HGST: 10 TByte in einer heliumgefüllten Festplatte

(Bild: HGST)

Western Digitals Unternehmen HGST hat eine Festplatte mit 10 TByte auf den Markt gebracht. Die Ultrastar Archive Ha10 ist mit Helium gefüllt, damit geringere Strömungseffekte auftreten und die Platte weniger Strom verbraucht.

Die HGST Ultrastar Archive Ha10 speichert satte 10 TByte Daten ab und ist vornehmlich für Backups und andere Archivierungszwecke gedacht. Western Digital setzt bei dieser Platte auf die selbst entwickelten Techniken HelioSeal und Shingled Magnetic Recording (SMR). Dazu wurde die Festplatte mit Helium gefüllt, das einen deutlich niedrigeren Widerstand erzeugt als normale Raumluft, weshalb der Motor schwächer sein kann.

Aber auch die Strömungskräfte, die Platten und Trägerarme in Schwingungen versetzen, mit denen die Schreib- und Leseköpfe über den Datenspuren positioniert werden, fallen im Vergleich zu einer mit Luft gefüllten HDD deutlich geringer aus. Daher lassen sich in einer heliumgefüllten Festplatte die Platter enger anordnen – es finden also in einem gleich großen Gehäuse mehr Magnetscheiben Platz. Außerdem können die Datenspuren enger zusammenrücken. Zusätzlich führen die geringeren Scherkräfte und die bessere Wärmeleitfähigkeit von Helium laut HGST dazu, dass das Laufwerk kühler und leiser arbeitet.

Bei der Aufzeichnungstechnik SMR werden Daten wie Schindeln überlappend gespeichert. Dadurch erhöht sich die Schreibdichte pro Platter gegenüber dem bisher meist eingesetzten Perpendicular Magnetic Recording (PMR) um mindestens 25 Prozent. Zugleich sinkt jedoch die Datenrate: So erreicht die Ultrastar Archive Ha10 laut Datenblatt (PDF) eine durchschnittliche Transfergeschwindigkeit von 157 MByte/s beim Lesen und 68 MByte/s beim Schreiben. Andere Enterprise-Festplatten arbeiten im Vergleich deutlich schneller.

Als Schnittstelle kommt je nach Ausführung ein SATA- oder SAS-Interface mit jeweils 6 GBit/s zum Einsatz. Die sieben verbauten Magnetscheiben rotieren mit 7200 U./min. Die Cache-Größe beträgt 256 MByte. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) gibt HGST mit zwei Millionen Stunden an.

Das für den Dauerbetrieb ausgelegte 3,5-Zoll-Laufwerk benötigt laut Hersteller mit SATA-Interface im typischen Betrieb 7,6 Watt und im Ruhezustand 5,1 Watt. Mit SAS-Schnittstelle betragen die Verbrauchswerte 8,4 respektive 5,7 Watt. Die Watt-pro-GByte-Rate liegt somit bei 0,00051 beziehungsweise 0,00057.

HGST wird die 10-TByte-Festplatte mit einer Garantiezeit von fünf Jahren zunächst an Cloud- und OEM-Kunden ausliefern. Entsprechend liegen noch keine Endkundenpreise vor.

Tags :Quellen:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de
  1. Sauber – das kommt in jedem Fall in meine NAS rein, wenn es bezahlbar wird – wobei, das wird wahrscheinlich noch dauern, bis ich mir zwei bis vier leisten kann :)
    Falls ihr übrigens selbst eine NAS sucht, das hier hat mir ziemlich geholfen: http://bit.ly/1ebPwJk

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