Live-Videosender-App Periscope jetzt auch auf Android

(Bild: Twitter)

Wer mit seinem Android-Smartphone und dessen Kamera Videos live senden will, kann dazu nun die Twitter-App Periscope verwenden. Unter iOS gibt es die App schon seit März 2015. Die Konkurrenz-App Meerkat ist schon weiter.

Unter iOS ist die App Periscope, mit der jeder das aktuelle Videobild seines iPhones übertragen kann, ein großer Erfolg. Mittlerweile wurde die App 10 Millionen Mal herunter geladen. Das sorgt dafür, dass Twitter auch eine Portierung auf Android vornahm, die nun veröffentlicht wurde.

The Verge berichtet, dass sich die Versionen für Android und iOS vor allem durch die Art unterscheiden, wie der Nutzer eine Übertragung – also einen Live-Stream – startet: Unter Android dient dazu ein den Material-Design-Richtlinien entsprechender roter Button. Die Grundfunktionen aber – etwa der erste Start, bei dem die App dem Anwender zunächst Streams seiner Twitter-Kontakte vorschlägt, oder die Navigation zwischen Empfehlungsseiten durch Wischen – ist identisch.

Vor Periscope hatte sein Live-Streaming-Konkurrent Meerkat eine Android-App verfügbar gemacht, der ihm auch unter iOS zuvorgekommen war. Twitter stoppte schon vor dem Start des eigenen Diensts ihren Zugriff auf seine APIs, der Nutzern ermöglichte, Livestreams direkt via Twitter zu kommentieren. Als Periscope zwei Wochen später erschien, erwies es sich allerdings als die reifere App.

Parallel meldet Recode, dass Twitter-CFO Anthony Noto mit Flipboard über eine Übernahme durch Twitter gesprochen hat, die Verhandlungen aber ohne Ergebnis abgebrochen wurden. Die Rede soll von einem Preis jenseits von einer Milliarde Dollar gewesen sein.

Attraktiv für Twitter sei wahrscheinlich Flipboards erfahrenes Produktteam um Mike McCue, kommentiert Recode. McCue könne sogar ein geeigneter Nachfolger für Twitter-CEO Dick Costolo werden. Dagegen habe Twitter wahrscheinlich einsehen müssen, dass es seine Nutzerzahl – und auch die von Flipboard – auf diese Weise kaum erhöhen könne. Schließlich seien die meisten Nutzer beider vermutlich auch beim jeweils anderen Dienst registriert. Das Nachrichtenportal rechnet auch mit Interesse von Facebook und Google an Flipboard und dessen Nachrichten-App.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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