Klettertouren bei Google Street View

(Bild: Google)

Wer im Yosemite Nationalpark in den USA klettern möchte, kann sich nun vorab von Google den Weg anzeigen lassen. Die Street View-Anwendung visualisiert Kletterrouten, für die der Konzern mit den Kletterern Tommy Caldwell, Lynn Hill und Alex Honnold zusammengearbeitet hat. Die dabei entstandenen vertikalen Aufnahmen sind laut Google die ersten ihrer Art in Street View.

Die drei Kletterer dokumentierten ihre Besteigung des El Capitan im Yosemite Nationalpark mit Kameras von Google. Einer der drei Sportler, Lynn Hill, war schon 1993 der erste Mensch, der „The Nose“, eine besonders schwierige Route, frei kletterte. Übrigens: Mac-User werden den Berg auch aus der Yosemite genannten Betriebssystemversion kennen, die 2014 vorgestellt wurde.

Die gebotenen Aufnahmen sind in der Tat ungewöhnlich – allerdings auch gewöhnungsbedürftig. Auf einem Desktop-Rechner ist die Navigation nur schwer handhabbar, auf einem Tablet deutlich besser. Außerdem lässt sich in ihnen zwar das Bild Neigen, Schwenken und Drehen, zum Zoomen muss allerdings auf die von Google Maps gewohnten Plus- und Minus-Symbole in der rechten unteren Ecke zurückgegriffen werden. Angesichts des extrem schwierigen Geländes ist diese Einschränkung aber wohl unumgänglich.

(Bild: Google)

Erst vor kurzem wurde Street View Google um 40 recht spektakuläre Unterwasserpanoramen erweitert. Während bei den Aufnahmen von El Capitan eindeutig die sportliche Leistung der drei Kletterer und die teilweise tatsächlich atemberaubenden Perspektiven im Vordergrund stehen, ging es Google bei den Aufnahmen aus den Ozeanen auch darum, auf die Verwundbarkeit dieses Lebensraumes hinzuweisen. Dazu präsentiert der Konzern etwa Bilder von der Küste von Amerikanisch-Samoa im Südpazifik, dem Tschagos-Archipel im Indischen Ozean, der Nähe von Bali und den Bahamas sowie dem Great Barrier Reef vo der Küste Australiens.

Zu den früher bereit präsentierten Naturwundern und Sehenswürdigkeiten zählen der Grand Canyon, kulturhistorische Stätten wie das Kennedy Space Center der NASA und die mexikanische Ruinenstadt Teotihuacán. Und im Rahmen seiner Bemühungen um mehr Transparenz hat Google auch schon einmal eines seiner Rechenzentren bei Street View einsehbar gemacht.

Tags :Quellen:Bilder: GoogleVia:Peter Marwan, ITespresso.de

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