Surface: Microsoft hat Stifttechnik von N-Trig gekauft

(Bild: Microsoft)

Microsoft wollte die Stifttechnik von N-Trig, die beim Surface eingesetzt wird, nicht mit anderen teilen und hat sie sich offenbar exklusiv gesichert. Frühere Surface-Geräte von Microsoft wurden mit der Konkurrenztechnik von Wacom ausgerüstet.

Ein Blogeintrag von Microsofts Forschungsdirektor Steven Bathiche zeigt, dass sich das Unternehmen die Stifttechnik der israelischen Firma N-Trig exklusiv gesichert hat. Man habe die Technik “übernommen” heißt es, nachdem man jahrelang mit dem Unternehmen kooperierte. Vermutlich wurde dabei gleich die ganze Firma gekauft.

Schon im Februar des Jahres wurden Gerüchte laut, wonach Microsoft die N-Trig übernommen haben soll. Damals ging die israelischen Zeitung Calcalist davon aus, dass Microsoft für die Übernahme von N-Trig mindestens 200 Millionen Dollar gezahlt hat. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll die Summe für die Übernahme der wesentlichen Technologien und Mitarbeiter allerdings nur 30 Millionen Dollar betragen. Allerdings besaß Microsoft schon einen Anteil an N-Trig in Höhe von 6 Prozent. Die 150 Mitarbeiter von N-trig sollen in Microsofts israelische Niederlassung umziehen. Manche davon könnten aber auch ins Hauptquartier nach Redmond wechseln, berichtet CNBC.

Der Stift des Surface Pro 3 gilt als bedeutender Fortschritt gegenüber den Vorgängern. Er startet zum Beispiel auf einen Knopfdruck hin OneNote, und der Anwender kann mit handschriftlichen Notizen beginnen. Zusätzlich verfügt er über eine Rechtsklick- und eine Radiergummi-Taste. Im kommenden Browser Spartan werden sich außerdem ebenfalls Notizen machen und weiterschicken lassen.

Ein Analyst geht davon aus, dass auch Apples angeblich geplantes größeres iPad-Modell mit dem denkbaren Namen iPad Pro über einen Stift verfügen wird. Ming-Chi Kou von KGI Securities verweist auf eigene Recherchen und mindestens sechs Apple-Patentanträge rund um Stifteingabe auf einem Tablet, um seine Einschätzung zu begründen. “Ein Stift ist präziser als ein Finger und lässt sich in manchen Fällen bequemer nutzen als Tastatur und Maus”, schrieb er im Januar.

Das Wall Street Journal hat kürzlich mit Microsofts Surface-Chef Panos Panay über den Surface-Stift gesprochen und von ihm erfahren, dass die Nutzung zuletzt stark zugenommen habe – besonders durch die OneNote-Verbindung. Mit Windows 10 komme eine noch bessere Software-Integration. Das Gerücht um einen Apple-Stift nannte Panay aufregend: “Es ist großartig, wenn andere Firmen aufzuholen versuchen.”

Der Manager kündigte auch an, Microsoft werde “Tinte zum Leben erwecken”. Sein oberster Chef, Microsoft-CEO Satya Nadella, hatte hingegen kürzlich in einem Interview Tinte in flüssiger Form als aussterbende Technik bezeichnet. Auf die Frage, welche heute verbreitete Technik in fünf Jahre nicht mehr existieren werde, nannte er “Füllfederhalter”.

Tipp: Was wissen sie über Microsoft? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Tags :Quellen:Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising