Windows Media Center gibt es künftig nicht mehr

Bild: Ed Bott / ZDNet.com

Das Windows Media Center (WMC) ist Geschichte. Wer auf Windows 10 umsteigt, wird die Software auch nicht mehr nachträglich installieren können, was bei Windows 8 noch klappte. Wer updatet, verliert das Programm, mit dem Fernsehen, Filme, Bilder und Musik abgespielt werden können.

Nun ist die Katze aus dem Sack: Das Windows-Heimkino alias Windows Media Center wird eingestellt. Das bestätigte Microsoft dem ZDNet.com-Kolumnisten Ed Bott auf der Entwicklerkonferenz Build 2015. Auch ein Add-on für Windows 10 wird es nicht geben.

Für den Fernsehempfang unterstützte Windows Media Center TV-Karten für den PC. Per Fernbedienung erlaubte es auch die Musikwiedergabe und das Abspielen von DVDs, später sogar von Blu-Ray-Filmen. Die Programmoberfläche war von riesigen Symbolen und entsprechend großer Schrift geprägt, um von der Couch aus bedienbar zu sein.

Microsofts Ausflug ins Wohnzimmer begann mit der Windows XP Media Center Edition 2003. Danach zog das Media Center als groß herausgestelltes Extra in die Premium- und Ultimate-Ausgaben von Windows Vista sowie Windows 7 ein. Ab Windows 8 musste das Programm zusätzlich installiert werden und wurde zum Preis von etwa 10 Euro angeboten. Die Weiterentwicklung wurde bereits 2009 eingestellt. Inzwischen sieht Microsoft nur noch eine vernachlässigbar kleine Anzahl von Nutzern – viele wanderten offenbar zu Streaming-Diensten ab.

Es ist unmöglich, das gewohnte Windows Media Center beim Update auf Windows 10 mitzunehmen. Wer es versucht,wird von einem Meldefenster gestoppt, das ihn zur vorherigen Deinstallation der Anwendung auffordert, da sie “nicht kompatibel zu Windows 10 ist”.

Enthusiasten, die nicht vom Windows Media Center lassen wollen, empfiehlt Ed Bott daher als einfachste Lösung, bei Windows 7 oder Windows 8.1 zu bleiben. Als modernere Alternative nennt er die Spielekonsole Xbox One, die sich auch für die Medienwiedergabe auf größeren Bildschirmen eignet. Als Alternativen auf dem PC bieten sich weiterhin die Open-Source-Media-Center MediaPortal und Kodi (zuvor XMBC) an.

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Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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