Lenovo Ideacentre Stick 300: Windows-8.1-PC auf USB-Stick-Größe geschrumpft

(Bild: Lenovo)

USB-Sticks mit Android, die sich einfach via HDMI an einen Fernseher oder Monitor anschließen lassen, gibt es schon zu Hauf. Komplette Windows-Rechner im USB-Stick-Format sind dagegen noch rar. Mit dem Lenovo Ideacentre Stick 300 wurde nun ein neuer Mini-PC vorgestellt, der künftig für 129 Euro zu haben sein soll.

Der Ideacentre Stick 300 von Lenovo läuft mit Windows 8.1 mit Bingsuche und soll im Sommer auch ein Update auf Windows 10 erhalten. Der Stick ist 10 mal 3,8 mal 1,5 Zentimeter groß und wird von einer Intel-Atom-CPU der Baytrail-Reihe Z3735F mit vier in 22 Nanometer gefertigten Kernen angetrieben. An RAM sind 2 GByte integriert. Für Betriebssystem, Daten und Speicher gibt es 32 GByte Flash-Speicher. Außerdem ist auch ein microSD-Kartenleser mit an Bord. Per HDMI kann der Stick an einen Fernseher oder Bildschirm angeschlossen werden. Zudem ist ein MicroUSB-Port vorhanden.

Für Peripherie wäre ein USB-Port natürlich viel zu wenig. Deshalb hat Lenovo auch Bluetooth 4.0 integriert, sodass sich eine Maus und Tastatur drahtlos mit dem Ideacentre Stick 300 verbinden lassen.

Lenovo wird den Stick auf seiner US-Website verkaufen. Einen Termin oder Konditionen für andere Länder hat es nicht genannt. Allerdings soll der Ideacentre Stick 300 ab Juli auch über den Handel angeboten werden.

Ein vergleichbarer Windows-PC im USB-Stick-Format ist Intels Compute Stick mit Quad-Core-Atom-CPU. Als Betriebssystem wird wahlweise Windows 8.1 oder Ubuntu Linux vorinstalliert. Die Windows-Version mit 2 GByte RAM und 32 GByte Storage kostet 149 Dollar.

Auch Google hatte Anfang April einen Computer-Stick angekündigt. Der von Asus entwickelte Chromebit, der laut Google kleiner als ein Schokoriegel ist, läuft allerdings unter Chrome OS, bietet aber auch einen HDMI-Ausgang, einen USB-Port und Bluetooth. Er soll im Sommer für weniger als 100 Dollar in den Handel kommen.

Anders als etwa Amazons Fire TV Stick oder Googles Chromecast handelt es sich bei diesen drei Sticks also nicht um reine Media-Streaming-Geräte, sondern grundsätzlich um vollwertige Rechner, auch wenn sie via HDMI zum Streaming genutzt werden können.

Tags :Quellen:LenovoVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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