Android M ist da: Das sind die Neuerungen

(Foto: Gizmodo.com).

Google hat gestern auf der Google I/O die Zukunft von Android enthüllt und mit Android M den Nachfolger von Lollipop vorgestellt. Welche Versionsnummer Android M trägt, ob Android 5.2 oder 6.0, das hat Google noch nicht verraten. Auch den offiziellen Namen hat Google wie im letzten Jahr noch verheimlicht. Welche Süßigkeit sich nun hinter dem Buchstaben M verbirgt, das bleibt also abzuwarten. Als heiße Kandidaten werden Muffin, Marshmallow und Marzipan gehandelt. Sollte sich Google, wie bei KitKat, nochmal für eine Marke entscheiden, käme auch M&Ms in Frage.

Vom Design her ändert sich bei Android M im Vergleich zu Android Lollipop nicht allzu viel. Schließlich hat Google auch erst mit der letzten Version seine neue Benutzeroberfläche Material Design eingeführt. Allerdings hat Google das OS an vielen anderen Stellen verbessert. Google verlängert mit Android M die Akkulaufzeit im Standby-Betrieb und erlaubt es Nutzern nun endlich, die App-Berechtigungen zu verwalten. Außerdem erhält die neue Android-Version USB-Typ-C-Support.

Mit Android M führt Google ein neues Feature namens “Doze” ein. Die zu Deutsch “Halbschlaf” genannte Funktion spart Akku, indem sie das Smartphone in einen neuen Low-Power-Modus versetzt und die Hintergrundaktivitäten reduziert, wenn das Smartphone nicht genutzt wird. Dies versucht Android M anhand von Sensordaten zu erkennen. Liegt das Gerät beispielsweise nur auf dem Schreibtisch werden ausschließlich wichtige Benachrichtigungen und Anrufe weiterhin durchgestellt. Die meisten anderen Aktivitäten fährt das Betriebssystem herunter.

(Foto: Gizmodo.com).

Dank Doze halten Smartphones und Tablets auf den Android M läuft laut Google doppelt so lange mit einer Akkuladung im Standby-Betrieb durch. Die reine Nutzungszeit mit eingeschaltetem Display ändert sich dadurch leider nicht.

(Foto: Gizmodo.com).

Weiterhin erhält Android M eine Verwaltung für App-Berechtigungen. Die Berechtigungen von Apps lassen sich nun im Menü Einstellungen anpassen. Nutzer müssen Anwendungen künftig bei der Installation auch nicht mehr alle gewünschten Berechtigungen erteilen. Stattdessen fragen Apps unter Android M den Zugriff auf bestimmte Ressourcen erst dann an, wenn sie sie tatsächlich benötigen. Das gilt für das Abrufen von Daten wie Kontakte und Fotos sowie für die Nutzung von Hardwarekomponenten wie Kamera und Mikrofon.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Updates für Apps nun auch dann ohne Rückfrage installiert werden, wenn sie aufgrund neuer Funktionen weitere Berechtigungen benötigen. Sie werden nicht mehr vor dem Update, sondern erst bei der Nutzung der neuen Funktionen abgefragt.

image008

Google erweitert Android M zudem um Support für USB-Typ-C-Anschlüsse. Smartphones mit einem Typ-C-Port wie das LeTV Max, das wir uns auf der CES Asia angeschaut haben, erhalten dadurch eine Reihe neuer Funktionen. Sie lassen sich schneller Laden und können über USB-Typ-C beispielsweise auch andere Geräte aufladen. Zudem ist der neue USB-Typ-Stecker reversibel.

Hier unserer Hands-On vom LeTV Max:

Für Google Now verspricht der Internetkonzern mehr kontextbezogene Aktionen. Sie werden durch die neue Funktionen “Now on Tap” bereitgestellt. Google Now soll beispielsweise Nutzer daran erinnern, dass sie ihren Mietwagen vor der Rückgabe auftanken müssen. Dafür werden dann Tankstellen in der Nähe des Autovermieters angezeigt. Google Now führt dazu künftig Standortdaten und Informationen zu Reservierungen zusammen. Google Now kann aber auch während ein Song abgespielt wird auf die Frage “Wo kommt sie her” weitere Informationen zu einer Künstlerin liefern, ohne dass der Nutzer den Namen der Sängerin erwähnt.

(Foto: Gizmodo.com).

Außerdem führt Google verifizierte App-Links ein. Klickt ein Nutzer beispielsweise in einer App auf einen Twitter-Link, wird er derzeit gefragt, ob er den Link im Browser oder der Twitter-App öffnen möchte. Lässt ein Entwickler seine App für die neue Link-Funktion verifizieren, wird Twitter unter Android M automatisch ohne Abfrage gestartet. Neu ist auch, dass Anwendungen nun im Chrome-Browser laufen können und dann Funktionen des Browsers wie Autofill oder Vorschläge genutzt werden können.

(Foto: Gizmodo.com).

Mit der neuen OS-Version Android M wird Google auch seinen Bezahldienst Android Pay sowie Unterstützung für Fingerabdruckscanner einführen. Smartphone-Besitzer können mit dem Fingerabdruck in mobilen Apps oder auch Ladengeschäften bezahlen. Rund 700.000 Akzeptanzstellen soll es zum Start von Android Pay in den USA geben.

Nutzer können künftig aber nicht nur mit dem Finger bezahlen, sondern wie es schon beim Galaxy S6 der Fall ist, ihr Smartphone auch entsperren. Darüber hinaus können Entwickler von Dritt-Anbieter-Apps die Fingerabdruckerkennung auch in ihren Anwendungen nutzen, was noch unbegrenzt viele weitere mögliche Anwendungsszenarien erlaubt.

(Foto: Gizmodo.com).

Welche Versionsnummer Android M trägt – Android 5.2 oder 6.0 – hat Google noch nicht mitgeteilt. Unklar ist auch, welche Süßigkeit sich hinter dem Buchstaben M verbirgt. Spekuliert wird unter anderem über Muffin, Marshmallow und Marzipan. Sollte sich Google, wie bei KitKat, nochmal für eine Marke entscheiden, käme auch M&Ms in Frage.

Android M kann bereits auf einigen Nexus-Geräten ausprobiert werden. Eine Entwicklerversion des Lollipop-Nachfolgers steht für das Nexus 9, Nexus 6, Nexus 5 sowie den Nexus Player zum Download bereit.

Tags :Quellen:GoogleVia:Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. O mein Gott! Fingerabdruckscanner, Iris Scanner, 2 hochauflösende umgebungskammeras, GPS lokator, 24/7 eingeschaltete Mikrophon…ein Traum für jeden “Polizist”, Stasi,privat Schnüffler…Ich kann mir schon gut vorstellen das Handy tragen bald auch Pflicht wird (wenn auch nicht direkt) zbs. legitime Personalkarte/ Führerschein auf dem Handy o.a…. Man hat uns so sehr verarscht und wir haben es gar nicht bemerkt, wo noch es kommen sehen…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising