“Neues” E-Ink-Whiteboard funktioniert wie Magna Doodle für Erwachsene

(Bild: Journal of Applied Physics)

Forscher der Universität von Tokyo haben eine E-Ink-Technologie weiterentwickelt, deren  Ursprünge schon in die 1970er-Jahre zurück reichen. Daraus haben die Wissenschaftler ein neuartiges Whiteboard gezaubert, auf dem mit einem magnetischen Stift statt mit einem Marker geschrieben wird.

Wer bisher noch nicht weiß, wie die schwarz-weißen E-Ink-Displays, wie sie vor allem in eReadern oder auch dem YotaPhone 2 Anwendung finden, funktionieren, hier ein kleiner Auffrischungskurs: Grundlegend ist E-Ink-Technologie vergleichsweise simpel. Magnetische Mikropartikel von etwa 0,1 Millimeter Größe sind auf je einer Seite schwarz beziehungsweise weiß gefärbt. Die zwei Hemisphären eines solchen Partikels sind dazu positiv respektive negativ geladen. Durch den Einsatz von Strom richten sich die Partikel entsprechend der entgegengesetzten Ladung neu aus (Schwarz oben oder unten), wodurch diese einzelnen Bildpunkte in der Masse ein komplexes Bild darstellen können.

(Bild: Journal of Applied Physics)

Durch den Einsatz eines Magneten richten sich die Teilchen ihrer Ladung entsprechend neu aus. Schwarz oder Weiß liegen anschließend sichtbar oben.

Die “neue” Technologie ermöglicht es nun, mit einem Magneten von etwa der Stärke eines Kühlschrankmagneten über die Fläche zu fahren, um die Mikropartikel mit ihrer schwarzen Seite nach oben zu drehen, wodurch ein sichtbarer Strich zurückbleibt. Das Prinzip ist dem einer Zaubertafel gar nicht so fern – nur deutlich verfeinert.

Das E-Ink-Whiteboard ist nicht nur langlebig und billig in der Herstellung, es kann außerdem auf einen Schlag gelöscht werden. Ein Knopfdruck genügt, um magnetischen Teilchen allesamt wieder mit der schwarzen Seite nach unten auszurichten. Tafeldienst war nie eine sauberere Angelegenheit.

Tags :Quellen:Journal of Applied PhysicsVia:Gizmodo.com

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