Computerspielwissenschaften: Games als Studiengang an der Universität? [Interview]

(Bild: flickr.com)

Was steckt eigentlich hinter dem Gaming? Und was hat es mit der Gamer-Kultur auf sich? Das (Computer-)Spiel als Kulturgut, diese Thematik soll unter anderem in einem deutschlandweit bisher einzigartigem Studiengang bearbeitet werden. Wir waren an der Universität Bayreuth und haben nachgefragt, was es mit dem Masterstudiengang Computerspielwissenschaften auf sich hat.

Zum Wintersemester 2015/2016 feiert die Universität Bayreuth eine Art Deutschlandpremiere. Denn dann wird es dort die Möglichkeit geben die Wissenschaft hinter dem Medium Computerspiel zu studieren. Ähnlich wie bei Kultur- und Literaturwissenschaften steht dabei das Medium Games nur als Analysegrundlage zur Seite.

Zocken als Studiengang? Fehlanzeige

Doch wer sich jetzt freut im Studium hauptsächlich spielen zu können, der hat sich vertan. Tatsächlich soll das Game als Medium und Plattform einer ganzen Kultur analysiert werden. Einflüsse erhält der Masterstudiengang Computerspielwissenschaften dabei aus den Medienwissenschaften und der Informatik.

Hier sollen also Fragen behandelt werden, welche eher die Hintergründe des Gamings durchleuchten wollen – sowohl aus einer technischen als auch kulturwissenschaftlichen Perspektive.

Warum ausgerechnet die Universität Bayreuth?

Als gebürtiger Bayreuther war ich zunächst überrascht, dass ausgerechnet meine kleine Heimatstadt solch einen außergewöhnlichen Studiengang auf die Beine gestellt hat. Bei meinem Besuch erklärte mir Prof. Dr. Koubek, der Mann hinter dem Studiengang Computerspielwissenschaften, dass die Uni Bayreuth seit vielen Jahren im Bereich des Gamings tätig ist. Neben einer üppigen Bibliothek von Games aus jedem Zeitalter besäße man zudem eine große Auswahl an Konsolen, bis hin zu einem Arcade-Automaten.

Hier hätte sich um die Studenten der Medienwissenschaften und der Informatik ein ganzes Ökosystem an Gaming-Begeisterten gegründet. Neben 14-tägigen Spiele-Abenden findet so etwa auch ein eigener YouTube Kanal Level UB, der sich mit Games auseinandersetzt. Zudem existiert seit einiger Zeit eine eigene E-Sport Gruppierung. Und so scheint es fast unausweichlich gewesen zu sein, zu dem bereits existierenden Angebot auch noch einen speziellen Studiengang anzubieten, der das Computerspiel eben tiefer durchleuchten soll.

Interview zum Studiengang Computerspielwissenschaften

In einem kurzen Interview mit Prof. Dr Koubek haben wir (hoffentlich) alle wichtigen Fragen zum Masterstudiengang Computerspielwissenschaften für euch geklärt.

Wer von euch also gerade studiert und noch nach einem passenden Masterstudiengang sucht, der kann sich bis Mitte Juli 2015 noch an der Universität Bayreuth bewerben. Ich persönlich bin gespannt, wie der Studiengang Computerspielwissenschaften bei euch ankommen wird. Gerade in Hinblick auf meinen letzten Kommentar zum Thema „Verändern Videogames und Pornografie unser Verhalten?“ halte ich persönlich aber solch einen speziellen Studiengang als wichtige Grundlage, um sich mit dem Thema Gaming vernünftig auseinandersetzen zu können. Schreibt also gerne auch eure Meinung zu dem Thema in die Kommentare.

(Titelbild: JD Hancock via flickr.com)

Tags :Via:computerspielwissenschaften.uni-bayreuth.de

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