Kritik an Apples Radiosender Beats 1

(Bild: Apple)

Am 30. Juni startete Apple nicht nur seinen Musikstreamingdienst, sondern auch ein Online-Radio, welches, in Anlehnung an den Kopfhörerhersteller Beats, den Apple aufgekauft hatte, den Namen Beats 1 trägt. Schon zu Beginn steht der Dienst in der Kritik, unter anderem wegen Zensur.

Apple zensiert entsprechende Songs, in dem es ein Störgeräusch über einzelne anstößige Wörter legt, um familienfreundlich zu sein. Laut TechCrunch macht dies selbst vor Dr. Dre, dem Beats-Gründer und mittlerweile Apple-Angestellten, nicht Halt.

Die Studios von Beats 1 befinden sich laut Apple in Los Angeles, New York und London. DJ Zane Lowe ist dabei die Stimme des Radioprogramms und hatte zuvor auch für BBC moderiert. Aufgrund der verschiedenen Zeitzonen, in denen die Sendungen übertragen werden, spricht DJ Zane Lowe nicht permanent live, sondern wird gelegentlich wiederholt.

Ferner wurde Lowe auf Twitter von Hörern dafür kritisiert, dass er von einem „weltweiten“ Programm sprach. Beats 1 läuft zwar in rund 100 Ländern, aber eben nicht in allen. Zudem bemängeln zahlreiche Twitter-Nutzer, Lowe höre sich offenbar etwas zu gerne reden. Tatsächlich sind seine Ansagen nach Eindruck von ZDNet oft reine Eigenwerbung und voller Wiederholungen.

Das englischsprachige Programm enthält auch bezahlte Werbung, was Apple vorab nicht kommuniziert hatte und daher manche überraschte. So gibt es beispielsweise Sponsorennennungen wie: „Dieses Programm wurde von American Express ermöglicht.“

Den größten Teil von Beats 1 macht aber die Musik aus – und die ist von großer Vielfalt geprägt, offenbar um eine möglichst breite Gruppe an Hörern anzusprechen. Der Nachteil: Nur wenigen Hörern werden alle Songs gefallen. Immerhin haben Apple und sein DJ der Versuchung widerstanden, durch einen Supermarkt-artigen Mix aus Klassikern der Sechziger- bis Achtzigerjahre oder einfach nur die aktuellen Charts einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden.

In manchen Ländern bietet Apple auch gebührenfreie Rufnummern an, unter denen sich Hörer in guter alter Radiomanier Songs wünschen können. Die Übersicht findet sich ausgerechnet auf den Seiten zu Apple Music auf Tumblr, also bei Yahoos Blog-Service. Nutzer in Deutschland können +49 1573 5982361 wählen.

Für aktuelle Hits beispielsweise enthält Apple Music einen separaten Sender. Er ist nicht kostenlos verfügbar, sondern nur für Abonnenten, die immerhin in den ersten drei Monaten nichts zahlen müssen. Anschließend fallen 9,99 Euro pro Einzelabonnent oder 14,99 Euro für ein Familienabo an.

Die App Apple Music ist Teil des seit gestern verfügbaren Updates auf iOS 8.4. Der Sender Beats 1 kann auch über iTunes 12.2 für Mac und Windows gehört werden. Eine Android-App ist in Vorbereitung. Wie ihr den Dienst schon jetzt auf Googles Betriebssystem nutzt, erfahrt ihr hier.

Tags :Quellen:Bild: AppleVia:Florian Kalenda, ZDNet.de

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