Google startet Mobilfunkangebot Project Fi

(Bild: Google).

Google hat in Kooperation mit den US-Mobilfunkprovidern T-Mobile und Sprint mit dem Project Fi sein eigenes Mobilfunkangebot gestartet, das es als eine einfache und günstige Alternative zu den vorhandenen Mobilfunkangeboten ansieht. Anfangs können es Smartphone-Besitzer in den USA aber nur mit Einladung über das Google-Smartphone Nexus 6 nutzen.

Google Nexus 6

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Google Nexus 6

Wann Google sein Mobilfunkangebot auf andere Geräte ausweitet, ist bisher nicht bekannt. Nach Angaben des Internetkonzerns ist das von Motorola entwickelte Nexus 6 aktuell das einzige Gerät, das die für Project Fi benötigte Technik unterstützt.

Die Verbindung erfolgt bei Project Fi nämlich über mehrere Netze und vorrangig über WLAN, über das nicht nur der Datenverkehr, sondern auch alle Sprachanrufe abgewickelt werden. Auf ein LTE-Mobilfunknetz wird erst umgeschaltet, wenn der Nutzer die Reichweite eines WiFi-Netzes – zum Beispiel des Heim- oder eines öffentlichen WLAN-Netzes – verlässt. Ob dann das Netz von T-Mobile oder Sprint zum Einsatz kommt, das hängt vom Standort des Smartphone-Besitzers ab.

Der Wechsel zwischen Mobilfunknetz und WLAN soll laut Google nahtlos funktionieren, sodass man keine Unterbrechungen in Gesprächen merkt. Auch für die Sicherheit sei gesorgt. Alle Datenübertragungen sollen, wie es auch im Mobilfunknetz üblich ist, im WLAN-Netzwerk verschlüsselt werden.

(Bild: Google).

Die Telefonnummer macht Google über alle Geräte hinweg verfügbar. Dadurch soll man nicht nur über das Smartphone erreichbar sein, sondern beispielsweise auch vom Laptop oder Tablet aus Gespräche führen oder Textnachrichten schreiben können. Realisiert wird diese Funktionalität mit Support von Google Hangouts, zu dem ein Gerät auch kompatibel sein muss. “Mit Project Fi lebt Ihre Telefonnummer in der Cloud. Sie können ihre Nummer also auf fast jedem Telefon, Tablet oder Laptop nutzen. Wenn sie also das nächste Mal ihr Telefon verlegen, bleiben sie über einen anderen Bildschirm in Verbindung”, schreibt Nick Fox, Vice President of Communications Products bei Google, in einem Blogeintrag.

Google-Kunden erhalten für 20 Dollar pro Monat eine Telefon- und SMS-Flat inklusive WLAN-Tethering und internationaler Abdeckung in mehr als 120 Ländern. Eine Datenflatrate, die ebenfalls außerhalb der USA gilt, kostet 10 Dollar je Gigabyte.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern berechnet Google aber nur das tatsächlich verbrauchte Datenvolumen. “Da es schwer ist, die Datennutzung vorauszusagen, erhalten Sie eine Gutschrift für den Wert der nicht genutzten Daten”, so Fox weiter. “Nehmen wir an, Sie entscheiden sich für 3 GByte für 30 Dollar und nutzen in einem Monat nur 1,4 GByte. Dann erhalten Sie 16 Dollar zurück und sie zahlen also nur das, was sie verbrauchen.”

Einem Tarifvergleich von Ars Technica zufolge ist Project Fi mit 30 Dollar in den USA das derzeit beste Angebot für eine Telefon- und SMS-Flatrate mit 1 GByte LTE-Datennutzung. Bei einem Datenvolumen von 3 GByte sind jedoch Republic Wireless, Straight Talk und Sprint günstiger. Allerdings erstatten sie nicht die Kosten für nicht genutzte Datenmengen, weswegen sich ihre Angebote nur lohnen, wenn regelmäßig mehr als 2 GByte Daten pro Monat verbraucht werden.

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Tags :Quellen:GoogleVia:Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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