Test: Samsung Galaxy S6 (Edge) – So schön! [Video]

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Eigentlich behauptet Samsung schon immer von sich, überragende Smartphones zu produzieren. Mich konnten sie - abgesehen von der Note-Reihe - nie begeistern. Anders das Samsung Galaxy S6 Edge. Was für ein Wahnsinns-Smartphone! Warum ich derart aus dem Häuschen bin und ihr mit dem Samsung Galaxy S6 und Samsung Galaxy S6 Edge das beste Android-Phone bekommt, erfahrt ihr hier im Test und im Video.

Samsung Galaxy S6 Edge

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Samsung Galaxy S6 (schwarz) und Samsung Galaxy S6 Edge (weiß) im Vergleich

Erst einmal vorneweg: Die zwei Smartphones Samsung Galaxy S6 und Samsung Galaxy S6 Edge sind, außer dem gebogenen Display und ein paar weiteren Kleinigkeiten, quasi  identisch. Deswegen gilt dieser Test auch für beide Geräte, die ich zusammen Samsung Galaxy S6 (Edge) nenne. Bei anderer Nennung sind die Geräte auch einzeln gemeint.

Alles auf Null

Während der Entwicklung gab Samsung dem Galaxy S6 (Edge) den Codenamen „Project Zero“. Das ließ bereits erahnen, dass Samsung mit einem Neustart vieles besser machen will. Denn auch, wenn das Samsung Galaxy S5 ein gutes Smartphone war, den selbstauferlegten Anspruch eines Überfliegers erfüllte es nicht.

Das lag in erster Linie an der Verarbeitungsqualität, die so gar nicht zum Premium-Stempel passen wollte. DIe Galaxy Reihe war immer stabil, keine Frage. Aber der übermäßige Polycarbonat-Einsatz fühlte sich eher nach Fiat als nach Maserati an. Nicht so beim Samsung dem Galaxy S6 (Edge).

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Design & Verarbeitung

Was für ein Prachtstück! Das Samsung Galaxy S6 (Edge) kommt vorne wie hinten mit einer Gorilla Glas 4 Schicht. Die vierte Generation dieser Beschichtung soll noch widerstandsfähiger gegenüber Stürzen und Kratzern sein. Dennoch hatte ich nach nur drei Tagen Nutzung einen deutlichen Kratzer auf der Frontscheibe. Nun gut, damit muss wohl jeder rechnen, der sein Handy ohne Schutzfolie nutzt.

Der Rahmen besteht aus Metall. Die Knöpfe für laut und leise sowie der On- / Off-Button besitzen einen perfekten Druckpunkt. An der oberen Seite findet sich neben dem Mikrofon, um beim Telefonieren die Umgebungsgeräusche zu filtern, außerdem eine Infrarot-Schnittstelle und der Einschub für die SIM-Karte.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Auf der unteren Seite – die übrigens frappierend an die Designsprache des iPhone 6 erinnert – finden sich der Micro-USB-Port, ein Klinkeneingang für Kopfhörer sowie ein Lautsprechergrill mit Mikrofon. Am Rahmen fallen oben und unten auch die je zwei grauen Plastikstreifen auf, die das Metall unterbrechen. Vermutlich um einen besseren Empfang zu gewährleisten.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Einen Micro-SD-Katenslot gibt es beim Galaxy S6 (Edge) im Gegensatz zu den Vorgängern nicht. Viele Samsung-Fans sind deswegen richtig sauer. Samsung selbst argumentiert damit, dass sie eine gleichmäßig hohe Performance garantieren und sich nicht durch eventuell langsame Micro-SD-Karten ausbremsen lassen wollen. Ich vermute jedoch, dass Kostengründe zu dieser Rationalisierung führten.

Über die Frontseite ist das Galaxy S6 (Edge) sofort als Samsung-Smartphone zu erkennen. Zum einen aufgrund des Logos über dem Display, aber auch wegen des markanten Home-Buttons, der sich traditionell unter dem Display befindet. Nicht optimal: Der Home-Button steht diesmal einen halben Millimeter hervor. Wenn das Gerät auf dem Gesicht liegt, betätigt man den Home-Button wenn man auf den Rücken drückt. Kamera, Näherungssensor und ein Lautsprechergrill finden sich auf der Frontseite natürlich auch noch.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Richtig gut ist diesmal der Fingerabdruckscanner gelungen. Musste man bei den Vorgängern noch sehr bewusst und genau über den Home-Button streichen, damit der Fingerabdruck erkannt wird, genügt es diesmal ähnlich wie beim iPhone den Finger darauf zu legen.

Damit katapultiert sich der Fingerabdruckscanner an die Spitze aller Android-Geräte. Der Scanner im Huawei Mate 7 ist zwar auch nicht schlecht, allerdings finde ich die Positionierung am Rücken des Geräts nicht perfekt.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

In der oberen Mitte der Rückseite prangt dominant das Kameramodul. Leider steht es stolze 1,4 Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Das könnten einige als störend empfinden. Neben der Kamera befinden sich der LED-Blitz sowie der Herzfrequenzmesser.

Einen weiteren Punkt nehmen viele Samsung übel: Das erste Mal kann man bei der Galaxy Reihe die Rückseite nicht abnehmen und damit den Akku nicht mit einem Handgriff tauschen. Für mich nicht unbedingt ein Nachteil. Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass ich ohnehin ein außergewöhnliches Design einem wechselbaren Akku vorziehe.

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Alles in allem bietet das Samsung Galaxy S6 (Edge) ein außergewöhnliches Design, an dem mich vor allem die kleinen Details faszinieren. So wurde die Glasplatte auf der Rückseite (beim Galaxy S6 auch vorne) leicht abgerundet, was zu einer sanfteren Haptik führt. Beim Galaxy S6 Edge steht der Rahmen auf der Vorderseite einen Bruchteil eines Millimeters über, um die Glasschreibe zu schützen wenn das Gerät auf dem Gesicht liegt.

Vergleicht man das Samsung Galaxy S6 mit dem Samsung Galaxy S6 Edge so fällt auf, dass neben dem offensichtlich beidseitig geschwungenem Display auch der Rahmen seitlich deutlich geschrumpft ist. Damit geht einher, dass sich das Edge deutlich kantiger anfühlt. Während ich persönlich das eher als angenehm einstufe, habe ich auch mit Leuten gesprochen, die sich genau aus diesem Grund nie das Edge kaufen würden. Ich empfehle vor einem Kauf das Edge probezuhalten.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

 

Display

Das 5,1 Zoll SAMOLED-Display löst mit 2.560 x 1.440 Pixel auf und kommt damit auf eine Pixeldichte von 578 ppi. Diese Rekorddichte wird dann natürlich etwas von der OLED-typischen Pentile-Matrix relativiert. Trotzdem: Auch allerkleinste Schrift ist lesbar. Selbst Nutzer mit überdurchschnittlicher Sehstärke werden hier jemals einen einzelnen Pixel zu Gesicht bekommen.

Das Display gehört neben anderen Top-Modellen zu den hellsten seiner Art. Besonders schön finde ich, dass man es gleichzeitig auch sehr dunkel abdimmen kann. Wer also nach dem Aufwachen im dunklen Schlafzimmer auf sein Smartphone-Display blinzelt, dem brennt sich nicht gleich der komplette Inhalt auf die Netzhaut.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Natürlich kommt auch dieses Display mit den AMOLED-Stärken wie einer hohen Energieeffizienz und einem perfekten Schwarzwert. Aber auch die Nachteile bleiben nicht aus. So wird das Weiß nie perfekt Weiß – egal wie sehr man auch feinjustiert. Auch verfügt das Display eigentlich über eine sehr hohe Blickwinkelstabilität, allerdings bleiben hier leichte Verfärbungen nicht aus.

Das Display des Galaxy S6 Edge kommt übrigens mit der identischen Auflösung wie das Display des Galaxy S6, nur dass die Ränder links und rechts leicht abgerundet sind. Diese Rundung ist übrigens bei weitem nicht so extrem wie beim Samsung Galaxy Note Edge.

Deswegen stört es auch kein bisschen zum Beispiel ein Video im Fullscreen-Mode zu schauen, obwohl hier dann ein Teil des Videos auf den Rundungen wiedergeben wird. Im Gegenteil: Ich empfand es als äußert cool wenn sich der Displayinhalt an den Ecken leicht deformiert.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

In meinen Augen ist das Display des Galaxy S6 (Edge) überragend. Auch wenn die Displays schon in der Vergangenheit eine Stärke der Galaxy-Reihe waren, setzt Samsung hier nochmal einen drauf. Ich kann mich kaum satt sehen.

Sound

Wieder nur ein Mono-Lautsprecher, wieder nicht auf der Frontseite. Aber immerhin wandert er diesmal von der Rückseite auf die untere Seite des Rahmens. Wenn man das Galaxy S6 (Edge) im Landscape-Modus hält, verdeckt man ihn zwar weiterhin recht leicht. Aber der Sound strahlt dennoch mehr in Richtung des Nutzers.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Der Lautsprecher an sich ist diesmal richtig gut geworden. Er ist vergleichsweise laut und kommt sogar mit einem Hauch von Bass daher. Schon toll wenn man bedenkt, welch kläglichen Sound Smartphones noch vor wenigen Jahren erzeugten. Mit den zwei Stereo-Frontlausprechern eines Sony Xperia Z3 (Hier gehts zu Test) oder gar HTC One (hier gehts zum Test des M8) braucht man das Galaxy S6 (Edge) aber nicht vergleichen.

Auch das mitgelieferte Headset schwächt den positiven Gesamteindruck beim Sound nicht ab. Man kann es durchaus nutzen, wobei eher audiophil angehauchte Nutzer dann wohl doch eher zu hochwertigeren Stöpseln greifen werden.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Performance

Über 70.000 Punkte im Antutu Benchmark! Dieser Rekord wird nicht etwa durch den neuen Flaggschiff-Prozessor Snapdragon 810 von Qualcomm erreicht, sondern durch den eigenen, im 14 nm-Verfahren gefertigten Exynos 7420 Prozessor. In Verbindung mit dem flotten 3 GByte DDR4-RAM bringt dieser immense Leistung – trotz der hohen Display-Auflösung.

Unser Schwestermagazin ZDNet.de hat das Samsung Galaxy S6 mit dem HTC One M9 und LG G Flex 2 verglichen und dafür viele verschiedene Benchmarks hergenommen. Das für viele verblüffende Ergebnis: Das Samsung Galaxy S6 muss sich knapp dem LG G Flex 2 geschlagen geben. Hier geht’s zum Vergleich.

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BENCHMARK-ÜBERRASCHUNG! SAMSUNG GALAXY S6 VS. HTC ONE M9 VS. LG G FLEX 2

Allerdings muss hier natürlich dazu gesagt werden, dass der Exynos 7420 das Hitzeproblem des Snapdragon 810 nicht zu kennen scheint. Bei den Tests ergab sich, dass die Leistung des Snapdragon 810 nach einer gewissen Nutzung deutlich nachließ. Das konnte beim Exynos 7420 in dem Ausmaß nicht beobachtet werden. Das heißt in der Praxis, dass es beim Samsung Galaxy S6 (Edge) auch nach stundenlangen Zock-Sessions nicht zu Framerate Einbrüchen kommen sollte.

Aber auch im Alltag beweist der Exynos 7420 seine Stärke. Es scrollt sich butterweich durch alle Android-Menüs, Surfen ist eine wahre Freude und auch Apps öffnen sich angenehm schnell. Die Android-typischen Micro-Ruckler gibt es hier nicht. Mit dem Galaxy S6 (Edge) liefert Samsung eine absolut einwandfreie Android-Performance.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Software

Samsung hat sein von vielen gehasstes Touchwiz endlich entschlackt und nimmt damit vielen Hatern den Wind aus den Segeln. Zwar gibt es immer noch einige vorinstallierte Bloatware-Apps die beim besten Willen niemand braucht. Dazu gehören ohne Frage HRS, Zalando, cewe, und kaufDA. Allerdings kann man diese zum Glück problemlos deinstallieren.

Es sind sogar mit den Microsoft-Apps Skype, OneDrive und OneNote noch einige neue hinzugekommen. Diese sind genauso wie zum Beispiel die Samsung-Apps S Health und S Voice sowie einige weitere wie Whatsapp, Instagram und Facebook nicht deinstallierbar, allerdings deaktivierbar. Ich könnte mir vorstellen, dass das gerade bei den Social-Media und Messaging Apps für böses Blut sorgen wird.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Negativ ist mir noch aufgefallen, dass sich die installierten Anwendungen im App-Draw nicht automatisch sortieren lassen. Eine Sortierung geht nur manuell in dem man die App händisch hin und her schiebt. Auch ein Suchfunktion habe ich vermisst.

Sehr gut gefällt mir das Lollipop Material-Design, welches sich fast ohne Ausnahme durch alle Menüs zieht. Auch nett sind die neu hinzu gekommenen Themes, um sein Gerät durch vorgegebene Designs zu individualisieren.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Das Samsung Galaxy S6 Edge kommt im Gegensatz zum normalen S6 mit kleinen zusätzlichen Funktionen. So lassen sich durch einen Wisch von der rechten Kante zur Mitte fünf VIP-Kontakte bestimmen. Liegt das Handy dann auf dem Gesicht und einer dieser VIPs ruft an, leuchtet der Rand in der Farbe des Kontaktes.

Im ausgeschalteten Zustand erscheint durch wischen der Kante Uhrzeit + Temperatur oder aktuelle Nachrichten. Diese Features sind zwar nett, genutzt habe ich sie jedoch nicht. Die Kante führt beim S6 Edge zu keinen Funktionsplus, sondern nur zu einem Coolness-Plus.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Kamera

Die Kamera war bereits in den letzten Galaxy-Modellen ein Highlight. Da macht bildet auch die Kamera des Galaxy S6 (Edge) keine Ausnahme. Sie löst mit 16 Megapixel auf und kommt mit einem optischen Bildstabilisator. Damit ist sie praktisch baugleich mit der Kamera im Galaxy Note 4 (hier gehts zum Test), die uns schon damals im Test äußerst gut gefiel. Sie zeigt ihre Stärke besonders bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die Bilder sind stets kontrastreich, farbintensiv und scharf. Auch bei schnell aus der Hüfte geschossen Schnappschüssen ist nur erstaunlich wenig Ausschuss dabei. Die Kamera des Galaxy S6 (Edge) könnte die beste sein, die je in ein Android-Phone gequetscht wurde und muss sich nicht vor den Ergebnissen eines iPhone 6+ verstecken. Leider steht sie aber auch öhnliche wie bei den aktuellen iPhone Modellen ein ganzes Stück aus dem Gehäuse heraus.

Auch die 8 Megapixel Frontkamera hinterließ in unserem Test einen ordentlichen Eindruck.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Videos nimmt das S6 (Edge) wahlweise in FullHD mit OIS, in FullHD bei 60 fps ohne OIS, in QHD mit OIS oder gar UHD mit OIS auf. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn der optische Bildstabilisator eingeschaltet bleibt. Damit gelingen auch schnell Kameraschwenks butterweich.

Die Kamera-App öffnet sich nun mit einem Doppelklick auf den Homebutton – sogar bei gesperrtem Bildschirm. Die App an sich gestaltet sich sehr aufgeräumt und entschlackt. Beim Drücken auf den Laut- oder Leiseknopf wird der Auslöser betätigt.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Akku

Nur 2.550 mAh Kapazität im Samsung Galaxy S6 und mit 2.600 mAh Kapazität nur unwesentlich mehr im Galaxy S6 Edge. Klingt erstmal so, als ob man mit dem S6 (Edge) nicht durch den Tag kommt.

Ich nutze das S6 Edge nun seit etwa zwei Wochen als mein Produktivhandy und hatte nur einmal das Problem, dass es sich gegen 22 Uhr in den Akkutod verabschiedete. Im Schnitt hatte es noch etwa 25 Prozent wenn ich zu Bett ging. Im Vergleich mit anderen Top-Modellen die in den letzten Monaten nutze reiht sich das S6 (Edge) im oberen Mittelfeld ein.

 

Der Akku ist gut und man kommt mit ihm bei normaler Nutzung über den Tag. Allerdings ist es bei weitem kein Dauerläufer wie das Huawei Mate 7 oder das iPhone 6+. Wer auf langen Bahnfahrten akkuintensive Spiele zockt könnte beim Samsung Galaxy S6 (Edge) regelmäßig in Akkunot kommen.

Richtig gut funktioniert das mitgelieferte Schnellladeteil. Innerhalb von unter 80 Minuten ließ sich damit das S6 (Edge) von 0 auf 100 Prozent laden.

Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: Gizmodo)

Preis

Der Aufschrei war groß als bekannt wurde, dass das Samsung Galaxy Note Edge mit 128 GByte knapp 1.050 Euro kosten soll. Ja, das ist erstmal richtig viel Geld. Trotzdem ist der Einstieg mit knapp 700 Euro für das Galaxy S6 mit 32 GByte meiner Meinung nach nicht übertrieben. Vor allem nicht, wenn man es mit den Preisen anderer Flaggschiffe wie dem HTC One M9 vergleicht.

Ganz Apple-like muss dann für für eine Speicherausstattung von 64, beziehungsweise 128 GByte je 100 Euro mehr gezahlt werden. Wer dann noch den Edge-Coolness-Faktor dazu will, zahlt nochmal 150 Euro drauf.

Klar, ein Schnäppchen ist das Galaxy S6 (edge) bestimmt nicht. Aber in meinen Augen ist Samsungs Preispolitik gerechtfertigt. Man sollte hier auch unbedingt beachten, dass Samsung-Phones keine derart hohe Wertstabilität wie zum Beispiel Apple Produkte haben. Nach einem Jahr kosten Samsung Smartphones üblicherweise nur noch gut die Hälfte und in diesem Zeitraum sinkt der Preis kontinuierlich.

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Fazit

Ich liebe das Samsung Galaxy S6. Und ganz besonders liebe ich das Samsung Galaxy S6 Edge. Auch die aktuellen iPhone Modelle konnte in mir kein derartiges Premium-Gefühl hervorrufen.

Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich dem Samsung Galaxy S6 (Edge) nun 4,5 oder 5 Sterne geben soll. Immerhin ist nicht alles perfekt am neuen Samsung-Flaggschiff. Man denke hier nur an die fehlende Micro-SD-Kartenunterstützung, den nicht wechselbaren Akku, die gute, aber nicht überragende Akkuleistung und das Fehlen von Frontlautsprechern.

Das sind zumindest für mich jedoch keine Punkte, die einen halben Stern Abzug rechtfertigen. Es überwiegen die grandiosen Seiten des Samsung Galaxy S6 (Edge). Das Display ist überwältigend, die Kamera macht richtig Spaß und die Leistung setzt Rekorde.

Die unglaubliche Verarbeitung, die mich jedes Mal wieder verzücken lässt, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Das sind für mich die wirklich relevanten Faktoren an einem Smartphone und deswegen verdient sich das Samsung Galaxy S6 (Edge) seine 5 Sterne.

Pro / Con:

plusplustolles Display

plusplusspitzen Kamera

plusplusrekordverdächtige Leistung

plusendlich gutes TouchWiz

plusplusüberlegene Verarbeitung

minuskein Micro-SD-Slot

minusAkku fest verbaut

minusAkkuleistung „nur“ gut

PS:

Vielen Dank für eure zahlreichen Fragen aus diesem Artikel! Ich werde diese Anfang nächster Woche beantworten. Wenn dort bis Montag (dann müssen wir die Geräte leider zurück schicken) neue Fragen hinzukommen, werden auch diese beachtet.

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  1. Tolles Review! Was ich persönlich hier vermisse ist Konnektivität Review! Zbs. man hat 3GB Fotos und 6GB Filmaufnahmen die man nun gerne schnell auf den Rechnung übertragen wurde…

    Beim S5 ist man einfach microSD Karte raus und in’s PC…
    Der usb Phone-PC Konnektivität ist wegen lästigen Hersteller Programmen meistens zu aufwendig als auch gar nicht funktioniert und falls, braucht man viel mehr zeit die zum laufen zu bringen als man fur die SD Karte braucht… Wie sieht das beim S6 aus?
    l.g. Mark

    1. Bei der Übertragung von Bildern und Videos hat mir die neue Samsung App „Smart Switch“ gute Dienste geleistet. Die App auf beiden Geräten installieren, das alte Smartphone als sendendes Gerät, das neue Smartphone als empfangendes Gerät markieren und schon werden die Bilder und Videos übertragen.

    2. Ich mag Samsung nicht .Möchte dennoch einen Denkanstoss geben ..
      Es gibt andere Möglichkeiten !

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  2. Ich bin sehr froh über diese Entwicklung.Hier wird dem Anschein nach unbemerkt der Weg zu Apple geebnet.
    Meine Ansicht : Sieht einfach nur gewollt und nicht gekonnt aus .
    Das kommt wenn man versucht Stil zu kopieren und eigentlich nur Mode im Kopf hat …

    Danke Samsung !

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  3. Aber welche praktische Funktionalität / Nutzen hat das seitlich abgerundetes Display?
    Wo zu soll es gut sein?

    Oder ist es nur ein Design- Merkmal,
    um sich von der Masse abzuheben,
    und für die Träger etwas zum zeigen…

  4. Hehe „Endlich ist Android mal richtig schnell“. Würde eher sagen endlich ist Android auch mal bei Samsung richtig schnell. ;) Geschrieben von einem leicht ruckelndem S5.

  5. Das erste Samsunggerät, dass mir gefällt. Leider kann ich mit Android nix anfangen. Somit bleibts das iPhone. Wäre das Ding vor dem iPhone 6 (Plus) erschienen, hätte ich wohl trotzdem, seit 3 Generationen zum ersten mal überlegt zu Samsung zu wechseln.

  6. Sieht ja ganz gut aus aber der Preis für das kleine Stück mehr an Display ist schon ziemlich hart. Was halten diese Kanten denn in Sturztests so durch? Ein kaputtes Display bei dem Edge wäre ja praktisch ein Supergau in Sachen Reperaturkosten.

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