    und schließt sich in einer Kabine ein.
    Dort sucht der sich sein 3D Video aus den Sparten: hetero, schwul, sonstiges, oder Fetisch aus…
    Über VR- Brille in 4K Bildauflösung lässt der sich visuel und akustisch stimulieren, um zu seinen Vergnügen zu gelangen.
    Mach Ablauf der bezahlten Zeit ertönt die Aufforderung Münzen nachzuwerfen.
    Sonst öffnet sich nach einer Minute die Kabinentür automatisch.

    Als Nähstes wäre Einsatz in Automaten- Spielhallen denkbar, in ab 18 Jahre Bereichen.

    Ein grosser Markt!

    1. @Marco,
      unterstelltes Interesse ist nur deine unbegründete Mutmaßung.

      Wollte damit nur den Gizmodo Lesern/inen ein lustiges Kopfkino bereiten…
      Und denke es ist gelungen.

  2. Oh man, wie als ob daran etwas verwehrflich wäre. Da ist Marco wohl eher die Schamesröte ins Gesicht gesprungen als er erkannte was so alles möglich damit wäre. Was bringt denn falsche Scham? Jeder schaut Erotik… jeder.
    P.s. Und wenn jetzt jemand schreibt: „Ich nicht !“ dann ist das entweder gelogen oder derjenige ist verklemmt.

    1. „Da ist Marco wohl eher die Schamesröte ins Gesicht gesprungen als er erkannte was so alles möglich damit wäre.“
      Klar, sicher, anders gar nicht. Mal ehrlich, wer will solchen Unfug, wenn er eine echte Frau hat? Keine Ahnung, wie das bei euch abläuft? Egal, ich will’s gar nicht wissen!

      1. Wieso sollte das eine das andere auschließen? Ok, im Falle von VR ist das dann wirklich nur noch für eine Person… aber im Allgemeinen macht das auch zu zweit Spaß. Und wenn die Technik weiter vorran geschritten ist, so das sie nur noch so groß wie eine normale Brille ist, wäre es doch auch spannend mal an einem virtuellen Ort mit dem physich vorhandenen Partner z.B. auf dem Mond zu interagieren. Da fällt mir spontan schon so viel ein was man da alles machen könnte, das ich hier nen Roman schreiben müsste um das alles aufzuzuählen.

        1. Stimmt auch wieder, aber da mache ich mir noch keine Gedanken darüber, der normale reicht mir erst mal. ;-)

        1. Na klar, rede dir das nur ein. Glücklich füllen, sicher sicher. Sieh es ein, deine Schwäche ist verdammt groß.

    1. Gizmodo nutzt einen Autofilter der auf bestimmte Wörter radikal reagiert.
      Intelligente Korrelation zum Kontext kann der Autofilter nicht.
      Bin selbst auch einige male so automatisch zensiert worden…

      1. Ja der Filter ist mir auch schon einige male sauer aufgestoßen… da schreibt man nen kleinen Roman und dann stört sich eben selbiger an einem Wort. Ärgerlich. Mich würde interresieren ob es sich denn überhaupt lohnt.

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