BKA-Chef: Bundestrojaner im Herbst einsatzbereit

(Bild: mellowbox - Flickr/CC BY-SA 2.0)

In einem Interview mit dem Spiegel sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, dass eine von seiner Behörde entwickelte Software zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung, der sogenannte Bundestrojaner, im Herbst 2015 einsatzbereit sein soll.

“Wir entwickeln ein Instrument, mit dem wir – nach richterlicher Genehmigung – an den Computer des mutmaßlichen Täters gehen, bevor er seine Kommunikation verschlüsselt”, sagte Münch dem Spiegel.

Laut Münch nutzen Täter häufig Techniken zur Verschleierung ihrer Identität oder Verschlüsselung der Kommunikation. Das BKA wolle auch in diesem Bereich verstärkt forschen und entsprechende Dienstleistungen den Ländern gegebenenfalls gegen Entgelt zur Verfügung stellen. Im Bereich sogenannter Massendelikte sieht Münch Banden am Werk, “zunehmend auch organisierte Strukturen, die gibt es bei Wohnungseinbrüchen ebenso wie bei Ladendiebstählen, wo gezielt hochwertige Güter gestohlen werden. Das sagte er im Interview mit dem Spiegel.

“Viele der Täter sind in verschiedenen Bundesländern aktiv, das sind dann häufig Strukturen der organisierten Kriminalität oder zumindest solche, die ähnlich aufgebaut sind”, so Manch.
Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger sei in den vergangenen fünf Jahren bei diesen Delikten um 40 Prozent gestiegen. Allein könnten die Polizeibehörden der Länder dagegen nicht erfolgreich sein. Das BKA wolle sie deshalb unterstützen, indem es Daten sammele, auswerte und Ermittlungen koordiniere.

(Bild: mellowbox – Flickr/CC BY-SA 2.0)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising