Digitales Whiteboard SMART kapp überträgt eure Ideen via iOS und Android [Video]

(Foto: Gizmodo).

Ideen auf einem stinknormalen Whiteboard oder Flipchart festzuhalten, ist ungefähr so fortschrittlich, wie während Vorträgen oder Meetings auf dem Papier mitzuschreiben. Wer mit dem Zahn der Zeit geht, der setzt natürlich auch zum Illustrieren und Sammeln von Geistesblitzen auf die digitale Lösung, wie wir kürzlich von der Firma Smart Technologies belehrt wurden. Das 1987 in Kanada gegründete Unternehmen hat ein digitales Whiteboard beziehungsweise Flipchart entwickelt, dass über eine App mit dem Android-Smartphone oder iPhone kommuniziert und Inhalte mit den Zuhörern teilen kann.

SMART kapp - Digitales Whiteboard mit iOS- und Android-Anbindung

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SMART kapp

Das Whiteboard SMART kapp ist grundsätzlich in zwei verschiedenen Größen erhältlich. Die uns in München vorgeführte Version ist dem traditionellen Flipchart im Hochformat nachempfunden. Diese ist mit einer 42 Zoll großen beschreibbaren Glasfläche ausgestattet und steht für rund 950 Euro zum Verkauf. Die größere und teurere Ausführung entspricht dem traditionellen Whiteboard, wie man es aus vielen Meeting-Räumen kennt. Sie ist im Querformat ausgelegt und misst 84 Zoll in der Diagonale. Sie soll im Sommer erscheinen und 1.200 Euro kosten.

(Foto: Smart Technologies).

Der Vorteil von SMART kapp gegenüber einem herkömmlichen Flipchart oder Whiteboard ist, dass es das Geschriebene nahezu in Echtzeit digitalisiert und es Nutzern erlaubt, Inhalte über das Smartphone oder Tablet mit den Teilnehmern eines Meetings zu teilen. Die Auflistungen und Grafiken können auch auf beliebigen Endgeräten gespeichert werden. Beschreiben lässt sich SMART kapp mit herkömmlichen Whiteboard-Markern.

Schaut euch das digitale Whiteboard SMART kapp im Einsatz an:

Das smarte Whiteboard wird mit einer im Lieferumfang enthaltenen Wandhalterung ausgeliefert. Alternativ lässt sich das kleinere Modell beispielsweise auch auf einen 400 mal 400 Millimeter VESA-Standardständer montieren.

(Foto: Gizmodo).

Damit man direkt loslegen kann sind drei trockene Whiteboard-Marker und ein speziell für SMART kapp entwickelter Schwamm standardmäßig mit dabei.

(Foto: Gizmodo).

Auf dem Whiteboard soll man auch mit herkömmlichen wasserlöslichen Whiteboard-Stiften schreiben können, Smart Technologies empfiehlt aber die Verwendung der mitgelieferten Marker, um auf der 91,8 mal 56,6 Zentimeter hohen und breiten Glasfläche herum zu kritzeln. Insgesamt misst das 42-Zoll-Modell Smart kapp 112 mal 58,5 Zentimeter und ist zum Großteil 3 Zentimeter dünn. Nur der untere Bereich misst 8 Zentimeter in der Bauhöhe.

(Foto: Gizmodo).

Um das Geschriebene oder Gezeichnete zu digitalisieren nutzt SMART kapp eine proprietäre Technologie namens DViT (Digital Vision Touch). Diese basiert auf einem System aus vier Kameras, die sich in jeder Ecke des Whiteboards befinden und die aufgetragenen Inhalte erfassen. Dabei kann das Smart-Whiteboard sehr fein zwischen einem spitzen Stift oder dem Finger beziehungsweise dem Schwamm zum Löschen von Inhalten unterscheiden. Wer will, kann einzelne Buchstaben,  Striche & Co. also auch präziser mit dem Finger wegwischen.

(Foto: Gizmodo).

Damit die Teilnehmer eines Meetings die Inhalte auf ihrem Smartphone oder Laptop mitverfolgen und speichern können, wird die Smart-kapp-App sowie ein Smartphone oder Tablet benötigt. Unterstützt sind Geräte mit Apple iOS ab iPhone 4S, iPad 3, iPad Mini 1 und iPod Touch 5. Gen sowie mit Googles Android ab Version 4.1 Jelly Bean. Smart Technolgies gibt weiter an, dass Android-Geräte mindestens ein 720p-Display, 1 GByte RAM und Bluetooth 2.1 besitzen müssen. Die Android-App kann im Google Play Store heruntergeladen werden. Für Apple-Geräte steht sie wie üblich im App Store zum Download bereit.

(Foto: Gizmodo).

Eine Bluetooth-Verbindung mit SMART kapp lässt sich einfach per Einscannen eines auf dem Whiteboard abgedruckten QR-Codes oder via NFC herstellen. Ist die App noch nicht installiert, gelangt man bei diesem Schritt direkt zum Download. Das Pairing muss nur einmal beispielsweise von dem Leiter des Meetings durchgeführt werden. Die einzelnen Teilnehmer müssen dann lediglich per Link zu der Session eingeladen werden.

(Foto: Gizmodo).

Auf dem Smartphone oder Tablet lässt sich das Geschriebene dann über Google Chrome für Android sowie Apples Safari abrufen. Künftig soll dies aber auch noch für Teilnehmer über die App funktionieren – derzeit sieht nur der Leiter die Inhalte in der Anwendung. Um eine Session mit zu verfolgen ist aber nicht zwingend ein Mobilgerät erforderlich. Teilnehmer können den Link auch einfach am Notebook oder Rechner öffnen und das Geschriebene ohne zusätzliche Software im Desktop-Browser empfangen. Die geschrieben Inhalte tauchen dann mit nur einer geringfügigen Verzögerung auf dem Smartphones des Leiters sowie den Geräten der Teilnehmer auf. Praktisch ist, dass so beispielsweise auch Teilnehmer, die nicht mit im Raum und via Skype & Co. verbunden sind, die Inhalte besser mitverfolgen können.

(Foto: Gizmodo).

Die auf SMART kapp festgehaltenen Inhalte lassen sich auch abspeichern. Der Leiter kann Screenshots anfertigen und diese in den Formaten JPEG oder PDF abspeichern und mit den anderen Teilnehmern oder beispielsweise auch Evernote respektive anderen Dienste teilen. Alle gesicherten Snapshots einer Sitzung werden dann in einer Art Bibliothek auf dem Smartphone angezeigt – auch die vergangener Meetings sind zugänglich. Die verschiedenen Seiten lassen sich löschen, via iOS auch sortieren und einzeln oder gemeinsam exportieren.

(Foto: Gizmodo).

Es besteht auch die Möglichkeit, einen USB-Stick an das SMART-kapp-Whiteboard anzuschließen und die Inhalte darauf abzulegen. Ein Vorteil ist, dass Inhalte nicht als pixel-, sondern als vektorbasierte PDFs gespeichert werden, sodass sie sich bei Bedarf auch im Großformat ausdrucken lassen. Für die Zukunft sind natürlich noch weitere Funktionen denkbar wie eine Suchfunktion oder eine Handschrifterkennung.

(Foto: Gizmodo).

Mit der kostenlosen Version der Smart-kapp-App können bis zu 5 Teilnehmer zu einer Sitzung eingeladen werden. Größere Gruppen benötigen dann ein Premium-Abonnement, das bis zu 250 Teilnehmer erlaubt. Hinzu kommen dann noch weitere Sicherheitsfeatures und passwortgeschützte, statische URLs für regelmäßige Meetings. Das bedeutet, der Link zum Einladen der Teilnehmer muss nicht jedes Mal neu verschickt werden, da die URL stets dieselbe ist.

(Foto: Gizmodo).

Für die Übertragung der Inhalte muss das verbundene Smartphone natürlich über eine Internetverbindung verfügen. Bei Meetings ist in der Regel aber sowieso WLAN vorhanden. Die Daten werden verschlüsselt per HTTPS-Protokoll über einen Cloud-Service des Unternehmens übertragen. Sobald sie geteilt wurden, werden die Daten laut Smart Technologies von den Servern gelöscht. Auch weggewischte Inhalte werden sofort vernichtet. Die Bluetooth-Verbindung zwischen SMART kapp und dem Smartphone des Leiters erfolgt ebenfalls ausschließlich über verschlüsselte Protokolle. Die Sicherheit soll zudem dadurch erhöht werden, dass sich jeweils nur ein Smartphone mit dem Whiteboard SMART kapp gleichzeitig via Bluetooth verbinden kann. Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite des Herstellers.

Tags :Quellen:Smart TechnologiesVia:CNET.de

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