Apple Watch erhält native Apps und neue Funktionen

(Bild: Apple).

Apple hat sich wie erwartet auf der gestrigen Keynote der WWDC auch der Apple Watch gewidmet und das erste größere Update für seine Smartwatch angekündigt. Es wird Besitzer der Uhr im Herbst erreichen und native Apps, Time Travel und einige weitere kleinere Neuerungen und Features einführen.

Native Apps

Die wichtigste Neuheit ist das sogenannte WatchKit für Entwickler, womit neue Möglichkeiten für bessere Apps geschaffen werden. Damit erlaubt Apple Programmierern von Drittanwendungen grundlegend den Zugriff auf die Hardware-Komponenten seiner Smartwatch. Dies war bisher nur für Apples hauseigene Apps möglich.

Mit den Werkzeugen können Entwickler dann beispielsweise auch die digitale Krone oder die Force-Touch-Funktionalität in ihren Anwendungen nutzen. Auch die anderen Komponenten der Apple Watch wie der Beschleunigungssensor, das Mikrofon, HomeKit oder HealthKit samt Pulsmesser und den erfassten Daten lassen sich einbinden. Das WatchKit enthält weiterhin neue Programmierschnittstellen für die Video- und Audiowiedergabe sowie Animationen. 

(Bild: Apple).

Mit dem ebenfalls integrierten ClockKit können Entwickler künftig ihre Daten als Komplikationen auf dem Ziffernblatt anzeigen.

(Bild: Apple).

Dank Apples WatchKit wird es künftig also viel mehr coole Apps für die Apple Watch geben. Später im Jahr soll beispielsweise die App Vine erscheinen, die es erlaubt, Videos direkt auf der Apple Watch abzuspielen und zu verwalten. Die Messaging-App WeChat soll künftig auch Audiobotschaften unterstützen, die Nutzer über das Mikrofon der Apple Watch diktieren können. Volkswagen wird VW-Besitzern eine App bieten, die ein haptisches Feedback beim Verschließen der Autotüren an den Nutzer zurückgibt.

Neue Apple Watch-Funktionen

Nutzer können in WatchOS 2 Fotos und Bilder aus dem Album in ein Ziffernblatt umwandeln.

(Bild: Apple).

Zudem gibt es das neue Zifferblatt „Timelapse“, bei dem Apple-Watch-Besitzer aus einer Auswahl von Zeitraffer-Videos auswählen können, die über einen Zeitraum von 24 Stunden an Schauplätzen wie New York, London oder Shanghai aufgenommen wurden.

(Bild: Apple).

Eine Time Travel genannte Funktion erlaubt es, durch das Drehen der Krone Ereignisse in der Vergangenheit oder der Zukunft aufzurufen wie Termine, Aktivitäten oder eine Wettervorschau. Auch dieses Feature lässt sich in Apps von Drittanbietern integrieren.

Die Mail-Anwendung der Apple Watch erweitert Apple um eine Diktierfunktion. Im Weckermodus verwandelt sich die intelligente Armbanduhr in einen Nachttischwecker, der über die digitale Krone und die seitlichen Tasten bedient wird.

(Bild: Apple).

Im Zusammenspiel mit Apple Pay können Nutzer künftig per Apple Watch Händlerprämien sowie Kredit- und Bankkarten in der digitalen Geldbörse Wallet speichern.

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Des Weiteren kann Apple Watch künftig auch Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs und Richtungsinformationen zu den nächstgelegenen Stationen anzeigen. Diese Funktion steht anfänglich allerdings nur für wenige Großstädte zur Verfügung – hierzulande lediglich für Berlin.

Künftig werden auch Drittanbieter-Fitness-Apps zu den täglichen Bewegungs- und Trainingszielen beitragen. Auch Siri wird erweitert. Mit dem digitalen Assistenten können künftig spezielle Aktivitäten begonnen, Checks gestartet oder E-Mails beantwortet werden.

Die Sicherheit verbessert Apple mit einer Aktivierungssperre, wie sie auch iPhone und iPad bieten. Die Uhr lässt sich mit der Apple ID des Nutzers davor schützen, dass im Falle eines Verlusts oder Diebstahls ein anderer Nutzer das Gerät löscht oder gar neu aktiviert.

Besitzer einer Apple Watch erhalten das Update kostenlos. Es setzt ein iPhone 5, 5C, 5S, 6 oder 6 Plus mit iOS 8.2 oder neuer voraus. Mitgliedern des iOS-Developer-Programs steht ab sofort eine Beta des iOS 9 SDK zur Verfügung, die auch WatchKit für WatchOS 2 beinhaltet.

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Tags :Quellen:AppleVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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