Apple fertigt die Apple Watch angeblich nur auf Bestellung

Apple Watch (Bild: Gizmodo)

Die erste Auflage der Apple Watch könnte komplett auftragsbezogen produziert werden. Der AppleInsider und langjährige Apple-Kenner Carl Howe begründet das in seinem Blog damit, dass die Apple Watch bereits wenige Stunden nach dem Beginn des Vorverkaufs ausverkauft war. Ein Grund für die Strategie könnte sein, dass Apple seine Lagerkosten möglichst niedrig halten will indem sie auf die individuellen Nachfragen von Kunden reagieren.

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Armbänder im Detail
Für jede der drei Kollektionen hat Apple eine Reihe an passenden Armbändern aus unterschiedlichen Materialien entworfen, die auch über verschiedene Schließmechanismen verfügen. Die einen werden beispielsweise mittels eines Edelstahlstifts, andere mit einem Doppelfalt- oder Magnetverschluss geschlossen.

Damit möchte Apple womöglich das mit dem den Start einer neuen Produktkategorie verbundene Risiko so gering wie möglich halten. Denn besonders sie große Auswahl an Produktmodellen ist ein Faktor, der nur sehr schwer berechnet werden kann. “Ich glaube, Apple fertigt kleine Mengen von jedem Modell für die Stores und die Präsentationen und montiert die eigentlichen Gehäuse und Armbänder auftragsbezogen”, zitiert AppleInsider aus Howes Blog.

Die Daten aus dem Vorverkauf nutze Apple, um die eigentliche Produktion und Montage festzulegen, so der Analyst weiter. Zwischen 24. April und 8. Mai werde Apple wahrscheinlich 3,1 Millionen Exemplare der Smartwatch ausliefern, und zwar 1,8 Millionen Apple Watch Sport mit Aluminium-Gehäuse und 1,3 Millionen Apple Watch mit Edelstahlgehäuse. Von der Apple Watch Edition im Goldgehäuse soll Apple anfänglich immerhin 40.000 Einheiten verkaufen.

Damit wäre die Apple Watch schon zum Start ein Multi-Milliarden-Dollar-Geschäft für Apple. Aus den Verkaufszahlen ermittelt Howe einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Dollar. 900 Millionen Dollar sollen alleine auf die Edelstahl-Variante entfallen. Die 40.000 Apple Watch Edition entsprechen aufgrund ihres hohen Preises demnach aber immer noch Einnahmen von rund 500 Millionen Dollar.

Darüber hinaus erwartet der Analyst, dass die Apple Watch Apples bisher profitabelstes Produkt ist. Die Bruttogewinnmarge der intelligenten Armbanduhr schätzt er auf mehr als 60 Prozent. Im ersten Fiskalquartal 2015 lag Apples Bruttomarge bei 39,9 Prozent. Die Bilanz für das zweite Geschäftsquartal, das jedoch noch keine Zahlen zur Apple Watch enthält, legt das Unternehmen aus Cupertino kommenden Montag vor.

In der vergangenen Woche hatte Apple den für diese Woche geplanten offiziellen Verkaufsstart der Apple Watch abgesagt. Noch mindestens bis Ende Mai können Interessenten die Uhr nur online vorbestellen. In den Apple Stores kann die Smartwatch also frühestens ab Juni gekauft werden, was dem derzeitigen Liefertermin für Vorbestellungen entspricht.

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