Netzknotenbetreiber will gegen BND klagen

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eco, der Betreiber des Frankfurter Netzknoten De-Cix, will gegen den Bundesnachrichtendienst (BND) klagen. Grund für diesen Schritt: Der BND soll hier Telefonate, Mails und Chatverläufe abfangen.

De-Cix ist der weltweit größte Netzknoten. Hier werden mehr Kommunikationsdaten übertragen als an jedem anderen Punkt der Welt, pro Sekunde rund 3 Terrabit. Schon seit 2009 soll der BND deswegen De-Cix belauschen. „Wir haben uns seit Jahren dagegen gewehrt und sind der Meinung, dass Überwachung in dieser Form unzulässig ist“, sagte Klaus Landefeld von eco gegenüber dem NDR.

Der BND konzentriert sich bei seinen Abhöraktionen angeblich auf sogenannte Transitverkehre, also Daten, die zwischen Nutzern im Ausland ausgetauscht werden. Bundesbürger sollen so nicht belauscht werden. Doch auch die Überwachung des Transitverkehrs halten die Betreiber von De-Cix für illegal: „Wir sind nicht davon ausgegangen, dass Transitverkehre als völlig vogelfrei betrachtet werden“, so Landefeld. Die Klage ist die erste ihrer Art eines großen Telekommunikationsunternehmens gegen den BND.

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