User sollen App-Berechtigungen in Android bald selbst steuern dürfen

(Bild: Google)

Die Rechteverwaltung für Android-Apps soll es Anwendern wieder erlauben, die Apps, die sie auf ihrem System installieren, stärker unter Kontrolle zu halten und ihnen gezielt einzelne Rechte auch zu verwehren. Google will das Feature angeblich auf seiner Entwicklermesse Google i/O ankündigen.

Android-Nutzer sollen wieder mehr Kontrolle über die Apps erhalten, die sie auf ihren mobilen Geräten installieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die neue App-Kontrollfunktion soll auf der Google I/O in San Francisco vorgestellt werden.

Vollkommen aus der Luft gegriffen scheint das nicht. Eine experimentelle Funktion zum Einschränken von App-Rechten hatte Google bereits in Android 4.3 Jelly Bean integriert. Das sogenannte Feature ‘App Ops’ war allerdings im System versteckt und nur umständlich über einen geeigneten Launcher oder eine Drittanbieter-App zugänglich. Dennoch erfreute es sich schnell großer Beliebtheit. Anstatt es weiterzuentwickeln und offiziell zugänglich zu machen, entfernte Google App Ops mit Android 4.4.2 KitKat aber wieder aus dem Betriebssystem.

Um die Berechtigungen einzelner Apps verwalten zu können, benötigt man aktuell in der Regel Root-Rechte und muss weiterhin auf Anwendungen von Dritt-Anbietern ausweichen. Eine Ausnahme ist die App SRT-AppGuard, die ohne den Vollzugriff auf das Smartphone funktioniert. Sie ist allerdings nicht im offiziellen Google Play Store verfügbar. Das Sicherheitsprogramm bietet in der Beta-Version auch schon eine experimentelle Unterstützung für Android 5.0 Lollipop beziehungsweise Android 5.1.

Googles neues Rechteverwaltungssystem soll Android-Anwender wieder offiziell die Möglichkeit bieten, Berechtigungen von installierten Apps einzuschränken. Wie umfangreich die Kontrolle sein wird und welche genauen Berechtigungen kontrollierbar sein werden, das geht aus dem Bloomberg-Artikel nicht hervor.

Ein vollkommener Schutz der eigenen Daten wird aber auch wohl dann nicht bestehen. Es werden immer wieder Sicherheitslücken entdeckt, die es Angreifern ermöglichen, das Rechtesystem von Google auszuhebeln. Mitte 2014 wurde zum Beispiel ein Schlupfloch entdeckt, das es schädlichen Android-Apps erlaubte, die Berechtigungen legitimer Anwendungen zu übernehmen. Dennoch wäre das neue Berechtigungssystem wieder ein großer Schritt in Richtung mehr Kontrolle über die Privatsphäre.

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Tags :Quellen:Mit Material von Christian Schartel, CNet.de

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