Von wegen umweltfreundlich: Ministerien schlampen bei Elektroauto-Quote

(Bild: Tesla)

Die Bundesministerien wollen eigentlich mehr Elektrofahrzeuge beschaffen, um mit gutem Beispiel voranzugehen und die Luft weniger zu verschmutzen. Doch das Vorhaben wird nicht mit dem notwendigen Ernst verfolgt. Einige Ministerien haben gar keine Elektroautos angeschafft.

Die Bundesregierung will ihren Fuhrpark wesentlich stärker als bisher auf Elektrofahrzeuge ausrichten, doch das scheint nicht zu klappen. Nach einer dem Nachrichtenmagazin Focus vorliegenden Regierungsaufstellung verfügen die Bundesministerien für Forschung und Justiz aktuell über gar keine Dienstwagen mit Elektroantrieb.

Auch vier weitere Ministerien verfehlen die von der Regierung selbst aufgestellte Selbstverpflichtungsquote, mindestens zehn Prozent des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Die Ressorts für Verteidigung und Landwirtschaft kommen nur auf einen Anteil von sechs Prozent, das Familienministerium auf sieben und das Entwicklungshilfeministerium auf neun Prozent.

Das Auswärtige Amt und das Bundesfinanzministerium halten der Übersicht zufolge die Quote mit zehn Prozent exakt ein. Spitzenreiter im Fuhrpark-Ranking ist mit einem E-Fahrzeug-Anteil von 30 Prozent Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), gefolgt vom Hermann Gröhe (CDU/Gesundheit/20 Prozent) und Barbara Hendricks (SPD/Umwelt/18 Prozent).

Im Fuhrpark des Arbeitsministeriums liegt der Anteil der E-Fahrzeuge bei 13 Prozent, im Wirtschafts- und im Innenministerium bei jeweils zwölf Prozent.

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