MediaTek stellt ersten Zehnkern-Prozessor Helio X20 vor

(Bild: MediaTek)

Der chinesische Chiphersteller MediaTek hat mit dem Modell Helio X20 den ersten Deca-Core-Mobilprozessor mit zehn Kernen vorgestellt. Die CPU bietet nochmals zwei Kerne mehr als die bisherigen Ocat-Core-Prozessoren und arbeitet nach dem big.LITTLE-Prinzip mit Tricluster-Architektur. Erste Samples des MediaTek Helio X20 werden im dritten Quartal 2015 verfügbar sein. In Smartphones oder Tablets wird der Prozessor ab Anfang 2016 zum Einsatz kommen.

Der neue MediaTek Helio X20 ist für den Einsatz in Top-Modellen konzipiert und verbindet laut dem Hersteller eine hohe Rechenleistung mit hoher Energieeffizienz. Dafür sorgt ARM’s big.LITTLE-Prinzip und MediaTek’s neue Tri-Cluster-Prozessor-Architektur, die es ermöglicht, einzelne Tasks noch effizienter auf die Rechenkerne aufzuteilen. Der X20 besteht anders als bisherige Octa- oder Hexa-Core-CPUs sozusagen nicht mehr nur aus zwei, sondern aus drei im Verbund arbeitenden Prozessoren. Ein Dual-Core-Chip mit zwei ARM-Cortex-A72-Kernen und 2,5 GHz Takt ist beim Helio X20 für leistungsintensive Arbeiten zuständig. Eine Quad-Core-Einheit mit vier 2 GHz schnellen ARM-Cortex-A53-Kernen dient zur Bewältigung mittlerer Rechenlasten. Vier weitere Cortex-A53-Kernen mit 1,4 GHz sind für Aufgaben zuständig, die weniger Power benötigen.

MediaTek’s aktualisierte CorePilot-Technologie regelt dann die Verteilung der Rechenlast zwischen Haupt- und Grafikprozessoren unter Berücksichtigung von Batterieverbrauch und thermischen Effekten. Dadurch ist laut dem Chiphersteller eine sehr hohe Rechenleistung bei nur geringer Wärmeentwicklung möglich. Zudem soll dies den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Dual-Cluster-Architekturen um bis zu 30 Prozent senken.

Die Integration eines zusätzlichen stromsparenden ARM-Cortex M4-Prozessors ist ebenfalls möglich. Dieser übernimmt dann beispielsweise die Wiedergabe von MP3s oder die Sprachsteuerung und sorgt laut MediaTek nochmals für eine längere Akkulaufzeit.

Darüber hinaus ist der MediaTek Helio X20 mit einem LTE-Cat-6-Modem ausgestattet und erlaubt maximale Datenübertragungsraten von bis zu 300 MBit/s. Der Chip unterstützt Displays mit 120-Hz-Technologie sowie zwei Hauptkameras inklusive einer eingebauten 3D-Engine, die eine schnellere Bilderstellung mit guter Tiefenschärfe erlauben soll. Ein multi-skalierbarer Bildprozessor mit Rauschunterdrückung soll weiterhin für qualitativ hochwertige, detailreiche, farbtreue und gestochen scharfe Bilder auch in extrem widrigen Umgebungen sorgen. Weitere Details hält MediaTek auf seiner Webseite bereit.

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