Microsoft wollte Saleforce für 55 Milliarden US-Dollar kaufen – und bekam es nicht

(Bild: Salesforce)

Microsoft hatte geplant, Salesforce.com und dessen CRM-Lösung zu übernehmen und war bereit, 55 Milliarden US-Dollar dafür abzugeben. Doch angeblich soll das den Eigentümern, die ihr Unternehmen nun nicht verkauften, zu wenig gewesen sein. Die Verhandlungen platzten.

Nach einem Bericht von CNBC hat Microsoft eigentlich das Unternehmen Salesforce übernehmen, das die Verwaltung von Kundenbeziehungen als Cloudlösung anbietet. Das soll Microsoft 55 Milliarden US-Dollar wert gewesen sein – was mehr als die Hälfte der Barreserven von Microsoft von insgesamt 95 Milliarden US-Dollar gewesen wäre. Doch daraus wurde nichts – angeblich ausgerechnet wegen des Gründers Marc Benioff, der 70 Milliarden US-Dollar haben wollte – und hier sagte selbst Microsoft Nein.

Gerüchte um Übernahmeangebote für Salesforce kamen schon vor einigen Wochen auf. Nach einem früheren Bericht von Bloomberg wollte Microsoft allerdings nur eine vorhergehende Offerte einer dritten Partei kontern. Als denkbare Interessenten kamen außerdem Oracle, IBM, SAP, Amazon, Cisco, Google sowie Apple ins Gespräch. Am plausibelsten erschien noch Oracle, während SAP ein Interesse an Salesforce klar dementierte. Was auch immer der Hintergrund war – die Meldung führte zu einem scharfen Kursanstieg, und der Handel mit Salesforce-Aktien wurde vorerst ausgesetzt.

Salesforce.com ist ein Pionier für Bereitstellung von Geschäftssoftware – insbesondere Customer Relationship Management (CRM) – in der Cloud, als Software-as-a-Service (SaaS). Microsoft und Salesforce schlossen im vergangenen Jahr eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel verbesserter Kompatibilität ihrer Lösungen. Zuvor hatten die beiden Firmen intensiv rivalisiert. 2010 etwa lockte Microsoft Salesforce-Kunden mit Geldprämien und verklagte es sogar wegen nicht lizenziertem Einsatz geschützter Technik.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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