Google Street View im Unterwassereinsatz

(Bild: Google)

Google geht mit Street View auf Tauchstation und zeigt etwa 30 Unterwasserlandschafen im Browser so an, dass man sich darum beliebig umblicken und bewegen kann. So soll die Schönheit des Meeres den Anwendern näher gebracht und die Umweltprobleme verdeutlicht werden.

Googles Kameraleute waren im Pazifik, dem indischen Ozean und in den Bahamas sowie dem australischen Great Barrier Reef unterwegs und haben fleißig Aufnahmen der Unterwasserwelt mit einer speziellen Kamera gemacht, die es später erlaubt, die Szenerie rundum zu betrachten.

Die Aufnahmen entstanden in Amerikanisch-Samoa in Südpazifik, dem Chagos-Archipel im indischen Ozean, Bali, den Bahamas und auf dem Great Barrier Reef. Gezeigt werden Wale und Fische ebenso wie Korallen oder ein Schiffswrack. Die Aufnahmen wurden zusammen mit XL Catlin Seaview Survey, dem Office of National Marine Sanctuaries der US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration und dem Chagos Conservation Trust im Lauf der letzten vier Jahre erstellt.

Die Mehrheit aller Lebewesen lebe im Meer, schreibt Google. “Es ist auch unser Lebenserhaltungssystem und steuert alles, vom Wetter und Regen bis zum Sauerstoff, den wir atmen. Trotz seiner lebenswichtigen Bedeutung verändert sich der Ozean aber aufgrund des Klimawandels, durch Verschmutzung und Überfischung.” Dies sei eines der größten Umweltprobleme der Zeit.

Google postuliert dafür erwartungsgemäß einen technizistischen Lösungsansatz: Grundlage einer Erhaltung sei es, den Ozean zu kartografieren. “Jedes Bild im Google Maps ist eine georeferenzierte digitale Aufnahme von Unterwasser- und Küstenumgebungen, die verwendet werden kann, um Änderungen im Lauf der Zeit zu beobachten.” Beispielsweise werde das Great Barrier Reef durch Stürme und eine allgemeine Temperaturerhöhung zunehmend weiß.

Wie bei den bisherigen überirdischen Street-View-Aufnahmen können Nutzer das Bild zoomen und drehen. Anders als bei Straßenaufnahmen sind es hier aber die Tiere, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, etwa eine Meeresschildkröte im Wasser der Salomonen, Buckelwale an den Cook-Inseln und weiße Haie vor der australischen Küste.

Anlass der Veröffentlichung ist der am 8. Juni anstehende Welttag des Meeres. Um seinem dokumentarischen Selbstanspruch gerecht zu werden, verspricht Google laufend weiteres Bildmaterial.

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Tags :Quellen:News.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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