Ion: Durchdachtes Kickstarter-Kartenspiel vereint Chemie und Spaß

(Bild: Genius Games)

Nerds lieben Spiele... und Wissenschaft. Und da erwiesenermaßen Lernen mit Freude leichter von der Hand geht, hat John Coveyou von Genius Games das Kartenspiel "Ion" auf Kickstarter präsentiert, das bereits nach wenigen Stunden sein Finanzierungsziel erreicht hat. Obendrein bietet es eines der liebenswürdigsten Projekt-Videos, das man finden kann.

“Warum Chemie büffeln, wenn man mit ihr spielen kann?”, dachte sich der Chemie-Lehrer John Coveyou, Gründer von Genius Games, bei der Entwicklung des Kartenspiels Ion. Zwei bis sieben Spieler können an dem Spiel teilnehmen und gleichzeitig etwas über Elemente, ionische Bindungen und Stoffe aus dem Alltag lernen.

Coveyou ist kein Anfänger mehr, was auf Wissenschaft basierende Spiele angeht. Bereits zwei andere Projekte konnte er dank Kickstarter erfolgreich umsetzen. Eines davon, das DNA-Kartenspiel “Linkage”, schaffte es sogar im Popular Science Magazine in die Liste der “Top 10 Things from Febuary 2015”. Auch Tester sind von seinen Spielen angetan. Das andere, “Peptide: A Protein Building Game” wird im Sommer erhältlich sein.

Das Spielprinzip von Ion

In Ion verfügen alle Spieler über acht Karten und drei Aktions-Marken. Sie wählen eine dieser Karten aus und überreichen den Rest dem linken Spieler, während sie die gleiche Kartenzahl vom rechten Spieler in Empfang nehmen. Die ausgewählten Elemente müssen entweder (1) mit einem anderen Ion der gegensätzlichen Ladung verbunden werden oder (2) für sich alleine stehen, können aber nicht wieder ausgetauscht werden, sobald sie gelegt wurden. Die Spieler zählen nun die Punkte der Karten oder Verbindungen, deren Ladungen nun ausbalanciert sind.

Positiv geladenes Natrium (Na+) verbindet sich beispielsweise mit negativ geladenen Chlorid (Cl-) und bildet das neutrale NaCl, dessen Punkte gezählt werden dürfen. Jedes nicht verbundene NA+ oder Cl- wiederum wird nicht gezählt. Bestimmte Ziel-Stoff-Karten werden jede Runde zufällig verteilt, um welche die Spieler kämpfen müssen. Dies bedeutet, das auch auf die Züge der Mitspieler geachtet werden muss. Darüber hinaus erlauben die drei Aktions-Marken, einmalig zwei Karten zu legen, eine zusätzliche Karte in der Spielmitte auszuwählen und in den eigenen Spielbereich zu bewegen, usw.

Die Kampagne läuft noch bis zum 7. Mai und wurde bei Überschreiten weiterer Finanzierungsziele um zusätziche Elemente wie Edelgase erweitert – tatsächlich erhielt das Spiel bereits so viel Unterstützung, dass der volle erdachte Umfang umgesetzt werden kann. Wen das noch nicht von Ion überzeugt, sollte sich wenigstens das drollige Projekt-Video ansehen, welches noch einmal ganz genau vor Augen führt, warum das Kartenspiel der optimale Kompromiss zwischen Bücherwälzen und Herumexperimentieren ist. ;)

 

 

 

Tags :Quellen:Ion auf Kickstarter

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