Selbstfahrende Autos hatten schon die ersten Unfälle

(Foto: Mark Dollner / flickr.com)

Selbstfahrende Autos gelten als Allheilmittel für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und können Unfälle verhindern, indem sie dem Gefahrenfaktor Mensch überflüssig machen. Eines Tages. Denn noch sieht die Lage anders aus: Acht Prozent der auf den Straßen Kaliforniens fahrenden autonomen Autos waren in Unfälle verwickelt.

Vier der etwa 50 autonomen Autos, die derzeit Kalifornien unsicher machen, waren in Unfälle verwickelt, seit Testerlaubnisse im September ausgegeben wurden. Drei der Autos waren SUVs von Lexus aus dem Google-Programm, eines ein Testfahrzeug von Delphi, einem weiteren Unternehmen, das an autonomen Autos arbeitet.

Zwei der Unfälle, so die Chicago Tribune, geschahen, während die Autos autonom gesteuert wurden. In den anderen beiden Fällen wurden die Autos von den Menschen gesteuert, die in den Tests immer hinterm Steuer sitzen müssen.

Die Unfallrate ist also, wie die Chicago Tribune berichtet, recht hoch. Sie liegt bei normalen Autos bei 0,3 pro 100.000 gefahrenen Meilen. Im Falle von Google hingegen bei drei Unfällen auf etwa 140.000 Meilen.

Allerdings: Die Unfälle der Google-Autos waren allesamt leicht. Und solche leichten Unfälle werden bei herkömmlichen Autos oft gar nicht gemeldet, was die Statistik durchaus verzerren kann. Dennoch ist es bis zu perfekt sicher fahrenden autonomen Autos noch ein weiter Weg.

Foto: Mark Dollner / flickr.com

Quellen:Chicago TribuneVia:gizmodo.com
  1. Was ist das denn bitte für ein irreführender Artikel? Erstmal von 5 „unfällen“ sprechen und dabei die Unfälle der Menschen auch noch mitzählen… Und was das für Unfälle waren wird auch nicht geschrieben.
    Hauptsache man hat eine schöne Clickbait-überschrift. Der Vergleich mit den normalen Unfallzahlen hinkt auch total, was der Autor immerhin noch selbst erkannt hat.

  2. Die Überschrift zum Artikel ist schon sehr reißerisch und ich muss P3tshshs absolut zustimmen in seinem Kommentar.
    Die FAZ hat m.E. einen nicht so reißerischen Artikel dazu geschrieben in dem auch deutlich wird, dass die Unfälle keine Fehler der Autos waren. Und auch im englischen Original der Chicago Tribune steht, dass die Google Autos 7 mal „rear-ended“ wurden, es handelt sich also um Auffahrunfälle. Außerdem steht im originalen Artikel, dass Google auf 0,6 unfälle auf 100000 Meilen kommt. Irgendwas ist bei diesem Artikel schiefgelaufen …

    1. Sehr richtig :)
      Dass die Autos gar nicht Schuld waren, ist tatsächlich der aller wichtigste Punkt, der im Artikel hier völlig unter den Tisch fällt.

  3. Hey, Gizmodo, Ihr seid eins der letzten Magazine, die ich im Gegensatz zum „Qualitätsjournalismus“ noch lese. Bitte geht nicht auf das gleiche Niveau herunter. Der Artikel ist ja grausam an verfälschter Aussage und Halbinformation. Bitte nicht weiter so.

  4. Ich habe selten einen so schlecht recherchierten Artikel gelesen wie diesen.

    Richtige Infos gibt es hier.
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Computer-war-s-nicht-Elf-kleinere-Unfaelle-mit-Googles-selbstfahrenden-Autos-2644175.html

    Zitat:
    „Der Computer war’s nicht: Elf kleinere Unfälle mit Googles selbstfahrenden Autos :
    Sieben Mal seien andere Fahrer auf die Google-Wagen aufgefahren. Ansonsten seien sie an der Seite gestreift worden und bei einem Zusammenstoß sei ein anderes Auto an einem Stoppschild vorbeigerollt. Insgesamt habe es nur leichte Schäden an den Wagen und keine Verletzten gegeben.“

    Für mich sieht es so auch als führen die selbstfahrenden Autos sogar sicherer als manuell gelenkte.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising