Apple will die Welt verbessern

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Apples Vizepräsidentin für Umweltfragen, Lisa Jackson, ist laut CNET nun auch für Politik, Menschenrechte, Bildung und soziale Initiativen zuständig. Tim Cook, CEO von Apple, schrieb deshalb in einer Mail an die Mitarbeiter des kalifornischen Konzerns, "wir wollen die Welt in einem besseren Zustand hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben." Es bleibt zu hoffen, dass aus den Lippenbekenntnissen auch tatsächliche, im Sinne einer möglichst konsequenten Nachhaltigkeit Erfolge erzielt werden.

Die bloße Beförderung einer Apple-Mitarbeiterin ist eigentlich keine große Sache, doch schreibt sich der Konzern dadurch verstärkt Verantwortung in Themen der Nachhaltigkeit zu, auf deren Umsetzung in die Realität nun besonders geachtet werden sollte. Andernfalls würde sich Apple des Greenwashings schuldig machen, wenngleich Projekte wie die Umstellung auf 100 % regenerativer Energie bei der Stromversorgung seiner Rechenzentren bereits vorbildlich klappte. Lisa Jackson soll nun laut Tim Cook “verschiedene Teams bei Apple […] integrieren” und den Einfluss des Konzerns “noch größer” machen.

Jackson wechselte 2013 als amtierende Chefin der US-Umweltbehörde zu Apple, wo sie als Vizepräsidentin die Zuständigkeit für Umwelt und Nachhaltigkeit übertragen bekam. Die jetzige Ausweitung ihrer Kompetenzen schließt Apples internationales Programm für Regierungsangelegenheiten ein. Zugleich erwähnt Cook, Jackson werde mit Schulen zusammenarbeiten und für saubere Energien ebenso wie für Gleichstellung von Minderheiten zuständig sein.

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Lisa Jackson (Bild: Apple)

„Lisa Jackson ist vor zwei Jahren zu uns gestoßen. und ohne ihre Führung wären wir in Fragen des Umweltschutzes nicht so weit gekommen“, schreibt Cook. Das Ziel sei aber noch nicht erreicht: „Wie es euch Lisa selbst als erste sagen wird, haben wir aber noch eine lange Entwicklung vor uns und viel zu lernen.“

Seit Cook 2011 den CEO-Posten übernahm, setzt sich das Unternehmen verstärkt für gemeinnützige Projekte ein, etwa Arbeitsrechte und Umweltschutz. Als Cook 2014 ankündigte, er sei homosexuell, wies er darauf hin, dass ihn das für Fragen des Minderheitenschutzes besonders sensibel mache. Im März 2015 verfasste er zudem einen langen Essay für die Washington Post über Diskriminierung der LGBT-Community (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender).

Ebenfalls unter Cooks Regie hat Apple im Sommer 2014 erstmals Zahlen zur Geschlechterdiversität und dem Anteil von Minderheiten in seiner Belegschaft vorgelegt. Mit seinem „Diversity Report“ folgte es dem Beispiel anderer IT-Firmen, etwa Google und Twitter. Wie diese beschäftigt Apple weit mehr Männer als Frauen, sodass Cook kommentierte, er sei mit der Verteilung „unzufrieden“.

Cook sagte damals: „Wir bemühen uns um die Förderung von Multikulturalität genauso wie um die Weiterentwicklung unserer Produkte. Integration und Diversität waren für mich ein Schwerpunkt, seit ich bei Apple bin, und sie zählen zu meinen höchsten Prioritäten als CEO.“

Tags :Quellen:(Bild: News.com)Via:Florian Kalenda, ZDNet.de
  1. apple ist wahrscheinlich der einzige hersteller, dessen gewinnmarge es erlauben würde, das iphone in den usa herzustellen, wo apple volle kontrolle über arbeits- und umweltrecht hätte. aber dann stimmt die rendite nicht mehr.
    ist doch noch nicht lange her, dass sich apple-mitarbeiter beschwert haben. gute arbeitsbedingungen sind also nicht mal in den apple-shops selbstverständlich.

    aber vlt plant apple die welt am ende mit seinen bargeldreserven zu retten :)

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