Deshalb mag Apple Helvetica Neue nicht mehr

(Bild: Apple)

Gerade einmal zwei Jahre lang trug die Schrift hinter Texten auf Apple-Endgeräten den Namen Helvetica Neue. San Francisco heißt Apples selbst entwickelte Schriftart und soll auf allen Produkten von Apple, einschließlich OS X und iOS eingesetzt werden.

Wie Wired berichtet, zeigen sich Schriftexperten erfreut über diesen Schritt. Denn Apple sei, wie es der deutsche Typograf Erik Spiekermann beschreibt, wenn es um Schriften geht längst von der Konkurrenz abhängig geworden. Der größte Konkurrent Google beispielsweise entwickle schon seit langem eigene Schriftarten. Einen Schritt, den Apple nach Helvetica Neue nun auch mit San Francisco gehen möchte. Die Schriftart mit dem Namen des hübschen kalifornischen Städtchens ist die erste Selbstentwicklung dieser Art des Unternehmens seit 20 Jahren.

Wer eine Apple Watch besitzt, konnte sich schon mit deren Launch von der Lesbarkeit der serifenlosen Schrift auf der Apfel-Smartwatch überzeugen. Nachdem sie auf der WWDC ausgiebig genutzt wurde, soll San Francisco nun auch auf allen anderen Geräten zum Einsatz kommen.

Ein sehr auffälliger Wechsel vollzieht sich von Helvetica Neue zu San Francisco dagegen nicht. Die neue Schriftart bezieht sich in vielerlei Hinsicht an ihrer Vorgängerin. Um allerdings die Lesbarkeit besonders auf kleinen Bildschirmen zu verbessern, ist San Francisco etwas dicker und geräumiger ausgefallen. Wie Wired betont, ähnele sie bezüglich ihres Konzepts stark Googles Android- und Chrome-Schrift Roboto.

(Screenshot: Ubergizmo DE)

Googles Roboto-Schrift.

Was bisher geschah…

Ursprünglich sollte mit iOS 7 die Schriftversion Helvetica Neue Light zum Einsatz kommen. Experten kritisierten die Entscheidung damals allerdings mit der Begründung, dass die Schriftart in ihrer Light-Version auf Bildschimen mit geringer Auflösung eine schlechte Wahl sei. Also blieb Apple zunächst bei Helvetica Neue. Bis jetzt. Ob die Nutzer von San Francisco profitieren werden, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Tags :Via:DerStandard.at

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising