OwnCloud nutzen und den Datenkraken entkommen

(Bild: ownCloud)

Die Cloud ist nützlich - nur leider haben das auch Hacker, Geheimdienste und die böse Konkurrenz entdeckt. Wer dem Rat des BSI folgt, kann sich jedoch eine private Cloud selbst zusammen bauen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Anleitung zur Nutzung von ownCloud veröffentlicht.

Wie verwendet man die OwnCloud? Die kostenlose Software verspricht einen privaten Cloudspeicher aufbauen zu können, den man mit Apps und auch vom Desktop oder Web aus benutzen kann – mit einem großen Unterschied zu kommerziellen Cloudlösungen: Die Daten bleiben auf eurem Server und müssen nicht außer Haus gegeben werden.

Vom BSI kommt nun ein 29-seitiges Papier, das über Betrieb und Sicherheit von ownCloud (PDF) aufklären soll. Es enthält eine Übersicht über Nutzungsmöglichkeiten und geht insbesondere auf mögliche Gefährdungen, Sicherheitsmaßnahmen sowie Einschränkungen ein.

Die Autoren wollen damit Leser ansprechen, die grundlegende Kenntnisse in Informationssicherheit haben und die Entscheidung für den Einsatz eines Sharing-Dienstes vorbereiten sollen. Die Erstellung eines Sicherheitskonzepts oder einer Risikoanalyse wollen sie damit unterstützen, nicht jedoch ersetzen.

Das auf dem gleichnamigen Open-Source-Projekt basierende ownCloud erlaubt das Filehosting in einer privaten Cloud sowie die Synchronisation mit lokalen Verzeichnissen. Da die Lösung im eigenen Rechenzentrum realisiert werden kann, empfiehlt sie sich insbesondere beim Vorhalten sensibler Daten. Die Kontrolle über die Daten bleibt trotz der Vorteile einfachen Teilens und gemeinsamen Bearbeitens erhalten. ownCloud verfügt über Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung und File Firewall. Die Anwendung ist als freie Software oder auch als kommerzielle Version mit Wartungsvertrag erhältlich.

Zu den Vorteilen zählt nicht zuletzt die Zusammenarbeit von führenden Open-Source-Lösungen mit ownCloud. So lässt sich etwa Kolab – der Open-Source-Ersatz für Microsoft Exchange – an ownCloud anbinden.

Beim BSI-Dokument zu ownCloud handle es sich naturgemäß um keine Produktempfehlung, kommentiert Holger Dyroff, Geschäftsführer der ownCloud GmbH. Er sieht die Veröffentlichung dennoch als “ein deutliches Zeichen für die spürbar gestiegene Bedeutung von ownCloud als weltweit meistgenutzter Open-Source-Software für Enterprise Filesync und -share (EFSS).

Der langjährige KDE-Entwickler Frank Karlitscheck, Gründer und CTO von ownCloud, kündigte außerdem eine starke Flexibilisierung der Verschlüsselungsfunktionalität an: Die Kunden sollen die Möglichkeit bekommen, die wichtigsten Keyserver zu integrieren und dabei auf externe Keystores zuzugreifen: “Sie werden zwischen verschiedenen Keyservern oder Verschlüsselungsalgorithmen wählen und darüber hinaus mehrere Algorithmen nutzen können. Dadurch wird auch das Zusammenspiel zwischen 2-Wege-Authentifizierung und der ownCloud-Encryption-Lösung möglich.“

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Tags :Quellen:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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