Apple Watch: Versteckter Port erlaubt schnelleren Ladevorgang

(Bild: iClarified)

Mindestens zwei Funktionen haben Nutzer einem versteckten Anschluss der Apple Watch zuschreiben können. Der vom Armband verdeckte Sechs-Pin-Port kann einerseits für eine Diagnose genutzt werden, andererseits lässt sich die Smartwatch damit auch schneller laden.

Einem Bericht von 9to5Mac zufolge entwickelt eine Firma namens Reserve Strap bereits ein alternatives Armband für die Apple Watch, welches zusätzliche Akku-Zellen enthalten soll: “Wir haben ein komplett neu durchdachtes Design entwickelt und getestet, das den Sechs-Pin-Port unter dem Bandverschluss der Apple Watch nutzt. Dieser Port wurde bisher von niemandem entschlüsselt, aber unsere Beobachtung führen uns weit genug, um unseren Entwicklungsfokus auf diese Methode zu lenken.”

Die Entwicklung will Reserve Strap mit oder ohne Unterstützung durch Apple verfolgen. Es verspricht bis zu 120 Prozent mehr Akkulaufzeit – also knapp 40 Stunden – und schnelleres Laden als mit dem von Apple beigefügten Magnetladegerät.

Die Gefahr für Reserve Strap ist natürlich die, dass Apple selbst ein ähnliches Armband plant – das nicht nur über seine Marke und seine Designabteilung, sondern auch über bessere technische Kenntnisse des Produkts verfügt. Sollte der Port tatsächlich für schnelles Laden per Kabel gedacht sein, könnte ein solches Armband bald folgen.

Schließlich gibt Apple für die Watch nur eine maximale Batterielaufzeit von 18 Stunden an. Die Uhr muss zumindest nächtlich aufgeladen werden. Eine Möglichkeit, die Lebensdauer zu verlängern und dadurch auch Überwachung etwa der Herzfrequenz im Schlaf zu realisieren, dürfte auf großes Interesse stoßen.

Die Absicht von Reserve Strap erinnert an den Apple-Watch-Konkurrenten Pebble Time, dessen Hersteller bewusst ein offenes Ökosystem um seine Uhr herum aufbaut, die mit Android ebenso wie mit iOS funktioniert. Hersteller alternativer Armbänder können sogar neue Funktionen schaffen und etwa einen GPS-Chip einbauen, über den die Pebble standardmäßig nicht verfügt. Die Pebble Time hält übrigens schon mit Standardakku bei typischer Nutzung sieben Tage durch.

Apple hingegen hat bisher keinerlei Zertifizierungs- oder Partnerprogramm zu seiner Uhr angekündigt. Auch zu dem versteckten 6-Pin-Port gibt es bisher keine offiziellen Informationen.

Tags :Quellen:9to5MacVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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