Uwe Boll gegen Hollywood und Crowdfunding: Berechtigtes Statement oder schlechter Verlierer? [Kommentar]

(Screenshot: YouTube)

Uwe Boll hat es als Regisseur nicht einfach. Sich selbst bezeichnet er als Außenseiter in Deutschland und den USA. Nach seiner Niederlage im Crowdfunding hetzt Boll nun wieder einmal gegen Hollywood - doch hat er überhaupt das Recht dazu?

Ginge es nach Boll, so würde er sich selbst wohl als „Last Man Standing“ im internationalen Film-Business bezeichnen. Nach vielen Negativkritiken zu seinen Videogame-Verfilmungen wollte Boll nun seine halbwegs erfolgreiche Rampage-Trillogie zu Ende führen. Einziges Hindernis: Die Finanzierung.

Und genau hier konnte der filmreife Querdenker niemanden überzeugen. Auf Crowdfunding-Plattformen wie Indiegogo oder zuletzt Kickstarter wurde für Rampage 3 geworben. Doch die Gelder flossen nicht. Weder Investoren noch Fans standen ausreichend hinter Bolls dritten Rampage Film.

Und was macht Boll? Er ärgert sich mit gewohnt deutsch-cholerischem Charme über alle, besonders Hollywood. Hier die aktuellen Statements von vorgestern:

„A movie about some retarded wizard in the forest“

Wenn sich Boll so schön aufregt, da möchte man ihm in vielen Dingen zustimmen. Ich selbst halte Crowdfunding-Webseiten für eine gefährliche Geldmaschine, die keinesfalls weiterhin so unterstützt werden sollte, wie es aktuell üblich ist.

Boll hat nach drei gescheiterten Kampagnen nun auch gemerkt, dass viel Mühe beim Crowdfunding verschenkt wurde und seine Filme trotzdem keine finanzielle Zuwendung erhalten haben. Doch Moment: Hat er sich wirklich viel Mühe? Und was steckt eigentlich hinter Bolls Hollywood-Anschuldigungen?

Ich gehe davon aus, dass wir hier in Deutschland sehr wohl wissen, dass Hollywood eine reine Scheinwelt ist, die davon lebt, dass Millionen an Geldern dorthin fließen. Und ich bin mir auch sicher, dass wir wissen, dass der „Marvel Avengers Bullshit“ keinen zeitkritischen Meilenstein darstellt. Doch Kino ist nun mal Unterhaltung und zwar jene Form von Unterhaltung, die heutzutage selten auf einem intellektuellem Level von einem Ingmar Bergman steht.

Doch anscheinend sucht Uwe Boll die Identifikation mit Hollywood, anstatt sie beim Independent Film zu suchen, wo er 2010 mit „Darfur“ sogar den Preis für den besten internationalen Film erhalten hatte. Bezeichnete er sich noch vergangenes Jahr als Regisseur, der unabhängige, zeitkritische und Regime-kritische Filme drehen möchte, regt er sich nach seiner Rampage 3 Kampagne nun plötzlich über die Scheinwelt Hollywood auf. „Unabhängig, zeitkritisch und Regime-kritische Filme“ aus Hollywood? Das sollte Boll selbst am besten wissen, dass das nicht möglich ist. Warum sich also andauernd mit Hollywood anlegen. Es wirkt eher so als ob Boll private Fehden anzettelt, weil er nie auf Partys eingeladen wurde.

Und dann hätten wir noch den Uwe Boll, der sich mit seinem „fuck you all“ im Endeffekt auch gegen seine Fans richtet. Denn wirklich Mühe hat sich Boll auf Kickstarter und Indiegogo mit der Promotion seiner Filme wahrlich nicht gegeben. Einerseits regt er sich auf, dass auf Crowdfunding-Webseiten schon das absurdeste Zeug mehr Geld bekommen hat als seine Filme. Andererseits klickt man dann auf Bolls aktuelle Kickstarter-Kampagne und denkt sich: „Selbst schuld, selbst der Typ mit dem Kartoffelsalat hat sich mit seiner Werbekampagne mehr Mühe gegeben.

Boll zwischen Trash-Movies und Selbstüberschätzung

Letztendlich frage ich mich ganz persönlich, wer Uwe Boll überhaupt noch unterstützen soll. Er macht es einem irgendwie nicht leicht ihn zu mögen. Da bezieht Boll einerseits jahrelang Geld aus Medienfonds und gerät in die Kritik deutsche Steuerzahler unnötig zu belasten. Dann verfilmt er grauenvolle Videogame-Adaptionen nur des Geldes wegen und beschimpft daraufhin seine Geldgeber als „erbärmliche Würstchen„. Und dann erntet Boll auch noch die Goldene Himbeere 2009 als „schlechtester Regisseur“ und gleich noch für das „schlechteste bisherige Lebenswerk“.

Nun kann man dem selbsternannten letzten Freidenker unter den Regisseuren zugute halten „haters gonna hate – always“. Doch Boll sollte dringend an seiner Reputation arbeiten, wenn er möchte, dass ihn noch einmal jemand ernst nimmt. Dazu gehören auch solche schlecht vorbereiteten Auftritte auf YouTube, solche fast schon lächerlichen Rundumschläge à la „David gegen Goliath“.

Um zum Abschluss also auf meine eingangs gestellte Frage „Hat Boll das Recht dazu gegen Crowdfunding und Hollywood zu hetzen?“ einzugehen: Natürlich hat er das Recht, er darf es auch weiterhin machen. Ob es ihm und seinem Ruf, gerade in Hinblick auf seine Fans, aber gut tut, das bezweifle ich. Aktuell verkörpert Boll in meinen Augen eher den Trash seiner bisherigen Filmografie und weniger den Lichtblick in seinem Leben als Regisseur, „Darfur„.

Tags :Quellen:de.wikipedia.orgfilmstarts.deVia:derstandard.at
  1. Hammer Typ!!!

    Bester dude ever! Hast sowas von recht aber klar her nölkel ist anscheinend auch so ein Schaf das die Wahrheit nicht verstehen will!!!!
    Alleine schon dein Schlusssatz absolut lächerlich!!!

    Kill the Rich ;)

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  2. Uwe Boll, oder korrekterweise Dr. Uwe Boll, so viel Zeit muss sein, ist für mich die coolste Sau im Filmbusiness. Ich finde es absolut grandios, wie er seinen Traum lebt. Das schafft kaum einer. Er ist übrigens bei den Schauspielern sehr beliebt, da er am Set absoluter Profi ist, Filme machen liebt und seine Leute anständig behandelt und im Rahmen seiner Möglichkeiten alle anständig bezahlt.

    Das nicht nur AAA-Movies bei ihm rauskommen, liegt natürlich auch an seinen finanziellen Möglichkeiten. Darfur war kein Zufall, Dr. Uwe Boll kann gute Filme machen. Wer Dafur noch nicht gesehen hat, unbedingt nachholen. Harter Stoff, toller Film. Einige Darsteller stellen im Film Ihre eigenen Erlebnisse dar. Im Drehbuch gab es keine Dialoge, vieles wurde improvisiert.

    Dr. Uwe Bolls schlechter Ruf als Filmemacher resultiert aus der Zeit ca. 2000-2007. Finanzierungsmodell waren Filmfonds als Steuersparmodell für Anleger. Wichtig war hierbei, aus steuerlich Gründen, das Geld zeitnah wieder rauszuhauen. Aber who cares, wenn mir die Leute dafür Geld geben, würde ich auch schnell Filme zusammenhauen.

    Ich glaube, bei der Diskussion um Dr. Uwe Boll ist viel Neid im Spiel. Es gibt nicht viele Menschen, die Ihren Traum leben können.

  3. Eine arme Persönlichkeit ohne jegliches Talent und mit viel zu viel Selbstbewusstsein.
    Er sieht es wohl nicht gerne, wenn ihm klar gemacht wird, dass die meisten Ihn einfach nur seiner unglaublich schlechten Filme wegen belächeln.

    Auch Trash Filme machen will gelernt sein, mit Kritik umgehen sowieso.
    Diese Person reiht sich nahtlos in den Kreis von anderen selbstüberschätzenden Möchtegernstars ein. Wir brauchen eindeutig weniger von Ihm.

    Filme seines Genres lassen sich auch von anderen Machern finden, von wesentlich Sympathischeren mit mehr Talent.

  4. Könnt Ihr den Knallkopf jetzt endlich mal von der Startseite verbannen…. Jedes Mal wenn ich komme, guckt mich dieser irre Uwe hier an… Hab schon gar kein Bock mehr her zu kommen…
    Danke!

  5. Über seine filmischen Leistungen kann man streiten.

    Jedoch nicht über die eine Wahrheit:
    Hollyshit fucks you all!

    Ich gebe Dr. Uwe Bol, betreffend diverser enthaltener Kommentare seines Streams recht.

    Bei den immensen finanziellen Wiedergutmachungsmitteln die Deutschland den Juden bis heute zur Verfügung stellt, wundert es kaum das u.a. auch Hollywood in den geldgierigen Händen der Juden ist.

    Deutschland sollte besser diese Mittel den Russen zukommen lassen.. oder geeignete Alternativen suchen…

  6. Bitte nehmt den Artikel von der Startseite, jedesmal wenn ich auf eure Seite komm muss ich mir den seine schei… Visage ansehen…………..l…….

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