Test: Dell XPS 13 – Top-Ultrabook für den mobilen Einsatz [Video]

(Bild: Gizmodo).

Beim Dell XPS 13 handelt es sich um ein sehr kompaktes und leistungsfähiges Ultrabook, bei dem der Hersteller ein 13,3-Zoll-Display im Gehäuse eines 11- oder 12-Zoll-Gerätes untergebracht hat. Dadurch eignet sich das Notebook optimal für den mobilen Einsatz unterwegs. Warum mir das XPS 13 so gut gefallen hat, das erfahrt ihr im Test.

Test: Dell XPS 13 (2015)

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Test: Dell XPS 13 (2015)

Vorgestellt hatte Dell das  XPS 13 im Januar 2015 auf der CES in Las Vegas und prompt den CES Excellence Award verliehen bekommen. Es ist in mehreren Konfigurationen erhältlich. Getestet haben wir das Modell mit einem QHD+-Display samt Touchscreen, einer Core-i7-CPU, 8 GByte Arbeitsspeicher und einer 256 GByte SSD-Speicher.

Preis & Verfügbarkeit

Das Dell XPS 13 steht in der getesteten Ausführung für 1399 Euro auf der Webseite des Herstellers sowie bei einigen Online-Shops zum Verkauf. Die Garantie beträgt 24 Monate. Im Preis inbegriffen sind 1 Jahr Premium-Support. Für 50 beziehungsweise 80 Euro können Käufer das Notebook gegen Unfallschäden und Diebstahl versichern. Daneben gibt es das Gerät noch mit Full-HD-Screen ohne Touch-Funktion für 1099 Euro. Die günstigste Version ist für 999 Euro erhältlich. Mit einer 512 GByte großen SSD kostet das Top-Modell 1599 Euro.

Design, Portabilität & Wartung

Bei der Verarbeitung setzt Dell auf Premium-Materialien. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium und ist dementsprechend sehr hochwertig und stabil. Auf dem in Silber gehaltenen Deckel prangert das Logo des Unternehmens.

Die Unterseite ist ebenfalls aus Aluminium und mit zwei Gummilippen versehen, die dem Ultrabook einen sicheren Stand verleihen. Auf einem lackierten Holzschreibtisch steht das XPS 13 dadurch sehr sicher und rutsch beim Arbeiten keinen Millimeter.

(Bild: Gizmodo).

Das Innere des Notebooks ist in Schwarz gehalten. Die Bereiche rundum die Tastatur und das Trackpad sind aus einem Karbonfaserverbund samt einer Softouch-Lackierung und fühlen sich leicht gummiert und sehr angenehm an. Die Oberfläche ist mit einem leichten Karbonmuster versehen und nur etwas anfällig für Fingerabdrücke. Man bekommt sie jedenfalls nicht immer deutlich zu Gesicht. Auf dem Alu-Deckel bleiben gar keine Fingerabdrücke zurück.

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Aufklappen lässt sich das Notebook nicht mit einer Hand. Das Scharnier ist dafür zu schwergängig. Das muss es allerdings auch sein, um den Touchscreen-Eingaben standzuhalten. Die solide Mechanik hält den Bildschirm auch sehr sicher in seiner Position. Bei heftigen Eingaben beginnt das Gehäuse zu kippen, das Display bewegt sich nicht.

Das Gehäuse des XPS 13 ist insgesamt sehr hochwertig verarbeitet und äußerst stabil. Im Inneren gibt es so gut wie gar nicht nach, wenn man Druck darauf ausübt. Das Display ist ebenfalls relativ verwindungssteif. Insgesamt sind Design und die Verarbeitung großartig und konnten mich mehr als überzeugen.

(Bild: Gizmodo).

Für ein 11-Zoll-Gerät ist das Dell-Notebook äußerst kompakt. Das schicke Aluminium-Gehäuse des XPS 13 misst nur 30,4 mal 20 Zentimeter in der Breite und Tiefe und kommt damit fast auf die Größe eines MacBook Air mit 11-Zoll-Diagonale. Dies erreicht Dell durch äußerst dünn gehaltene Displayrahmen, die an drei Seiten nur rund 5,2 Millimeter breit sind. Dell zufolge nehmen sie im Verhältnis nur 2 Prozent der Vorderseite ein. Das Gehäuse kommt an der dicksten Stelle auch auf nur rund 1,52 Zentimeter und an der dünnsten auf 9 Millimeter. Damit ist es insgesamt noch etwas dünner als das MacBook Air.

Im direkten Vergleich mit dem Apple-Notebook mit 13-Zoll-Display sind die Unterschiede gravierend. Auch das 11-Zoll-Modell wirkt durch die deutlich größer ausfallenden Ränder rundum das Display sowie die Tastatur nicht so kompakt und stylisch wie das Dell XPS 13. Das Gewicht des Ultrabooks ist mit knapp 1,26 Kg mit Touchscreen ebenfalls näher am 11- als 13-Zoll-Modell von Apple. Dank des kompakten und leichten Gehäuses ist das XPS 13 optimal für den Einsatz unterwegs geeignet. Es passt in jede Laptoptasche oder auch schmalere Rucksäcke mit entsprechendem Fach und lässt sich wunderbar transportieren.

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Auch für den Einsatz auf der Couch, im Liegestuhl im Garten oder abends im Bett ist das XPS 13 bestens geeignet. Auf den Knien ist ein längeres Arbeiten oder Surfen auch nach mehreren Stunden nicht schwerfällig oder unkomfortabel geworden. Als sehr praktisch erweist sich in diesen Einsatzszenarios auch der Touchscreen, der die Bedienung im Sitzen oder im angelehnten Zustand deutlich angenehmer macht als mit dem Trackpad. Das Schreiben mit der Tastatur klappt dagegen auch in der fast-horizontalen Position im Bett noch gut.

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Noch komfortabler ist es dann nur mit einem Convertible-Notebook, das sich komplett zu einem Tablet umklappen lässt. Allerdings gibt es keine Modelle, die bei einer 13-Zoll-Diagonale ein derart leichtes und kompaktes Gehäuse bieten. Hier muss man dann wiederum Abstriche bei der Display-Größe machen. Wer das Dell XPS 13 im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung nutzen möchte (dazu beim Punkt Display noch mehr), der sollte sich allerdings darauf gefasst machen, dass sich die schwarze Innenseite samt Tastatur und Touchpad sehr stark erwärmt. Die Sonne hat das Mauspad sogar so stark erhitzt, dass man es nicht mehr allzu lange anfassen wollte. Draußen sollte man sich daher am besten so positionieren, dass das Display oder anderes Schatten spendet.

Die Wartung gestaltet sich beim Dell XPS 13 etwas schwieriger. Auf der Unterseite des Gehäuses ist zwar wieder eine kleine Klappe zu finden, darunter versteckt sich aber nur wie üblich der Express-Service-Code und einige weitere Angaben. Eine Wartungsklappe gibt es auch beim neuen XPS 13 nicht. Um an die Hardware heranzukommen müssen 8 Torx-Schrauben an den Rändern des Gehäuses sowie eine Phillips-Schraube unter der Service-Klappe gelöst werden. Dann lässt sich allerdings die Aluminium-Rückseite lösen und abnehmen. Beim Dell müssen Nutzer also nicht den Umweg über die Oberseite gehen und die Tastatur abnehmen. Ist das Innere freigelegt lässt sich mit nur einer Schraube beispielsweise die SSD austauschen. Auch der Akku kann ausgewechselt, werden falls er irgendwann an Leistung verliert oder den Geist aufgibt. Eine Anleitung hält Dell auf seiner Webseite bereit. Der Arbeitsspeicher ist dagegen nicht ohne das Ausbauen des Mainboards zugänglich und wohl auch fest mit diesem verlötet. An den Lüfter kommt man für eine Reinigung aber wieder problemlos heran.

Anschlüsse

An Anschlussmöglichkeiten bringt das Dell XPS 13 zwei USB-3.0-Anschlüsse mit, die sich auf der rechten sowie linken Seite des Gehäuses befinden. Auf der rechten Seite befindet sich zudem noch ein 3-in-1-SD-Kartenleser und ein Kensington-Schloss. Die meisten SD-Karten hat der Leser erkannt, Probleme gab es, wie es sich aber auch bei anderen Notebooks schon bemerkbar machte, mit Adaptern für microSD-Karten. Die Speicherkarten versinken nicht ganz im Gehäuse, sondern stehen immer ein Stück heraus, sodass sie beim Transport besser nicht im Slot bleiben sollten.

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Auf der linken Seite sitzt zudem noch ein Mini-Display-Port, der Anschluss für das Netzteil, die Kopfhörerbuchse und eine LED-Anzeige für den Akkustand mit fünf Lichtern. Durch Verteilung der USB-Anschlüsse auf beide Seiten kommt man sich eigentlich nicht mit den Steckern in die Quere. Einzig und allein der Display-Port ist nahe an einem der USB-Buchsen untergebracht. Auch der Ladestecker ist angenehm schlank und dessen Kabel stört auch nicht den Zugang zu den Anschlüssen.

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Für weitere Anschlüsse ist dann allerdings ein Adapter nötigt. Dell bietet für rund 100 Euro einen Adapter mit einem zusätzlichen USB-3.0 und USB-2.0-Anschluss sowie einem HDMI-, VGA- und Ethernet-Port an. Auf diese sowie ein optisches Laufwerk muss man ab Werk leider verzichten.

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Bedienung

In dem kompakten Gehäuse findet eine Chiclet-Tastatur sowie ein großes Touchpad Platz. Die Tastatur ist mit einer zum Gesamtbild passenden weißen Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, die beim Arbeiten in abgedunkelten Räumen – beispielsweise während einer Präsentation – äußerst praktisch ist. Das Layout der Tastatur ist im Vergleich zu einem normalen Keyboard eines Desktop-PCs etwas kompakter. Einen Nummernblock gibt es nicht. Kleiner als üblich sind vor allem die F-Tasten, Shift und Enter. Die übrigen Tasten sind angenehm groß. Alle Tasten haben trotz des dünnen Gehäuses einen ausreichend langen Weg und gute Druckpunkte, sodass es sich sehr komfortabel mit der Tastatur schreiben lässt.

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Auch das Touchpad des Dell XPS 13 ist sehr gut. Der Finger gleitet fast ohne Reibung über die angenehm glatte Oberfläche. Dadurch machen mit dem Touchpad auch präzise Eingaben keine großen Mühen. Das Mauspad ist weiterhin Mutli-Touch-fähig und kann in jedem Bereich geklickt werden.

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Display

Punkten kann das Dell-Ultrabook neben dem hochwertigen, edlen und annähernd rahmenlos wirkenden Design auch mit einem hochauflösenden und hellen Display. Das 13,3-Zoll-UltraSharp-Infinity-Touchdisplay von Sharp, das wahlweise übrigens auch ohne Touchscreen-Funktionalität zu haben ist, verfügt in der uns vorliegenden und teuersten Version über eine QHD+-Auflösung von 3.200 mal 1.800 Pixel und ist damit äußerst scharf. Geschützt ist das Display von Cornigs Gorilla Glas. Der Touchscreen reagiert gut und ist ein Features, dass vor allem beim mobilen Arbeiten sehr praktisch ist. Leider handelt es sich bei dem Bildschirm nicht um ein mattes Panel, sondern eines das merklich spiegelt. Die Full-HD-Version ist mit einem matten Panel, aber leider ohne Touch-Funktion ausgestattet.

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Die Anzeige der QHD+-Variante kommt aber dank der IGZO-Technik auf eine hohe durchschnittliche Helligkeit von knapp unter 400 cd/m² und gleicht den Spiegeleffekt wieder etwas aus. Das Display lässt sich auch im Freien bei Sonneneinstrahlung noch ablesen, wenn man es im richtigen Winkel positioniert. Auf der anderen Seite lässt sich der Screen auch relativ stark abdunkeln, sodass ein Arbeiten auch in dunklen Umgebungen nicht unangenehm ist.

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Dank der sehr guten Blickwinkelstabilität des IPS-Panels erkennt man auch bei geneigtem Display Schriften, Farben und Inhalte ohne jegliche Beeinträchtigung. Schaut man etwas seitlich oder von oben auf den Bildschirm machen sich keine Farbveränderungen bemerkbar. Der Helligkeitsverlust ist minimal. Dadurch sind die Nutzung im Freien oder Videotelefonie bei geneigtem Display kein Problem. Die Farben und Kontraste des QHD+-Displays überzeugen ebenfalls in fast allen Bereichen. Das XPS 13 bietet sehr gute Schwarzwerte, gute Weißwerte und ein gutes Kontrastverhältnis. Das Panel bietet auch eine gute Farbsättigung und stellt fast den kompletten sRGB-Farbraum dar.

Ein Nachteil des QHD+-Displays macht sich allerdings wie auch bei 4K-Panels bei einiger Software bemerkbar, die nicht richtig skaliert. Ist diese nicht für die hohe Auflösung angepasst, sind die Benutzeroberflächen samt Schriften, Symbolen, Toolbars & Co. unter Umständen extrem klein, was sich dann auch nicht durch Ändern der Bildschirmauflösung in Windows verbessert. In Programmen wie Adobe Premiere CS5 oder Photoshop CS5 muss man dann beispielsweise mit winzigen Menüs, Buttons und Schiebereglern auskommen und sich schon deutlich näher an das Display heranbewegen als normal. Dank des präzisen Touchpads sind aber auch kleine Eingaben unterwegs nicht allzu nervig.

Leistung

Das uns zur Verfügung gestellte Top-Modell des Dell XPS 13 wird von der Intel-Core-i7-5500U-CPU der Broadwell-Reihe angetrieben. Die zwei Kerne des Prozessors takten standardmäßig mit 2,4 GHz und maximal mit 3 GHz. Der in 14 nm gefertigte Chip kommt im Vergleich zur Haswell-Generation, die noch im 22-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, mit weniger Strom aus. Die Grafik übernimmt beim XPS 13 Intels integrierte HD-5500-GPU, die mit 300 bis maximal 950 MHz taktet. Prozessor und Grafik stehen insgesamt 8 GByte DDR3L-1600-RAM zur Seite. Dabei handelt es sich um zwei 4-GByte-Riegel, die im Dual-Channel-Betrieb laufen. Für das Betriebssystem, Programme und Daten ist eine 256 GByte große SSD von Samsung (SATA600) verbaut, die die M.2-Schnittstelle nutzt.

Mit dieser Hardwareausstattung läuft das Windows-8.1-System auf dem Dell XPS 13 absolut flüssig und flott. Programme und Apps öffnen sich ohne störende Verzögerungen und auch Multi-Tasking mit zahlreichen geöffneten Chrome-Tabs ist für das Ultrabook kein Problem. Die Leistung und der Arbeitsspeicher reichen auch gut für die Videobearbeitung mit Adobe Premiere aus. Das Kompilieren eines knapp über 1 GByte großen Clips in H.264 hat rund eine Stunde gedauert. Die SDD arbeitet ebenfalls flott. Das System bootet vom ausgeschalteten Zustand in die Metro-Oberfläche (ohne Anmeldung) in unter 15 Sekunden.

Da das Dell XPS 13 nur auf Intels integrierte HD-Grafik setzt, schneidet das Notebook beim Gaming nicht besonders gut ab, wofür es aber auch nicht gemacht ist. Im Vergleich zu Modellen mit GeForce-Karte liegt es deutlich zurück. Zudem sorgt das hochauflösende QHD+-Display im Vergleich zur FHD-Version des Gerätes für einen noch höheren Rechenaufwand. Die meisten gängigen Spiele laufen bei einer Auflösung von 1366 mal 786 Pixel und mittleren Grafikdetails nicht flüssig. Erst auf den niedrigsten Einstellungen sind einige spielbar. Ältere Spiele wie DOTA 2 laufen auf dem XPS 13 mit mittleren Grafikdetails aber relativ ruckelfrei.

Lüfterlautstärke & Wärmeentwicklung

Im Dell XPS 13 werkelt ein Lüfter, der bei normalen Arbeiten so gut wie nie merklich zum Einsatz kommt. Bei Textverarbeitung oder dem Surfen im Netz ist das Dell XPS 13 absolut geräuscharm. Beim Anschauen von Videos im Vollbild muss der Core i7 schon manchmal gekühlt werden, aber nicht mit voller Drehzahl. Nur bei leistungsintensiven Anwendungen wie dem Kompilieren eines Videos ist der Lüfter durchgehend im Einsatz und mit durchschnittlichen 42 dB deutlicher hörbar. Er fährt allerdings auch schnell wieder seine Drehzahl herunter, sobald keine Belastung mehr herrscht. Insgesamt hält sich die Geräuschentwicklung des Dell XPS 13 damit sehr in Grenzen und ist gut zu ertragen. Ein lüfterloses Ultrabook mit Intels Core-M-CPU wie das Asus ZenBook UX305 ist in dieser Hinsicht natürlich noch angenehmer, bietet aber auch nicht die Leistung eines Core-i7-Gerätes.

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Auch bei der Temperaturentwicklung kann sich das Dell XPS 13 sehen lassen. Bei weniger belastenden Arbeiten wie dem Surfen oder Schreiben von Texten wurde die Unterseite des Gehäuses kaum warm, sodass man das Gerät stets auf dem Schoß nutzen konnte. Auch unter Volllast erhitzt das Notebook nicht übermäßig stark, sodass es nie unangenehm wurde.

Sound & Webcam

Das Dell XPS 13 ist mit zwei Stereo-Lautsprecher mit insgesamt 2 Watt und Waves Maxx-Audio-Technologie ausgestattet. Diese sind jeweils an der rechten und linken vorderen Gehäuseseite untergebracht und sorgen somit für einen ordentlichen Stereoeffekt. Die Lautstärke ist ebenfalls erstaunlich gut für ein Ultrabook. Die Maximalwerte lagen bei über 80 dB und reichen aus, um einen kleineren Raum zu beschallen. Auch klanglich machen die Lautsprecher eine gute Figur mit wie üblich ausgeprägten Höhen, aber auch gut Tiefen.

(Bild: Gizmodo).

Für Videotelefonie ist eine 2-Megapixel-Webcam vorhanden, die in HD auflöst und vollkommen ausreichend ist. Die Positionierung links unter dem Display ist allerdings nicht ganz optimal, da man den Bildschirm etwas stärker als üblich neigen muss, um richtig im Bild zu sein. Dank der sehr guten Blickwinkelstabilität erkennt man aber auch dann noch den Gesprächsparnter problemlos. Das Mikrofon sitzt an der vorderen Kante des Gehäuses leicht rechts eingerückt unter dem Touchpad. Im Test mit Skype gab es an der Gesprächsqualität nichts auszusetzen und man war stets gut verständlich.

(Bild: Gizmodo).

Kommunikation

An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das Dell XPS 13 WLAN 802.11ac, Dual-Band-WiFi und Bluetooth 4.0. Der WLAN-Empfang ist sehr gut. In der Nähe des Routers, der bei uns im Büro im Umkreis von 10 Metern, hatte das Notebooks wie zu erwarten stets vollen Empfang. Aber auch im letzten Winkel unserer Küche, die rund 25 Meter entfernt und durch zwei Wände vom Router getrennt ist, brach die Verbindung zum WLAN nicht ab. Es zeigte stets noch 1 bis 2 von 5 maximalen Strichen an. Bei 25 Metern hatten wir bereits mit anderen Notebooks und auch Smartphones den Kontakt zum Router verloren.

Akkulaufzeit

Das XPS 13 ist mit einem starken Akku mit einem 52-mWh-Akku von Sanyo ausgestattet. Die Akkulaufzeit beträgt laut Dell bis zu maximale 11 Stunden bei der QHD-Version. Das Full-HD-Modell soll sogar bis zu 15 Stunden mit einer Ladung auskommen. Im normalen Betrieb mit aktiviertem WLAN und halber Helligkeit kamen wir auf eine ordentliche Laufzeit von rund 8 Stunden, womit man einen durchschnittlichen Arbeitstag übersteht. Beim Surfen im WLAN-Netz hat das Dell-Notebook bei voller Helligkeit zwischen 5 und 6 Stunden durchgehalten. Bei leistungsintensiven Arbeiten wie dem Kompilieren eines Videos mit Adobe Premiere hielt der Akku je nach Einstellung im Schnitt 2,3 bis 4 Stunden durch. Letztere Laufzeit wurde mit halber Bildschirmhelligkeit, Flugzeugmodus und  Energiesparfunktion ermittelt. Beim Videoschauen im Flugzeugmodus mit der vorletzten Helligkeitsstufe hat das XPS 13 knapp 8,2 Stunden durchgehalten. Auf die von Dell angegebene Laufzeit kommt man dann wohl nur, wenn man das Display annähernd auf das Minimum dimmt, alle Verbindungen deaktiviert und keine anspruchsvolleren Anwendungen ausführt.

(Bild: Gizmodo).

Oder man sich den Power-Companion von Dell zulegt. Dieser bietet eine Kapazität von 12.000 mAh (43 Wh) und betankt das Notebook mit Strom, wenn keine Steckdose in der Nähe ist. Über zwei USB-Ports lassen sich auch andere Geräte wie ein Tablet oder das Smartphone laden. Mit fast 113 Euro ist er allerdings kein Schnäppchen.

Betriebssystem

Als OS kommt Windows 8.1 zum Einsatz. Eine Installations-CD liegt nicht bei. Dell hat nur ein paar Programme vorinstalliert, womit das System nicht überladen ist. Darunter eigene Programme wie einen Support-Assistenten oder eine Backup-Funktion. Zudem finden sich schon eine Testversion von Microsoft Office, die Cloud-Software Dropbox samt 20 GByte Speicher sowie McAffe LiveSafe auf der Festplatte, für das ein 12-Monate-Abo im Preis inbegriffen ist.

(Bild: Gizmodo).

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Fazit

Ich habe lange hin und herüberlegt, ob ich dem Dell XPS 13 5 oder nur 4,5 Sterne geben soll. Im Endeffekt habe ich mich für 5 Sterne entschieden, auch wenn nicht alles perfekt ist. Die genannten kleineren Nachteile haben mich persönlich einfach kaum gestört und mich das Gerät insgesamt sehr begeistern können. Daher kann ich das Dell XPS 13 auch fast uneingeschränkt für alle die ein leistungsfähiges, kompaktes und leichtes Notebook für den Einsatz unterwegs suchen empfehlen. Dank des hochwertigen, stabilen und fast rahmenlosen Designs bekommt man ein 13-Zoll-Notebook im Format eines 11- oder 12-Zoll-Gerätes, das sich sehr gut transportieren und mitnehmen lässt. Auch auf der dem Schoß ist es wunderbar einsatzfähig. Tastatur und Trackpad ermöglichen auch im mobilen Einsatz ein komfortables Tippen und präzises Navigieren. Das hochauflösende Display ist scharf, hell und äußerst Blickwinkelstabil. Die Hardware des Dell XPS 13 reicht auch für leistungsintensive Arbeiten wie das Schneiden von Videos aus, ist aber nicht fürs Gaming ausgelegt. Das Notebook arbeitet meist geräuscharm, wird nicht allzu warm und kann mit einem sehr guten WLAN-Empfang und guten Stereo-Lautsprechern punkten. Auch die Akkulaufzeit ist ordentlich und lässt sich mit den entsprechenden Einstellungen auf einen kompletten Arbeitstag mit acht Stunden ausdehnen.

Kritikpunkte gibt es nicht allzu viele. Das QHD+-Display spiegelt merklich und zehrt an der Leistung und dem Akku. Zudem gibt es mit einiger Software Skalierungsprobleme. Wer sich daran stört, kann einen Blick auf die Full-HD-Version des Gerätes ohne Touchscreen werfen, die 300 Euro günstiger ist, aber auch etwas weniger Leistung bietet. Sie kommt mit einem matten Display und einer längeren Laufzeit. Ich fande das Spiegeln und die Skalierungsprobleme aber nicht so nervig und den Touchscreen dafür sehr nützlich, sodass ich mir trotzdem die QHD+-Version kaufen würde.

Pro / Con:

plusplusäußerst kompaktes, leichtes und hochwertiges Design mit nahezu rahmenlosem Bildschirm

plusplussehr blickwinkelstabiles, scharfes und helles 13,3-Zoll-QHD+-Display

plusTouchscreen

plusausreichend Power für leistungsintensive Anwendungen

plusplusgeringe Geräusch- und Wärmeentwicklung im Normalbetrieb

plusangenehme Tastatur und präzises Touchpad

plussehr guter WLAN-Empfang

plusordentliche Akkulaufzeit

pluslaute Lautsprecher

minusspiegelndes Display

minuskein Ethernetport

minusDritt-Software teilweise noch nicht an hohe Auflösung angepasst

minusWebcam nicht optimal positioniert

Tags :
  1. Geiles Teil! Habe den auch schon länger im Blick und werde mir wohl einen holen.
    “Ist diese nicht für die hohe Auflösung angepasst, sind die Benutzeroberflächen samt Schriften, Symbolen, Toolbars & Co. unter Umständen extrem klein, was sich dann auch nicht durch Ändern der Bildschirmauflösung in Windows verbessert. ”
    ?? Bitte erklären. Natürlich ändert sich das dementsprechend. Wurde hier vllt die Skalierung unter Windows gemeint? Man kann das Ding ohne weiteres in Full HD betreiben. Und merkt keinen Unterschied zum Full HD Modell – bis auf die Akkulaufzeit. (Höhere Pixeldichte -> mehr Leuchtkraft notwendig)
    Ansonsten gut geschrieben.

    1. Hi Noedi,

      danke für das Feedback :) Ja, ich meine hier die fehlerhafte Skalierung einiger Programmen unter Windows. Hauptsächlich war dies bei älterer Software wie beispielsweise Adobe Premiere oder Photoshop CS5 der Fall. Was ich genau meine, sieht man auch ab Minute 15 in unserem Video. In betroffenen Programmen wurden die Schriften, Symbole & Co. nur sehr klein dargestellt. Man kann die Auflösung natürlich auf Full-HD ändern, die Skalierung hat sich dadurch beispielsweise in Photoshop aber nicht gebessert. Man kann noch versuchen die globale Skalierung von Windows 8.1 zu ändern, die auch unter dem Punkt “Bildschirmauflösung” zu finden ist, aber das klappt offenbar auch nicht mit allen Programmen. Hoffe, es ist verständlicher geworden, was ich meine :)

      Gruß, Christian@gizmodo

      1. Hallo, ich habe das Notebook in der QHD+-Version seit zwei Wochen im Einsatz und leider auch ein älteres Programm (einen Sprachkurs) in Benutzung, der nicht richtig skaliert. Bei mir hilft ein Ändern der Windows-Bildschirmauflösung und ein anschließender Neustart. Dann kann ich das Programm ohne Lupe benutzen. Allerdings reicht bei mir auch ein Umstellen auf FHD noch nicht. Da bleiben die Schriften weiterhin recht klein, wenn sie auch ein wenig größer werden. Mit 1.600 x 900 klappt es bei mir aber.
        Übrigens habe ich irgendwo gelesen, dass das Problem mit Windows 10 behoben werden soll, so dass dieser umständliche Workaround hoffentlich bald nicht mehr nötig ist.
        Ansonsten bin ich mit dem Notebook sehr zufrieden und kann der Darstellung der Stärken und Schwächen im Artikel uneingeschränkt zustimmen.
        Grüße Thomas.

  2. Ich finde den Preis schon recht happig – ab 1000 euro stellt sich mir immer die Frage – Warum kein Macbook Air? Aber grundsätzlich ein Top Gerät – nur warum verstehen es die Hersteller nicht matte Displays zu verbauen? Outdoor arbeiten ist wie eure Fotos zeigen ja wohl unmöglich

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