Apple könnte satte Gewinne mit Armbändern der Apple Watch einfahren

(Bild: Apple)

Wie gut sich die Apple Watch verkauft, lässt sich nur schätzen, da Apple selbst noch keine Verkaufszahlen zu seiner ersten Smartwatch veröffentlichen hat, und dies vermutlich auch nicht gesondert tun wird. Wie hoch die Zahlen auch sein mögen, neben Gewinnen mit der Uhr selbst könnte Apple besonders durch den Verkauf zusätzlicher Armbänder große Profite einsacken.

Reuters berichtet, dass annähernd 20 Prozent aller Apple-Watch-Käufer nicht nur hunderte Dollar (oder Euro) für die Uhr selbst ausgeben, sondern auch noch mindestens ein Ersatzarmband erstehen.  Die Webseite stützt ihre Aussage auf ihnen exklusiv von Slice Intelligence zur Verfügung gestellte Zahlen.

Schätzungen des Marktforschungsunternehmens zufolge soll Apple zwischen April und Mitte Juni rund 2,79 Millionen Apple-Watch-Exemplare verkauft haben. Für seine Schätzung hat Slice E-Mail-Quittungen von 2 Millionen Online-Shoppern in den USA ausgewertet. Mehr als 20.000 davon erwarben in den vergangenen Wochen eine Apple Watch und 17 Prozent davon schafften sich ein zusätzliches Armband an.

Die Gewinnmarge pro Armband ist natürlich nicht exakt bekannt, sie könnte Schätzungen der IHS zufolge aber ziemlich groß ausfallen. Die Herstellkosten für das 38 Millimeter breite Sportarmband, das hierzulande für 59 Euro erhältlich ist (für 49 Dollar in den USA), sollen nur 2,05 Dollar betragen. Allerdings müssen dazu noch Aufwendungen für Verpackung und Vertrieb hinzugerechnet werden. Möglicherweise sind auch nicht alle Kosten für das Material erfasst, so der IHS-Analyst Kevin Keller im Gespräch mit Reuters.

Die meisten Kunden entscheiden sich wenig überraschend für das schwarze Sportarmband, und zwar beim Kauf einer Uhr sowie auch als Ersatzarmband. Auf Platz zwei liegt das Milanaise-Armband aus gewebtem Edelstahlgeflecht, für das Apple 169 Euro beziehungsweise 149 Dollar verlangt. Kanishka Agarwal, Chief Data Officer bei Slice, vermutet, dass viele Kunden das praktische Sportarmband mit der luxuriöseren Variante kombinieren, um ihre Apple Watch vielseitiger zu machen.

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Carolina Milanesi von Kantar Worldpanel ComTech geht laut Reuters sogar davon aus, dass die Zusatzarmbänder einige Verbraucher dazu verleiten, mehr für die Apple Watch auszugeben als geplant. “Das ist eine psychologische Sache”, sagte Milanesi. “Ich fange mit der kleinsten Investition an und gebe dann mehr Geld aus, wofür ich dann etwas anderes erhalte.”

Apple ermöglicht es allerdings auch Drittanbietern, Armbänder für die Apple Watch zu gestalten. Von nicht näher genannten Quellen will Reuters erfahren haben, dass Apple in diesem Fall keinen Anteil vom Umsatz erhält. Beliebte Armbänder von Dritten könnten sich also negativ auf Apples Armband-Verkäufe auswirken.

Inzwischen könnt ihr übrigens viele Modelle der Apple Watch auch für die Abholung in einem Apple Store reservieren. Die Apple Watch Sport (42mm) in Schwarz haben hierzulande beispielsweise acht Filialen vorrätig, darunter Berlin, Düsseldorf, Köln und München (OEZ). In Apples Online-Shop sind einige Varianten zudem innerhalb von 1 bis 3 Geschäftstagen lieferbar.

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Startscreen
Auf dem Start-Screen finden sich die bekannten Apps. Zeitungskiosk gehört allerdings nicht mehr dazu. Stattdessen gibt es eine neue App namens News mit deutlich erweitertem Funktionsumfang. Mit dem Dienst versucht sich Apple ähnlich wie Google oder Facebook als Vermittler journalistischer Produkte zu etablieren. Die Anwendung aggregiert Nachrichten aus verschiedenen Quellen und fasst sie in einem Feed zusammen. Um sich von der Konkurrenz abzuheben setzt Apple auf eine eigene Empfehlungstechnologie und Privatsphäre. News wird zunächst nur in Großbritannien und den USA angeboten werden. Dort kann Apple “fast 20 Verlage mit mehr als 50 Zeitschriftentiteln” vorweisen, darunter Bloomberg, CNN, Condé Nast, ESPN, Hearst, New York Times und Time.
Tags :Quellen:ReutersVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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