Trauer, Sex und Kunst: Glas-Dildo-Urne für die Liebe nach dem Tod

Glas Dildo Urne (Bild: Mark Sturkenboom)

Just in dem Moment, in dem man denkt, man habe bereits alles gesehen, erfindet jemand eine Glas-Dildo-Urne. Mundgeblasen, natürlich. Das lustvolle Stück stammt aus der feuchten Feder von Künstler Mark Sturkenboom. Es handelt sich dabei um einen Bestandteil eines Kunstwerks namens „21 Gramm“. Und genauso viel Platz bietet der Dildo für die Asche eines verstorbenen Liebhabers.

Der Dildo besteht aus einer goldenen Urne und einem gläsernen Schaft. Bei der Verwendung fliegt die Asche also nicht wild durchs Glas, was der Ästhetik der Selbstbefriedigung sicher zuträglich ist. Die künstlerische Intention beschreibt Sturkenboom als Versuch, Tabus rund um Sexualität und Trauer zu thematisieren.

Die Glas-Dildo-Urne wird auf Bestellung handgefertigt, Sturkenboom passt das Kunststück sogar an die speziellen Bedürfnisse und Wünsche der Käufer an. Bisher hat er einen verkauft. Nach der Milan Design Week 2015, auf der er sein Werk zum ersten Mal präsentierte, sei das Interesse an der gläsernen Urne gewachsen.

Tags :Quellen:Mark SturkenboomVia:Gizmodo.com
  1. Einige lassen aus der Asche von deren EX, für ca. 5000$, einen Diamanten pressen,
    und tragen den als Ring mit sich…

    Eine recht günstige Lösung, wenn man die Gesamtkosten für Grab und Grabpflege in Folgejahren zusammenrechnet.
    Und sollte solche Ex verarmen, kann die in der Not den „künstlichen Diamanten“ verkaufen oder ins Pfandhaus bringen.

    In Korinthenkacker- Staat Deutschland wäre aber beides verboten! Es gibt auch Gesetze für Leichen…

    1. „In Korinthenkacker- Staat Deutschland wäre aber beides verboten! Es gibt auch Gesetze für Leichen…“ und das ist auch gut so.

      Ich finde es wichtig, dass auch nach dem Tod die Würde des Verstorbenen gewahrt bleibt, wenn jeder mit einem Verstorbenen machen könnte was er wollte, würde es auch Auswüchse geben. Vor allem würden dann oft Angehörige oder verantwortliche nur die kostengünstigste Variante wählen ohne an die Wünsche des Verstorbenen oder an andere Angehörige oder Trauernde zu denken.

      Man kann drüber nachdenken, das mehr möglich sein müsste, solange es dem ausdrücklichem Wunsch des verstorbenen entspricht, aber Grenzen muss es auch dann noch geben.

      1. Die Würde der Verstorbenen dürfte nur Vorwand sein,
        um den Monopolisten die kommunale Krematorien / Friedhöfe betreiben,
        die Wucher- Profite zu sichern.
        Bestatter- Lobby + kirchliche Lobby auch.

        Die Zahler sind sicher.
        Den in DE müssen die Kinder oder Erben, für die Bestattungskosten bezahlen.
        Ggf. streckt es die Kommune vor, und pfändet es später mit Konto- / Lohn- / Sach- Pfändungen.

        Das es anders geht, zeigt z.B. NL…

        1. Genau meine Würde ist nur ein Vorwand, damit die Bestatter Geld verdienen können. Ich freue mich schon, wenn meine Angehörigen sich drüber streiten, beim wem zu Hause meine Urne stehen darf. Oder wenn einer dem anderen den Zugang zum Trauern oder Gedenken verweigert. Und am besten fällt sie mal runter beim putzen und geht kaputt und so weiter.

          Ich stimem zu, dass Beerdigungen in Deutschland teuer sind, und ich bin auch dafür dass es mehr Möglichkeiten geben muss vor allem Asche zu beerdigen. Dass es zum Beispiel auch die Möglichkeit geben sollte, Asche auf speziellen Feldern oder in der Natur zu verstreuen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising